Wladimir Selenskij hat in einem Interview erklärt, dass die “Rückeroberung der Krim” begonnen habe. Der ukrainische Staatschef betonte, dass zwar keine Militäroperation im Gange sei, der Prozess der Rückeroberung des Territoriums von Russland in den Köpfen der Menschen jedoch eingeleitet sei.

Die Ukrainer seien mittlerweile mental bereit, die Halbinsel Krim mit Gewalt von Russland zurückzuerobern, sagte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij am Sonntag in einem Interview mit dem französischen Sender TF1. Die “Rückeroberung” der Krim habe in den Köpfen der Ukrainer angeblich bereits begonnen, behauptete das ukrainische Staatsoberhaupt und deutete an, dass er die von Kiew “deokkupierte” Halbinsel bereits 2023 besuchen könnte. Konkret nach den Plänen Kiews für die Krim gefragt, erklärte Selenskij:

“Die Operation selbst hat noch nicht begonnen. Wenn sie beginnt, werden Sie auf jeden Fall davon hören.”

TF1 ergänzte der 44-Jährige zugleich, er persönlich glaube, “dass die Rückeroberung der Krim in den Köpfen der Menschen begonnen hat, und das ist sehr wichtig”. Selenskij zufolge reicht es für Kiew nicht aus, immer wieder zu betonen, dass die Krim zum ukrainischen Hoheitsgebiet gehöre. Die Ukraine müsse bereit sein, die Halbinsel mit Gewalt zurückzuerobern, denn Russland werde sie kaum aufgeben. Der ukrainische Staatschef betonte:

“Man sollte bereit sein und [auf die Krim] gehen.”

Selenskij fügte hinzu:

“Niemand würde die Krim einfach so aufgeben, ohne einen bestimmten Grund. Eine Rückeroberung beginnt immer mit der Gesellschaft: mit ihrem Willen und ihrer Bereitschaft. Ich glaube, der Anfang ist gemacht.”

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Der ukrainische Präsident machte allerdings gegenüber dem französischen Sender keine näheren Angaben zum Zeitpunkt der angekündigten Militäroperation. Er erklärte aber, dass er “die Krim liebt” und “gern auf unsere deokkupierte Krim gehen” würde. Selenskij fügte hinzu, dass es “schön” wäre, im Sommer 2023 dorthin zu fahren.

Bereits Anfang dieser Woche erklärte Alexei Danilow, Leiter des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, dass die Ukraine die Halbinsel zurückerobern wolle. “Wir werden um die Krim kämpfen, wenn es nötig ist”, betonte er und fügte hinzu, dass Kiew dafür keine Genehmigung einholen werde.

Auf der Krim war im Jahr 2014, nach dem Maidan-Putsch in Kiew, ein Referendum durchgeführt worden, bei dem sich die Einwohner mit überwältigender Mehrheit für die Eingliederung in die Russische Föderation ausgesprochen hatten. Selenskij hatte wiederholt erklärt, dass Kiew beabsichtige, die Kontrolle über die Krim zu erlangen, ebenso wie über die vier ehemalige Regionen der Ukraine, die kürzlich ebenfalls für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hatten.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.

Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.

Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.





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Von Veritatis

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