Mit dystopischen „Faser-Klumpen im Blut“ heizt die Dokumentation die Diskussion zu Impfschäden weiter an. Das Werk will eine Erklärung für die Übersterblichkeit geben und wird zugleich als Anti-Impf-Propaganda und Falschinformation betitelt. Ein Blick auf die aktuelle Lage zu Impf-Nebenwirkungen.

In der Dokumentation „Died Suddenly” („Plötzlich gestorben“) wird die These untersucht, ob es seit der Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen eine Zunahme von plötzlichen Todesfällen gab. Tote geimpfte Menschen wurden obduziert und es zeigt sich eine Gemeinsamkeit vieler Verstorbener: Weiße Faser-Klumpen in den Venen.

Zu Beginn der Dokumentation werden Szenen eingespielt, die sich mit der Frage nach Entvölkerung und Verminderung der Menschheit beschäftigen. Bereits im Trailer wird gesagt, dass „die Wahrheit über den größten anhaltenden Massenvölkermord in der Menschheitsgeschichte präsentieren“ werde. Die COVID-Impfstoffe samt ihren Folgen werden im Verlauf des Videos besonders in den Fokus genommen.

Die Dokumentation ist auf Twitter zu sehen und wurde bereits nach 16 Stunden fast 20.000 Mal geteilt. Über 766.000 Zuschauer haben die Dokumentation gesehen. 24 Stunden später hat die Dokumentation 1,3 Millionen Aufrufe.

Insgesamt geht das Video 1 Stunde und 8 Minuten, begrüßt wird mit den Worten „Dieser Film ist nicht für Kinder geeignet“. Es folgen Berichte von Personen, die an Impfschäden leiden, Videos, in denen Menschen plötzlich bewusstlos werden und Bilder, in welchen lange und dicke Faser-Klumpen aus den Venen Verstorbener gezogen werden. „Als die Monate vergingen, wurden die Klumpen bei jeder Person schlimmer. Die Quantität von ihnen war viel größer und sie wurden länger“, sagt die Einbalsamiererin Nicky Rupright King in der Dokumentation.

Berichte über Impfnebenwirkungen in Deutschland

Auch in Deutschland nehmen die Berichte über Impfnebenwirkungen zu. Im August erschien im mdr ein Bericht über das sogenannte Post-Vac-Syndrom: Menschen können nach der COVID-19-Impfung eine Autoimmunreaktion, d.h. schwere Entzündungen im Körper, erleiden, die einen Angriff auf das Immunsystem darstellen. Zudem können Impfstoffe gegen Corona schwere Nebenwirkungen wie Atemnot, Gelenkschmerzen und dauernder Müdigkeit zur Folge haben. In schweren Fällen können die Nebenwirkungen dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) gleichen.

In einem Interview mit dem MDR sprach der US-Pharmazieprofessor Peter Doshi  über Impfstoffe gegen Corona und Nebenwirkungen. Er konnte mit seinem Team ein 16 Prozent höheres Risiko für gefährliche Nebenwirkungen bei Impfungen nachweisen als bisher bekannt. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift „Vaccines“. In dem Interview fasst er zusammen:

„Wir haben herausgefunden, dass sowohl die Pfizer- als auch die Moderna-Studien einen deutlichen Hinweis darauf geben, dass bei den Geimpften ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen besteht. Schwere Nebenwirkungen sind Nebenwirkungen, die die Unternehmen selbst als äußerst schwerwiegend eingeordnet haben und die eine Hospitalisierung zur Folge haben können. Die Studiendaten legen nahe, dass wir bei rund einem von 800 Geimpften ein erhöhtes Risiko dieser schweren Nebenwirkungen haben, also eine zusätzliche schwere Nebenwirkung pro 800 Geimpften. Das ist sehr viel häufiger als bei anderen Impfungen, bei denen die Rate bei einem von 1 Million Geimpften liegt.“

Covid-19-Impfung: Schaden übersteigt Nutzen

Der mdr fragte den Pharmaprofessor über die Risiko-Nutzen-Abwägung. Er glaubt, dass „im Laufe der Zeit die Gruppe derer, bei der die Vorteile die Risiken überwiegen, kleiner werden wird.“ Weiter erklärt er, dass die Daten für diejenigen mit geringem Risiko eindeutig zeigen würden, dass das Handeln neu bewertet werden müsse.

