Im Schatten des Ukraine-Krieges schleicht sich eine stille Krise heran: Die Asylzahlen klettern auf den höchsten Stand seit 2015. Auf der Balkan-Route sind aktuell 45.000 Migranten in Richtung Deutschland unterwegs. Jetzt wurden dort 40 dieser sogeannten „Flüchtlinge“ mit Sturmgewehren und Pistolen aufgegriffen. Österreich sieht eine „bedrohliche Lage“, Deutschland tut nichts.

von Günther Strauß

Die Asylmigration steigt derzeit massiv an. Allein im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ein Plus von 44 Prozent. Doch das scheint nur der Anfang zu sein. Auf der Balkanroute sei derzeit die Hölle los, berichten ungarische und serbische Behörden. Rund 45.000 Menschen, meist aus islamischen Ländern, befinden sich dort in diesen Tagen auf dem Weg in Richtung Deutschland.

Kurz vor der Grenze der beiden Länder mußten nun serbische Anti-Terroreinheiten einschreiten, meldet die österreichische Kronenzeitung. In der Nähe von Subotica, zehn Kilometer vor Ungarn, nahmen sie rund 40 schwerbewaffnete Migranten fest.

Über „ein regelrechtes Arsenal von automatischen Sturmgewehren“ wird berichtet. Darüber hinaus hatten die „Flüchtlinge“ vier Pistolen, zwölf Messer, Macheten, Säbel und 182 Schuß Munition verschiedenen Kalibers dabei. Die Beamten stellten auch Drogen sowie gefälschte Personalausweise und Pässe sicher.

Die Gewalt eskaliert schon jetzt

Brennpunkt der neuen Migrationswelle ist die serbisch-ungarische Grenze. Von dort ist es nicht mehr weit nach Österreich und Deutschland. Bereits jetzt eskaliert dort die Gewalt. In einem Wald trafen zuletzt zwei verfeindete afghanische Gruppen aufeinander. Ergebnis: Ein Toter.

Während die sich anbahnende Zuwanderungswelle in Deutschland stillschweigend zur Kenntnis genommen wird, reagiert nun Österreich. Von einer „bedrohlichen Lage“ ist die Rede. Deshalb ist gestern eine hochrangige Delegation des Landes mit für innere Sicherheit und Schleppereibekämpfung zuständigen Beamten nach Ungarn gereist.

Österreich will mit Ungarn kooperieren

Dort tauschen diese sich mit der ungarischen Polizei aus. Gemeinsam sind sie an die serbische Grenze gereist. Österreich wird die Zahl seiner Grenzschützer dort auf bis zu 50 Beamte steigern. Das Land setzt zudem Drohnen und Wärmebildkameras ein.

Der österreichische Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ist alarmiert. Er sagte, „im Kampf gegen die Schlepperkriminalität und auch die illegale Migration“ sei „die enge Zusammenarbeit mit unserem Nachbarn Ungarn ein entscheidender Faktor“.

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