Die dreisten Forderungen nach Waffen und Mordwerkzeug, die Kiew an den Westen stellt, werden von Woche zu Woche maßloser und werfen die Frage auf, warum die Ukraine Friedensverhandlungen kategorisch ablehnt und stattdessen eine weitere Eskalation im Krieg gegen Russland forciert. Ein Blick in das Umfeld des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij liefert Antworten. Dort tummeln sich nicht nur dubiose Politikberater, Geheimdienstler und Diplomaten, sondern auch ein illusteres Sammelsurium von Mafia-Paten und Unterwelt-Bossen. Und sie alle eint scheint das genuine Interesse an der Fortsetzung der brutalen und blutigen Kämpfen zu einen.

von Alexandra Bader

Immer neue maßlose Forderungen an den Westen werfen die Frage auf, warum die Ukraine unbedingt weitere Eskalation statt Friedensverhandlungen will. Es fällt auch auf, dass es früher immer die Forderung nach Einstellung aller Kampfhandlungen, nicht aber nach Waffenlieferungen an die Angegriffenen gab. Wer sich progressiv fühlte, demonstrierte so etwa gegen den Vietnamkrieg und würde jetzt wahrscheinlich für Waffen für die Ukraine sein. Aber es gibt auch einen anderen Zugang, und zwar über die Verbindungen zentraler ukrainischer Figuren zu organisierter Kriminalität. Dies schließt Connections zu organisierter Kriminalität in Russland ein, aber auch zu westlichen Politikern und Stiftungen. So betrachtet erscheint in anderem Licht, dass endlos Geld und Waffen verlangt werden und man fragt sich, was in welchen Kanälen verschwindet. Es ist ein Grund mehr, nicht an das Märchen von der Ukraine als Verteidigerin der westlichen Demokratie zu glauben. Davon abgesehen, dass US-Militärinterventionen ausgeblendet werden müssen, weil so ein Verhalten nur bei Russland böse ist.

Die Dokumentation „Das ist nicht unser Krieg“ zeigt viele Aspekte auf und widmet sich auch dem Background von Wolodymyr Selenskij und von Vitali und Wladimir Klitschko. Wenn dazu dann noch kommt, wie diese Personen medial gepusht werden, was mit Beispielen illustriert wird, ist Gänsehaut garantiert. Stets war Social Media-Kommunikation perfekt etwa mit einem Video, das im Stil eines Schlafliedes für Kinder für eine no fly-Zone warb (siehe „If you don’t close the sky„). Man weiß, dass die Ukraine selbst diese nicht durchsetzen kann, sodass es darum ging, die NATO direkt zu involvieren. Alles hat stets auch mit uns zu tun, zum Beispiel wenn Karl Nehammer von Kai Diekmann (Ex-„Bild“) ehrenamtlich beraten wurde auf Wunsch der Klitschkos, mit denen Diekmann befreundet ist. Diekmann begleitete Nehammer im April 2022 in die Ukraine und beriet auch bei dessen Besuch bei Wladimir Putin. Die Brüder haben nachgewiesene Verbindungen zur Mafia und steckten ihren Reichtum auch in Immobilien, wobei hilfreich ist, dass Vitali Bürgermeister von Kiew wurde.

Die Boxkarriere beider Brüder soll durch die Mafia zumindest zu Beginn finanziert worden sein. Der ältere Bruder Vitali reiste 1989 als Mitglied der sowjetischen Junioren-Nationalmannschaft für Kickboxen in die USA für einen Wettkampf gegen deren Jugendnationalmannschaft und kehrte begeistert von Coca Cola und Shopping Malls zurück. Dazu gibt es im Film Ausschnitte aus Interviews, die nur allzu sehr jene ansprechen, die gerne an die Überzeugungskraft des Westens glauben. Rückblickend betrachtet klingt es aber reichlich klischeehaft und gerade angesichts der späteren Entwicklung kann auch Täuschung im Spiel sein. Die Klitschkos lebten einige Zeit in Deutschland, was jetzt hilfreich ist, wenn immer neue Forderungen an Unterstützung für die Ukraine gestellt werden. Man kann Vitali Klitschko beim besten Willen nicht als Politiker bezeichnen, weil er die immer gleichen Phrasen wiederholt. Und doch kam er auf die Konrad Adenauer Stiftung zu, die für ihn auch das Tor zu den Konservativen in der EU war. Diese Stiftung geht ein wenig unter, wenn andächtig auf den Einfluss amerikanischer Think Tanks verwiesen wird, doch sie ist größer als diese und in vielen Ländern vertreten. Wir erinnern uns, dass Klitschko der M100-Media Award mit Laudatio von Sebastian Kurz in Potsdam verliehen wurde. Im März 2021 kehrte kurz von einem Besuch in Israel im Privatjet des in Wien lebenden ukrainischen Oligarchen Dmytro Firtash zurück.

