Griechenland will in den kommenden Tagen mit der Erdgaserkundung südwestlich der Insel Kreta beginnen. Das könnte den Konflikt Griechenlands mit der Türkei weiter verstärken. Umweltverbände warnen vor enormen Umweltschäden. Der Westen schaut weg, weil er Bezugsquellen für Erdgas braucht.

Inmitten der Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei über Hoheitsrechte im Mittelmeer und der Suche Europas nach alternativen Energiequellen aufgrund des Ukraine-Krieges will Athen südwestlich der Insel Kreta vermutete Gasvorkommen erkunden. Das sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montag. Ziel sei es, in Erfahrung zu bringen, ob Griechenland angesichts der Energiekrise selbst Energie aus Gas gewinnen könnte, fügte der Regierungschef hinzu. Das sei nicht nur für das Land, sondern auch für die EU wichtig. Mit den Forschungsarbeiten ist der US-Konzern ExxonMobil beauftragt, der mit dem griechischen Staatsunternehmen Edey zusammenarbeiten soll.

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Das Projekt wird von Umweltverbänden heftig kritisiert. Diese argumentieren, dass die Tiefseebohrungen “unerträgliche” Folgen für die gefährdeten Mittelmeerwale und -delfine hätten. Die Kritiker weisen auch auf das mögliche Risiko von Leckagen hin und sagen, dass das Projekt, wenn es erfolgreich ist, Griechenlands Verbrauch an fossilen Brennstoffen inmitten der Klimakrise erhöhe.

Mitsotakis betonte am Montag, dass Griechenland sich weiterhin für einen “schnellen grünen Übergang” einsetzen werde. Er fügte aber hinzu: “Unser Land … muss sich vergewissern, ob es derzeit in der Lage ist, Erdgas zu produzieren, das nicht nur zu unserer eigenen Energiesicherheit, sondern auch zu der Europas beitragen würde.”

Die möglichen Gasausbeutungen könnten Griechenlands Konflikt mit der Türkei um Territorialgewässer im östlichen Mittelmeer weiter verstärken. In einem Abkommen mit Libyen hatte Ankara Griechenland 2019 das Recht auf eine ausschließliche Wirtschaftszone südlich von Kreta und vor der Dodekanes-Inselgruppe, zu der etwa Rhodos und Kos gehören, abgesprochen.

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Von Veritatis

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