Der iranische Flüchtling Mehran Karimi Nasseri ist tot. Er hat 18 Jahre lang im Pariser Flughafen Charles de Gaulle gelebt und gilt als Vorbild für Steven Spielbergs Spielfilm “Terminal”. Laut Medien soll er seine letzten Wochen wieder auf dem Flughafen verbracht haben.

Der iranische Flüchtling Mehran Karimi Nasseri, der mehr als 18 Jahre lang im Pariser Flughafen Charles de Gaulle gelebt hatte, starb am Samstag im Alter von 76 Jahren. Der Tod ereilte den Mann im Terminal F2 des internationalen Airports. Laut Medienberichten deckte der Flughafen seinen Platz mit einem weißen Laken ab.

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Die beispiellose Story Nasseris hatte im November 1988 begonnen. Der Iraner verlor bei einer Zwischenlandung im Transitbereich des Pariser Flughafens seine Papiere. Er konnte seinen Flüchtlingsstatus nicht mehr nachweisen, da er nach eigenen Angaben in den 1960er-Jahren wegen eines Protestes gegen den damaligen Schah Mohammad Reza Pahlavi aus seiner Heimat verbannt worden war. Der Mann durfte weder weiterreisen noch den Flughafen verlassen.

Nasseri richtete sich daraufhin im Terminal 1 ein. Jahrelang bemühte er sich vergeblich in mehreren europäischen Ländern um Aufnahme. Im Jahr 1999 bekam er ein Visum für Frankreich, blieb aber in seiner Nische unter einer Flughafenrolltreppe, wo er sich häuslich eingerichtet hatte.

Erst im Jahr 2006 verließ der Flüchtling den Airport für einen Krankenhausaufenthalt und lebte danach in einem Heim. Nasseris Geschichte inspirierte Steven Spielberg im Jahr 2004 zu seinem Film “Terminal” mit Tom Hanks. Mit dem Geld, das er für den Film bekam, zog der Iraner in ein Hotel um. Seit einigen Wochen aber lebte er wieder im Flughafen und saß stets an derselben Stelle mit seinen Habseligkeiten in einem Trolley, berichteten Flughafenangestellte der Zeitung Le Parisien.

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Eine Angestellte schilderte, Nasseri sei immer sehr ruhig gewesen und habe niemandem Probleme bereitet. Er habe mit niemandem gesprochen und nie um Geld gebeten. Ein anderer Angestellter teilte mit, der Mann habe zuletzt kaum noch gesprochen und in die Leere gestarrt.

In dem Film “Terminal” spielt Hanks einen Mann aus dem erfundenen osteuropäischen Land Krakosien. Der Protagonist namens Viktor Navorski landet auf dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy, während sein Heimatland, das von den USA diplomatisch nicht mehr anerkannt wird, im Bürgerkrieg versinkt. Deswegen kann er weder ein- noch ausreisen.

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(rt / dpa)

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Von Veritatis

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