 

Ich denke, dass es wichtig wäre, als Nächstes herauszufinden, bei welchen Personen ein Risiko für diese schweren Nebenwirkungen besteht. Und wenn das die Bevölkerungsgruppe mit geringem Risiko ist, dann sind das sehr schlechte Nachrichten. Denn die Personen mit geringem Risiko haben dann potenziell viel weniger Vorteile durch die COVID-Impfungen.“

Solche Informationen würden durch die Rohdaten der Studienteilnehmer ermittelt werden können. Beispielsweise die FDA, die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel, hat diese Daten – Der EMA, der Zulassungsbehörde der EU, die Rohdaten allerdings nicht freigegeben. „Aber um das Risiko-Nutzen-Verhältnis der einzelnen Risikostufen zu bestimmen, z.B. der verschiedenen Altersgruppen, braucht man diese detaillierteren Daten“, schlussfolgert er.

Post-Vac keine definierte Erkrankung

Impfstoffe mit einer hohen Quote an Nebenwirkungen wie von COVID-Impfstoffen wären in den vergangenen Jahren bereits vom Markt genommen, erklärt Doshi. Als Beispiel nennt er das Guillain-Barré-Syndrom, welches 1996 als Folge von Impfungen auftrat. Die entsprechenden Impfstoffe wurden daraufhin nicht mehr vermarktet.

Das Paul-Ehrlich-Institut meldet jedoch, dass Impfnebenwirkungen bei COVID-Impfstoffen selten sind: Vom 27.12.2020 bis zum 30.06.2022 wurden insgesamt 182.717.880 Impfungen durchgeführt. In demselben Zeitraum wurden dem PEI 323.684 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen gemeldet. Die Melderate von Verdachtsfällen betrug laut PEI für alle Impfstoffe zusammen 1,8 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, für Verdachtsfälle schwerwiegender Nebenwirkungen und Impfkomplikationen 0,3 Meldungen pro 1.000 Impfdosen.

Außerdem negiert das PEI ein Risiko eines chronischen Müdigkeitssyndroms und Zyklusstörungen:

„Eine Auswertung zu Meldungen von chronischem Müdigkeitssyndrom und Long COVID-ähnlichen Beschwerden ans Paul-Ehrlich-Institut und ein Vergleich mit internationalen Meldungen in der Nebenwirkungsdatenbank bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hat bis zum Datum dieser Auswertung kein Risikosignal ergeben. Letzteres gilt auch für eine Auswertung von Verdachtsfallmeldungen aus Deutschland zu verschiedensten Zyklusstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter und Krampfanfällen nach COVID-19 Impfstoffen.“

Weiter bezeichnet das PEI Post-Vac nicht als definierte Bezeichnung einer Erkrankung: „‚Post-Vac‘ stellt dabei keine definierte Bezeichnung einer Erkrankung dar. Der Begriff meint offenbar verschiedene Beschwerden, wie sie auch mit Long COVID in Verbindung gebracht werden. Häufig fehlen allerdings wichtige klinische Informationen, sodass die diagnostische Sicherheit oft nicht beurteilt werden kann.“

Auch der Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht in einem Video des Formates „KarlText“ vom Bundesministerium für Gesundheit über Impfnebenwirkungen und das Post-Vac-Syndrom. Seine einleitenden Worte sind: „In sehr seltenen Fällen können nach der Schutzimpfung auch entsprechende Nebenwirkungen vorkommen.“ Er fügt allerdings sogleich an: „Alles in allem sind diese Nebenwirkungen sehr selten, insbesondere die schweren Nebenwirkungen.“

Zudem gebe es nach Lauterbach keine Impfungen, die in Bezug auf die Nebenwirkungen so gut untersucht worden seien, wie die COVID-Impfungen.

