Von Daniel Weinmann

Es ist eine jener unsäglichen Schikanen, mit der die Bundesregierung die Impfquote im Land erhöhen wollte: Menschen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten, wurden unter Druck gesetzt und zu einer fragwürdigen Impfung gedrängt. Getroffen hat es nicht zuletzt genau diejenigen Pflegekräfte, die sich – schlecht bezahlt – in vollen Kliniken aufopfern. Fachpersonal sollte sich bedingt zugelassene Vakzine verabreichen lassen, deren negative Nebenwirkungen es genau kennt. Lauterbach at its best, könnte man die Verhöhnung dieser im besten Sinne systemrelevanten Berufsgruppe auf den Punkt bringen.

Im Juni diffamierte der Gesundheitsminister die Betroffenen auf einer Kundgebung des Pflegepersonals der Gewerkschaft Verdi in Magdeburg. „Zunächst möchte ich all denjenigen danken, die heute hier sind und in den letzten zwei Jahren dafür gesorgt haben, dass Menschen, die krank geworden sind, überlebt haben“, so der SPD-Politiker. Danach folgte eine jeder Beschreibung spottende Unverschämtheit: „Diejenigen, die hier gegen die Impfung protestieren, haben dazu keinen Beitrag geleistet“, erdreistete sich der Panik-Papst.

Die Impfung ist nicht nur wirkungslos, sondern kontraproduktiv

Tempi passati, heißt es nun bald. Zwar leider nicht, was Lauterbachs (Un)wirken als Gesundheitsminister betrifft. Doch immerhin soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht auslaufen. Sang- und klanglos am 31. Dezember. Man muss eben kleine Brötchen backen im besten Deutschland aller Zeiten.

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Bezeichnend für die verfehlte Corona-Politik der Merkel-Regierung und deren ampelfarbenen Nachfolgern ist die Begründung für das Ende des sektoralen Impfzwangs. Sie stellt die Impfung grundsätzlich infrage und führt sie ad absurdum. Lauterbachs Gesundheitsministerium rechtfertigt dies mit der Dominanz sogenannter immunevasiver Corona-Varianten. Diese Erreger können der Immunantwort von Menschen, die geimpft und/oder genesen sind, besser entgehen als ihre Vorgänger. Mit anderen Worten: Die Impfung ist nicht nur wirkungslos, sondern kontraproduktiv.

Der Hintergrund: Im normalen Verlauf einer Infektion löst ein Krankheitserreger zunächst eine Antwort des angeborenen Immunsystems aus. Die fremden Antigene des Erregers, deren Signale durch die angeborene Immunantwort verstärkt werden, bringen sodann eine Immunantwort in Gang, die schließlich die Infektion beseitigt und einen Zustand schützender Immunität herbeiführt.

Entschädigung durch die Bundesregierung ist illusorisch

Genau dies ist bei Geimpften aber offenbar nicht mehr möglich. Was bislang als Verschwörung galt, nämlich die Schwächung des Immunsystems durch die Impfung, räumt das Gesundheitsministerium nun höchstselbst ein. Es ist allerdings nur ein sehr stilles Eingeständnis, bewusst oder unbewusst ignoriert von den reichweitenstarken Medien.

Der Mär vom Schutz vor schweren Krankheitsverläufen tut dies jedoch keinen Abbruch. Paradigmatisch dafür steht Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz. Zwar begrüßte er im „Handelsblatt“ das voraussichtliche Ende der Impfpflicht für die Beschäftigten in medizinischen Einrichtungen. Doch fügte er hinzu: „Die Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen und Tod, aber nicht vor Weitergabe des Virus.“

Alleingelassen dürften sich nun diejenigen fühlen, die sich dem Zwang beugten und in die Arbeitslosigkeit abrutschten. Eine Entschädigung durch die Bundesregierung ist in etwa so realistisch wie ein Schneesturm auf den Malediven.

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Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: nitpicker/Shutterstock

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