Absurd: AfD-Baden-Württemberg stimmt „LSBTTIQ+"-Irrsinn zu
Bildschirmfoto der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg; Bildkomposition: Info-DIREKT

Erst gab es einige Irritationen, als es in den Nachrichten hieß, dass der Landtag in Baden-Württemberg „einstimmig“ annahm, das Bundesland zu einem „LSBTTIQ+ Freiheitsraum“ zu erklären. Immerhin sitzt im „Ländle“ dort auch die AfD vertreten. Doch die bestätigte ihre Zustimmung – mit einer absurden Begründung.

Ein Kommentar von Joachim Wiessner.

Schon der von der SPD eingebrachte Antrag, Baden-Württemberg zu einem „LSBTTIQ+ Freiheitsraum“ zu erklären, dürfte für einige Verwirrung gesorgt haben. Die Bedeutung des Kürzels „LGBTIQ“ ist mittlerweile „dank“ der massenmedialen Propaganda immer mehr Deutschen bekannt, doch selbst aufmerksame Verfolger der Politik dürften nicht wissen, zu was für einem „Freiheitsraum“ das südwestliche Bundesland eigentlich erklärt wurde. Das sperrige Kürzel steht für „lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer“, wie Baden-Württemberg nun konkret zu einem Freiheitsraum dafür werden soll oder was ein solcher überhaupt ist, bleibt unerklärt.


Absurde Begründung

Erklärt wurde hingegen, wieso die AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag geschlossen für den Antrag gestimmt hat. Immerhin wird die Partei von ihren Wählern auch für ihren Widerstand gegen die umfassende Gender-Politik gewählt und „LSBTTIQ+“ steht zwar für allerlei sexuelle Minderheiten, aber nicht für ein konservatives Familienbild. Gegenüber dem patriotischen Medium Freilich begründete die Partei ihre Entscheidung wie folgt:

„Die AfD will Freiheitsräume für alle Menschen. Insofern können wir gar nicht dagegen stimmen, zumal es um Minderheiten geht. Wie wir in der Debatte betonten, wird diese Minderheit gerade von Menschen aus anderen Kulturkreisen bedroht – der Täter des explizit genannten Verfalls beim CSD in Münster ist genau dieser Herkunft. Wir wehren uns also gegen eine ideologische Überhöhung dieser Minderheit, die bestimmte Tätergruppen ausblendet. Wegen dieser Tätergruppen stimmten wir zu.“

Falsch verstandene „Vernunft“

Damit will sich die Partei anscheinend wieder einmal als die „vernünftige“ und „ideologiefreie“ Opposition darstellen, die sie nach der Meinung einiger ihrer bürgerlichen Vertreter unbedingt sein sollte. Nun besteht leider das Problem, dass man mit einer solchen vermeintlichen „Vernunft“ und „Ideologiefreiheit“ gegen einen ideologischen Gegner immer verliert. Das zeigt sich schon, wenn man sich die Begründung für den absurden Antrag durchliest. Er ist explizit als Antwort auf die konservative Familienpolitik in Polen formuliert worden. So erklärt Florian Wahl, queerpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, gegenüber dem Lobbyportal „queer.de“:

 „Der fraktionsübergreifende Beschluss ist als klare Reaktion auf die Einrichtung sogenannter ‚LGBT-freier Zonen‘ in Polen zu verstehen.“

Wohin die Reise gehen soll, machte er auch mehr als deutlich: Es sei ein „Zeichen der Selbstverpflichtung, dass wir noch besser, noch offener, noch liberaler werden müssen“.

Wer sich anbiedert verliert

Der Versuch der AfD, sich als Verteidiger von Schwulenrechten gegen intolerante Migranten zu positionieren, muss bei solch klarer ideologischer Aufladung zwangsläufig scheitern. Im Endeffekt hat man nicht bei den eigenen Wählern und dem eigenen Vorfeld für Irritationen gesorgt, sondern auch noch für einen Antrag gegen das eigene Familienbild und dessen teilweisen Umsetzung im Nachbarland gestimmt.

Der vermutlich von der AfD-Fraktion erhoffte Applaus blieb zudem aus. Etablierte Medien stellen nämlich nun zurecht die Fragen, wieso die Partei im Landtag den Antrag als „lächerliche Regenbogensymbolpolitik“ bezeichnet diesem aber trotzdem zustimmt. Eine echte Alternative zu den Altparteien sieht anders aus!

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Von Veritatis

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