Mit einer Ladekapazität von 250 Tonnen war die An-225 das einzige Flugzeug seiner Art.Foto: iStock

Das zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges zerstörte Frachtflugzeug Antonow An-225 galt als fliegendes Nationalsymbol der Ukraine. Über einen Wiederaufbau wird seit Monaten spekuliert.

Fliegt sie irgendwann wieder oder fliegt sie nicht? Schon seit Wochen munkelt das Internet, dass damit begonnen wurde, das im Krieg zerstörte größte Frachtflugzeug der Welt, die Antonow An-225, zu reparieren – oder neu aufzubauen.

Konkret und oft zitiert wurde Eugene Gavrylov, Generaldirektor des Flugzeugbauers. Dieser kommentierte den Stand der neuen Maschine gegenüber der „Bild“ wie folgt: „Die Arbeiten an der Maschine laufen an einem geheimen Ort. Die nie fertiggestellte zweite An-225 wird um Teile der bombardierten Maschine und neue Teile ergänzt“.

Auf dem offiziellen Twitter-Account des Unternehmens Antonow nahm der Flugzeugbauer nun erstmals Stellung zu den Berichten:

Die von „Bild“ und einigen ukrainischen Medien verbreiteten Informationen über den amtierenden Generaldirektor des Unternehmens ANTONOW und den Bau der neuen „Mriya“ waren nicht korrekt. Jetzt haben die Planungsarbeiten in diese Richtung begonnen.“ [Anm. d. Red.: Der Originalbeitrag erschien auf ukrainisch.]

Wie realistisch ist der Neubau einer An-225?

Auf der offiziellen Webseite des Herstellers wurden bisher keine Ankündigungen oder Informationen zum Neubau eines Frachtfliegers der Machart An-225 bekannt gegeben. Berichten zufolge sollten Arbeiten an der zweiten An-225 – dessen Fertigstellung in den 90er-Jahren aus finanziellen Gründen abgebrochen wurde – wieder aufgenommen werden.

In den vergangenen Jahren führte das Flugzeug kommerzielle Transportflüge durch, für die jede andere Maschine zu klein gewesen wäre – zum Beispiel für Generatoren, ganze U-Bahnen oder Panzer. Dank dieser enormen Ladungskapazität von 250 Tonnen besteht durchaus Interesse, eine solche Maschine wieder in Betrieb zu nehmen oder neu bauen zu lassen.

Doch die Wiederherstellung ist kostspielig. Der Chefpilot der An-225, Dmytro Antonow, spekulierte vorsichtig, dass Beträge in Höhe von 250 Millionen US-Dollar benötigt würden. Andere Schätzungen gehen sogar von Summen im Milliardenbereich aus. Dmytro Antonow hofft auf Unterstützung aus der Politik und auf die sich für die Luftfahrt begeisternde High-Society, wie zum Beispiel Elon Musk.

Andere Stimmen sind sich allerdings einig, dass nach Beendigung des Krieges in der Ukraine für die Bewohner erst einmal andere, lebensnotwendige Wiederaufbauprogramme Priorität haben werden. Demnach könnte die Finanzierung für das Unternehmen Antonow weiter hinten anstehen – wenn nicht ein anderes, wohlhabendes Land oder privater Financier den Aufbau der An-225 erwirken möchte.

Die Wrackteile sowie die restlichen Teile der Flotte hat der Flugzeugbauer zum Flughafen Leipzig/Halle verfrachtet. Dort war die An-225 in der Vergangenheit mehr als 30-mal gelandet. In Zeiten der Corona-Pandemie brachte die Aufsehen erregende Maschine Unmengen medizinischer Güter nach Deutschland. Im Gedenken an die zerstörte Maschine und deren Geschichte wurde eine Ausstellung im Check-In-Bereich des Flughafens eingerichtet.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!




Quelle Link

Von Veritatis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

sechzehn + 20 =