Das Stück “Die unendliche Geschichte” haben seit der ersten Aufführung am 26. November im Zwickauer Gewandhaus rund 3000 Kinder und Erwachsene gesehen. Am Mittwoch ist nun Premiere im Vogtlandtheater in Plauen.

Theater.

Der Roman “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende erschien 1979, der gleichnamige deutsch-US-amerikanische Fantasyfilm des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen nur fünf Jahre später, 1984. Wer die Geschichte von damals kennt, wird sich heute noch mit den Bildern von damals erinnern, wie er als Kind die Abenteuer des zehnjährigen Bastian Balthasar Bux – er ist der Held der Geschichte – quasi miterlebt hat. Gegen diese Bilder ist es manchmal schwer, aber nicht unmöglich anzukämpfen. Um “Die unendliche Geschichte” mit Mitteln der Bühne überzeugend zu erzählen, gingen das Theater Plauen-Zwickau unter dem neuen Intendanten Dirk Löschner und das vor sechs Jahren ausgegliederte Puppentheater Zwickau ihre erste Kooperationsarbeit ein. Die Aufführung findet in der neuen Sparte des Theaters, “Jupz!”, statt, die vor allem zum Ziel hat, Kinder und Jugendliche anzusprechen. Für Regie, Ausstattung und Puppenbau wurde die international mehrfach für ihre Puppen ausgezeichnete südafrikanische Regisseurin und Puppenbauerin Janni Younge engagiert. Die Musik schrieb Sebastian Undisz, musikalischer Leiter der Schauspielsparte des Theaters Plauen-Zwickau.

Wenn Schauspieler und Puppenspieler aufeinandertreffen

Gespielt wird das Stück von den Puppenspielern und -spielerinnen des Puppentheaters sowie von jungen Schauspielerinnen und Schauspielern der neuen Sparte des Theaters. Letztere mussten während der Proben noch das Puppenführen lernen – und das von äußerst unterschiedlichen Puppen. Denn Janni Younge griff ganz tief in die Puppenbauer-Trickkiste und zauberte eine breite Palette an Figuren – von überdimensional großen bis hin zu kleinen Fingerpuppen, letztere werden allerdings von den Puppentheater-Profis bespielt. Gut schlugen sich alle Beteiligten auf der großen Bühne. Besonders hervorzuheben ist der 19-jährige Mikko Will, der seit dieser Spielzeit seinen Bundesfreiwilligendienst am Theater Plauen-Zwickau absolviert. Ursprünglich als Souffleur eingeteilt, übernahm er zuerst die Aufgabe der erkrankten Regieassistentin, und ab Mittwoch sprang er für die verletzte Hauptdarstellerin Yasmin Dengg ein, die eigentlich den Bastian spielt. Dengg konnte noch die erste Aufführung – geplant als Premiere, gespielt als Vorpremiere am 26. November – vor Publikum spielen. Ab dann rettete der 19-Jährige die folgenden Zwickauer Vorstellungen.

Kinder folgen begeistert

Der Held der “Unendlichen Geschichte”, der lesebegeisterte, sitzen gebliebene Schuljunge Bastian, rettet in Endes Roman das Zauberland “Phantásien” vor seiner Auflösung ins Nichts und findet schlussendlich den Weg aus der Fantasiewelt in die Realität zurück, und damit aus der Einsamkeit heraus zu dem Vater, der ihm zuhört und seine “Unendliche Geschichte” glaubt. Freigegeben ist die als Schulaufführung konzipierte, 75 Minuten kurze Inszenierung für Kinder ab sechs Jahren.

Bei bisherigen Vorstellungen verfolgten auch Jüngere ganz furchtlos und aufmerksam das Geschehen auf der großen Bühne – frei von den vorgefertigten Bildern im Kopf. Es gab viel Applaus.

“Die unendliche Geschichte” hat im Vogtlandtheater Plauen am 7. Dezember, um 9.15 Uhr Premiere. Tickets gibt es an der Theaterkasse. » theater-plauen-zwickau.de

 



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Von Veritatis

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