Übersterblichkeit

In Deutschland gibt es derzeit eine Übersterblichkeit von 14 Prozent. Zunehmend gibt es Beobachtungen, die nahelegen, dass die Übersterblichkeit seit dem Beginn der Impfkampagne auftrete. Auch das RKI hat 2021 festgestellt, dass es eine Übersterblichkeit nicht nur wegen Corona gebe.

In England soll sich dem Thema der Übersterblichkeit näher gewidmet werden. Der Statistiker Jamie Jenkins und die Pathologin Clare Craig nannten viele weitere Gründe für eine Übersterblichkeit, unter anderem vermehrte unbehandelte Diabetesfälle und die alternde Bevölkerung. Es seien allerdings weiteren Auswertungen nötig.

Die Pathologin fügte hinzu: „Wir wissen vom Herbst 2020, dass es damals eine Überzahl an Todesfällen bei jungen Menschen gab, die über die COVID-Todesfälle hinausgingen und für die es keine [Erklärung] gab.“ Weiter äußert sie Bedenken, dass einige Todesfälle mit den COVID-19-Impfstoffen zusammenhängen könnten, die bekanntermaßen mit unerwünschten Wirkungen wie Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung in Verbindung gebracht werden.

„Ich denke, es gibt eine Menge Gründe, das zu untersuchen. Es gibt eine Menge Indizien, die darauf hindeuten. Und deshalb sollte das gründlich untersucht werden“, sagte Graig.

Enthüllung oder Fehlinformation

Die Dokumentation „Died Suddenly“ dürfte die Untersuchungen voranbringen und weiter anstoßen. Es gibt jedoch einige Stimmen, welche die Dokumentation als „antivaxx“-Kampagne und Anti-Impfung-Propaganda betiteln.

Die Virologin bei der Vaccine and Infectious Disease Organization an der University of Saskatchewan in Kanada, Angela Rasmussen, schreibt auf Twitter:

 

‚Died Suddenly‘ ist im Trend, also erspare ich Ihnen die Mühe, es anzusehen.
Es ist Anti-Impfung-Propaganda. Ein paar Stunden lang erzählen Trickbetrüger Lügen, damit Sie Ihnen Geld geben. Sogar die Hälfte der Menschen, die angeblich ‚plötzlich gestorben‘ sind, sind nicht gestorben!“

Auch der Journalist Tim Pool betitelt die Dokumentation als Verschwörung: „Diese Dokumentation ‚Died Suddenly‘ ist eine Verschwörung. All diese Einbalsamierer und Ärzte haben sich eindeutig zusammengefunden, um über diese Sachen zu lügen und Menschen fehlzuleiten, sich nicht zu impfen.“

Die Zeitschrift „The Daily Dot“ meint, dass die Dokumentation die Falschinformationspolitik nach der Twitter-Übernahme von Elon Musk teste. Unklar bleibe, ob Twitter nach Musks Kauf noch über eine funktionierende Pressestelle verfüge, so „The Daily Dot“.

Auch „Forbes“ stellt in einem Bericht über die Dokumentation bereits im Titel fest, dass „Died Suddenly“ unbegründete Behauptungen über die Entvölkerung des COVID-19-Impfstoffs erhebe.

Es gibt allerdings auch Gegenstimmen. „Ich war noch nie so sicher in meiner Entscheidung, ungeimpft zu bleiben, wie nachdem ich die Dokumentation ‚died Suddenly‘ gesehen habe. Muss gesehen werden“, so der Podcaster Eric Matheny auf Twitter.

Die Privatperson Ralph Toscan schreibt: „Die neuste Doku (auf FB mit einem Pharma-Warnhinweis versehen) ist seit vorgestern live. Pflicht für alle, die wissen wollen, woher die Übersterblichkeit kommt.“



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Quelle Link

Von Veritatis

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