Olexander ScherbaNach dem Maidan 2014 vereinbarten Firtash, Petro Poroschenko und Vitali Klitschko bei einem Treffen in Wien, dass Poroschenko Präsident wird und Klitschko Bürgermeister. Klitschko war nicht unbedingt ein Gegner von Viktor Janukowitsch, für den Alfred Gusenbauer lobbyierte, der wiederum Sebastian Kurz beriet. Er ist auch mit Pawel Fuchs verbunden, der Geld für Janukowitsch wusch und Geschäftspartner von Putin-Berater Walentin Jumaschew ist. Jumaschew wurde via SPÖ gemeinsam mit Gattin Tatjana (Boris Jelzins Tochter) und Tochter Maria in Österreich eingebürgert. Firtash und Jumaschew haben mit Oleg Deripaskas Partner Siegfried Wolf denselben Vermieter in Wien. Hacker von Anonymous Ukraine förderten zutage, dass Klitschko im Mailverkehr mit dem litauischen Präsidentenberater Laurynas Jonavicius Scharfmacher auf dem Maidan war, eine Eskalation und dafür auch bezahlt werden wollte. Weil es seit 2014 Krieg gibt in der Ukraine sollte man sich den einen oder anderen Artikel hier zur Chronologie durchlesen. In „Das ist nicht unser Krieg“ wird deutlich, dass der Aufstand der Bevölkerung gegen Korruption eingefangen und umgelenkt wurde. Uns sollte warnen, dass alles immer schlimmer wurde und sich auch Energie drastisch verteuerte. Das perfide „Spiel“ ging dann weiter, indem der Komiker Wolodymyr Selenskij Vitali Klitschko parodierte und das Publikum in seine Shows strömte. Die in der Doku gezeigten Aufnahmen lassen vermuten, dass die Menschen wieder Hoffnung schöpften; schließlich wurde die Satire „Diener des Volkes“ (2015 bis 2019) ein Hit im TV-Sender des Oligarchen Ihor Kolomoiskij (und auf YouTube und bei Netflix). Man müsste aber eher Verdacht schöpfen, wenn der Darsteller eines Lehrers, der gegen Korruption wettert und plötzlich Präsident wird, mit einer Liste „Diener des Volkes“ real kandidiert, was einen „ukrainischen Traum“ verkörpern soll.

Radio Free Europe recherchierte, wie tief Kolomoiskij in Selenskijs Wahlkampf verwickelt war und dokumentierte auch Flight Logs, die beweisen, dass er immer wieder zu Kolomoiskij in die Schweiz reiste. Als der Oligarch sich nach Israel zurückzog, fiel ein Flug Selenskijs nach Tel Aviv auf, allerdings ohne dass man ein Treffen der beiden belegen kann. Außerdem benutzt Selenskij das gleiche Geldwäscheschema wie Kolomoiskij, was aus den Pandora Papers ersichtlich ist. Nach dem Maidan erhielt die Ukraine 11 Milliarden Dollar vom IWF; letztlich kostete Kolomoiskijs Privatbank, die dem Eigentümer nicht gedeckte Kredite für Immobilien von 2008 bis 2016 gab, die Ukraine 5,5 Milliarden Dollar (siehe Verlautbarung des US- Justizministeriums). Auch wenn man gegen kolportierte Bilder von Selenskij immun ist und sein Gehabe peinlich und lächerlich findet, sollte man sich dessen bewusst sein, wie es bei anderen verfängt. Deshalb ist es notwendig, sich die Beispiele in der kritischen Doku anzusehen, die auch das Fotoshooting der Selenskijs für die Vogue als „Portrait of Bravery“ erwähnt. Mit perfekter Inszenierung, die via Social Media von naiven Menschen weitergetragen wird, ist eine Illusion kreiert worden, mit der sich scheinbar jede noch so absurde Forderung verkauft lässt. Frauen und Männer werden getriggert und in den Dienst einer Agenda gestellt, ohne dies auch nur zu ahnen; dazu kommt C als gute Vorbereitung. So erklärt sich der nahtlose Wechsel von „ich bin geimpft!“ auf „Stand with Ukraine!“ sprich: „I’m for the current thing“.

