Von Kai Rebmann

In Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einer brutalen Messerstecherei gekommen. Die Tat ereignete sich gegen Mitternacht in der Innenstadt unweit des Naheufers vor der bekannten Bar „Cheers“ in der Viktoriastraße. An der Auseinandersetzung waren fünf bis acht Männer und Frauen beteiligt. Dabei soll es sich ausschließlich oder zumindest ganz überwiegend um Bulgaren gehandelt haben. Die Mitglieder der Gruppe sollen miteinander verwandt und in Streit um Geld geraten sein. Nachdem sich die Schlägerei vor das Lokal verlagert hatte, eskalierte diese und es wurden Messer gezückt. Einem 41-jährigen Mann wurden im weiteren Verlauf beide Füße abgehackt. Das Opfer wurde noch in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert, wo es an den Folgen seiner Verletzungen verstorben ist.

So oder so ähnlich berichteten in den ersten Stunden nach bzw. sogar noch in der Horror-Nacht viele Medien, insbesondere zahlreiche Tageszeitungen in Rheinland-Pfalz. Um 14:55 Uhr folgte am Samstagnachmittag das Dementi der Polizeiinspektion Bad Kreuznach. Das Papier trägt den Titel „Richtigstellung von Fehlinformationen bezüglich einer Körperverletzung mit Todesfolge nach Rangelei in einer Gaststätte in Bad Kreuznach“. Neben einer „Rangelei“ ist unter anderem von „einer Stichverletzung“ die Rede, die todesursächlich gewesen sein soll. Doch leider handelt es sich bei diesen Begriffen um eine irreführende Verharmlosung, wie wir noch sehen werden.

Der Polizei zufolge seien im Laufe des frühen Samstags „im Netz vermehrt Falschinformationen bezüglich des Tatwerkzeuges und der Verletzungen des Verstorbenen“ aufgetaucht. Es sei daher klarzustellen, „dass KEINE Körperteile abgetrennt wurden.“ Weshalb man etwas, das angeblich nicht stattgefunden hat, auf eine solche Weise und derart ausdrücklich betonen muss, wird das Geheimnis der Polizei bleiben. Abschließend heißt es: „Diese Stichverletzung wurde, nach bisherigem Kenntnisstand, mit einem Messer verursacht. Es gibt bisher auch keine Hinweise auf ein politisches bzw. religiöses Tatmotiv.“

Medien folgen dem Dementi der Polizei

Genau diese Version wurde dann auch von den Medien übernommen, die zuvor noch von abgetrennten Körperteilen berichtet hatten. Die „Bild“ zitierte einen Polizeisprecher, der dies als „blanken Unsinn“ bezeichnete. Und auch die „Rhein-Zeitung“ oder die „Allgemeine Zeitung“ setzten zum Zurückrudern an und sprachen in diesem Zusammenhang von „Falschinformationen“. Aber: Die einzige Falschinformation ist die vermeintliche „Richtigstellung“ der Polizei!

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Ein Leser schickte uns Beweisfotos, die offenbar von einem Anwohner aufgenommen wurden und die ganze Brutalität des Angriffs bzw. dessen Folgen dokumentieren. Auf einem der Bilder sind das auf dem Boden liegende Opfer, ein Polizist, zwei Notärzte (wovon einer offenbar entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt) sowie ein weiterer Helfer zu sehen – und die beiden abgetrennten Fußstümpfe. Die Aufnahmen liegen unserem Team vor, von einer Veröffentlichung haben wir aufgrund des verstörenden Inhalts und des Quellenschutzes Abstand genommen. Nur so viel: Von „einer Stichverletzung“ – laut Polizei soll es auch nur eine (!) gewesen sein – kann keine Rede sein…

Ein Abgleich der Umgebung mit Google Maps hat zudem ergeben, dass die Bilder zweifelsfrei vom Tatort in der Viktoriastraße in Bad Kreuznach stammen und auf Höhe der besagten Bar aufgenommen wurden. Hinweise auf eine sonstige Manipulation des Materials konnten nicht festgestellt werden. Eine Bild-Rückwärtssuche bei Google ergab keinen Treffer. Es ist also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Bilder tatsächlich vom Tatort stammen, zur Tatzeit aufgenommen wurden und auch nicht manipuliert worden sind. Dies wiederum lässt nur den Schluss zu, dass sich die „Rangelei“ so abgespielt hat, wie es in den ersten Berichten darüber dargestellt wurde.

Wenn die Wirklichkeit zu brutal ist

Unser Informant kommentierte die übermittelten Beweisfotos wie folgt: „Im Anhang können Sie sehen, dass die Füße sehr wohl abgehackt wurden … Es kann nicht sein, dass solche Taten in Deutschland verschwiegen oder vertuscht werden. Das ist ein Riesenskandal … Wir werden noch andere Medien kontaktieren, damit die Wahrheit an die Öffentlichkeit kommt.“ Man wird gespannt sein, wie viele Medien den Hinweis aufgreifen und eine Richtigstellung der „Richtigstellung“ vornehmen.

Erst vor wenigen Tagen ist es in Ludwigshafen zu einer ähnlich brutalen Bluttat gekommen. Verglichen damit, wie in anderen Zusammenhängen über so etwas berichtet wird bzw. worden wäre, kann man die Reaktionen von Politik und Medien in beiden Fällen nur als „bewusstes Wegsehen“ bezeichnen. Will man bei Behörden, Politik und Medien schlicht nicht wahrhaben, dass die Transformation der Gesellschaft in Deutschland unmittelbar auch mit einer Verrohung derselbigen einhergeht? Weshalb werden solche Akte der Barbarei in schöner Regelmäßigkeit auf eine fast schon fahrlässige Art und Weise verharmlost oder am besten gleich ganz verschwiegen?

Die Antworten liegen auf der Hand. Zu viele Berichte über derart abscheuliche Verbrechen wie jene in Ludwigshafen oder jetzt in Bad Kreuznach würden das Narrativ vom „besten Deutschland aller Zeiten“ gehörig ins Wanken, wenn nicht vollständig zu Fall bringen. Natürlich sind Mord und Totschlag so alt wie die Menschheit selbst und dementsprechend auch in Deutschland nichts gänzlich Neues. Brutalität und Häufigkeit dieser Kapitalverbrechen nehmen jedoch in einem Maße zu, dass einem angst und bange werden muss.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shuttserstock

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