Die Nachricht haben Sie sicher schon gelesen: Für das G7-Außenministertreffen in Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, ließ das Auswärtige Amt das mittelalterliche Ratskreuz aus dem Friedenssaal des Rathauses abhängen – neudeutsch: canceln. „Ein einmaliger Vorgang“, findet der „Cicero“. „Eine Beleidigung für Münster“, empört sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Nacke. Und selbst der Bischof äußert „sein Befremden über die Maßnahme“ – obwohl Kirchenfürsten heute ja zuweilen selbst schon das Kreuz ablegen, wie am Tempelberg in Jerusalem 2016 geschehen.

Offiziell erfolgte die Abnahme des Kreuzes „aus Rücksicht“ gegenüber den Gästen. So zumindest die offizielle Begründung. Doch was steckt wirklich dahinter? Und wie viel Doppelmoral liegt hier vor? Denn nicht allzu lange vor der Abnahme des mittelalterlichen Ratskreuzes in Münster wurde in Köln der Muezzin-Ruf eingeführt. Hand aufs Herz: Warum soll sich ein Außenminister eines der sieben G7-Staaten (außer vielleicht Baerbock selbst?) von einem historischen Kreuz in einem Rathaus beeinträchtigt fühlen? Oder von dem Bibelspruch auf einer historischen Rekonstruktion in Berlin, für dessen Verhüllung Claudia Roth sorgte? Und um den Gedanken weiter zu drehen: Wenn das nach grüner Weltsicht der Fall ist – warum dürfen sich dann Einwohner Kölns nicht durch den Muezzin-Ruf gestört fühlen?

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Aber ich glaube, mit diesen Ausführungen mache ich einen großen Fehler: Ich versuche, rational und logisch an die Sache heranzugehen. Aber wir haben es hier offenbar mit etwas Irrationalem zu tun: Einer aus dem Inneren heraus kommenden Abneigung, ja bei manchen sogar Ekel gegenüber dem eigenen Land und seiner Tradition. Und damit auch gegenüber dem Christentum. Konnte man das Abnehmen der Kreuze durch die Bischöfe auf dem Tempelberg noch als Demutsgeste oder Unterwerfung interpretieren, so fällt diese Begründung bei einem Gipfel, an dem keine islamischen Staaten teilnahmen, aus. Wer keine Abneigung gegen das Kreuz als Ur-Symbol des Christentums empfindet, käme nicht mal auf die Idee, es für einen Gipfel der westlichen Staaten abzuhängen. Einziges nicht-christliches Land auf dem Gipfel ist Japan – das aber keine Probleme mit dem Christentum hat, zumindest nicht mit christlichen Symbolen in einem christlichen Land.

Die Erklärung des Auswärtigen Amtes für die Kreuz-Entfernung – dass Menschen mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund kämen – sei ein „verkürztes Verständnis von Toleranz“, kritisierte das Bistum Münster: „Das Kreuz steht – auch, wenn das nicht immer eingehalten wurde und wird – für Toleranz, Friedfertigkeit und Mitmenschlichkeit. Das Kreuz steht für die Überwindung von Gewalt und Tod.“ Traditionen und damit verbundene Symbole, die Ausdruck von Werten, Haltungen und religiösen Überzeugungen seien, ließen sich „nicht einfach abhängen“. Vielmehr könne es hilfreich sein, sich damit zu befassen und auseinanderzusetzen, so die katholische Diözese laut Cicero.

Besonders bizarr: In der historischen Ratskammer, aus der jetzt das Kreuz entfernt wurde, ist 1648 der Westfälische Frieden geschlossen worden. Hier wurde also der Dreißigjährige Krieg beendet. „Rechts und links an der Schrankwand mit dem nun entfernten Kreuz aber sind unter anderem auch biblische Szenen dargestellt und Heilige werden porträtiert“, schreibt der „Cicero“. „Maria Magdalena ist zu sehen und der Heilige Georg mit dem Drachen. Nichts von alledem wurde verhüllt, wahrscheinlich wurde das Bildprogramm von den Berliner Aufpassern gar nicht verstanden.“

Aber das Abhängen des Kreuzes durch Baerbocks Ministerium ist nicht nur ein Zeichen für den Bildungsnotstand. Es offenbart neben dem Fremdeln der Grünen mit ihrem eigenen Land und seiner christlichen Tradition, dass die Dauer-Parolen von „Offenheit“, „Buntheit“ und „Toleranz“ nichts anderes als sinnentleerte, ja ins Gegenteil verkehrte Phrasen sind.

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„Sie vernichten unser Land“ – ZDF-Urgestein Peter Hahne rechnet ab mit dem rotgrünen Irrsinn:

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Bild: Shutterstock

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Von Veritatis

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