Wenn Emotionen den Verstand ausschalten sollen, werden Widersprüche nicht erkannt; zum Beispiel, dass die Selenskijs von ihrem Reichtum nichts abgeben oder dass sie eine Villa in Italien um 55.000 Euro an Russen vermieten, deren Kauf im Jahr 2017 3,8 Millionen Euro kostete. In Forte dei Marmi findet man auch russische Oligarchen wie Oleg Deripaska oder Roman Abramovich. Es geht auch um das Veruntreuen von Waffen oder selbst Hilfslieferungen, von dem das unverschämte Verhalten von Politikern und Diplomaten ablenken soll. Wir sind in einer Mafia-Operation mit geopolitischem Touch und sollen uns für ein Land finanziell ruinieren, das nichts mit uns verbindet. Dazu kommen Flüchtlinge, die ebenso zur Destabilisierung beitragen wie jene, die mit Schleppern viele Grenzen überwinden. Auch im Schlepper-Business gibt es viele Ukrainer, die uns dadurch ein weiteres Mal Schaden zufügen. Bei Kolomoiskij muss auch daran erinnert werden, dass er von 2014 bis 2015 Gouverneur der wirtschaftlich wichtigen Region Dnepropetrowsk war und nicht nur das Asow-Bataillon finanziert. Außerdem steht er laut USA hinter der Energiefirma Burisma, deren Verwaltungsrat Hunter Biden angehörte, aber auch Aleksander Kwasniewski. Der ehemalige polnische Präsident lobbyierte mit Alfred Gusenbauer und Romano Prodi zuerst für Nursultan Nasarbajew (Ex-KGB) für Kasachstan und dann für den Putin-Mann Janukowitsch in der Ukraine (allen drei Ex-EU-Staatschefs werden KGB-Verbindungen nachgesagt). Es macht Sinn, sich kritische Analysen zu den letzten beiden US-Präsidentschaftswahlen nochmals anzusehen. Und auch neue Aspekte beim Impeachment-Versuch der Demokraten gegen Donald Trump 2020 zu entdecken, der viel mit der Ukraine zu tun hatte.

Nach außen sah es so aus, als wollte Deutschland Vitali Klitschko in Stellung bringen gehen den zunächst von den USA unterstützten Arsenji Jazenjuk. Aber was, wenn wir bei Angela Merkel und jetzt bei der von ihr gepushten Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen am die russische Gerasimow-Doktrin denken sollten? Diese legt den Anteil hybrider Mittel der Kriegsführung fest, der weit höher sein soll als der rein militärische; dazu gehört, selbst auch die Opposition zu dem zu stellen, was man verdeckt angestoßen hat. So erklärt sich auch, dass nahezu alle Akteure im Sanktionsfieber, die unbedingt der Ukraine „helfen“ wollen, selbst zum Putin-Netz gehören. Ich habe das im Detail dokumentiert und zeige hier nur das Beispiel oben. An der Strabag sind Raiffeisen, Deripaska und Hans Peter Haselsteiner und verdeckt auch Siegfried Wolf beteiligt, der bei Events schon mal mit Ministerin Karoline Edtstadler posiert. Seit 2010 ist Gusenbauer Aufsichtsvorsitzender und man kann um diese und andere Firmen ein Netzwerk miteinander und nach Russland nachvollziehbar machen. Anbetracht von hybrider Kriegsführung und Geheimdiensten ist bezeichnend, dass Medien solche Hintergründe verschleiern, indem scheinbare Experten auftreten, die fast alles übersehen. Strabag, Raiffeisen und auch Martin Schlaff spielten schon eine Rolle, als 2015/16 mit illegaler Einwanderung destabilisiert wurde. Selesnskij als Putin-Clown würde jetzt seiner Funktion nicht gerecht werden, wenn er für Frieden eintritt, statt die Erpressung des Westens voranzutreiben.





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Von Veritatis

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