Razzia bei angeblichen Reichsbürgern, jetzt die Enttarnung eines mutmaßlichen russischen Spions in Wien: Schaut man allerdings auf das Ergebnis der Ermittlungen, bleibt meistens wenig übrig.

Mainstream überschlägt sich mit Schlagzeilen

Der Mainstream überschlug sich heute, Montag, mit Schlagzeilen wie „Russischer Spion in Wien enttarnt“, „Russischer Spion in Wien festgenommen: 39-Jähriger offenbar Diplomatensohn“ oder „Diplomatensohn: Russischer Spion in Wien vom Staatsschutz enttarnt“. Der ORF schrieb sogar, dass Wien als Drehscheibe für Geheimagenten beliebt sei.

Verdächtiger kassiert Sozialhilfe

Liest man dann aber die Artikel genauer, fragt man sich, was diese Panik um einen griechischen Staatbürger, bei dem die Polizei unter anderem Abhörgeräte, einen Splitterschutzanzug, Handys, Laptops und Tablets fanden, eigentlich soll? Der Verdächtige befindet sich nämlich bis zum Prozess auf freiem Fuß – und er bezieht Sozialhilfe. So gefährlich für den Staat kann der Mann dann wohl nicht sein.

Ablenkungsmanöver von ÖVP-Innenminister Karner?

War es nach der künstlichen Aufregung um die Reichsbürger womöglich der nächste Versuch des ÖVP-Innenministers Gerhard Karner, mit solchen Aktionen von wahren Problemen seiner Partei und Österreich (sprich Migrantenkrise) abzulenken?

Als Sozialhilfe-Empfänger Liegenschaften gekauft

Interessant auch, dass es vonseiten des Innenministeriums hieß, dass der Verdächtige derzeit und in der Vergangenheit kaum einer Beschäftigung nachgegangen sei und in Österreich Sozialhilfe beziehen würde. Das ist deshalb bemerkenswert, weil der „russische Spion“ laut Innenministerium im Zeitraum von 2018 bis Anfang 2022 mehrere Liegenschaften in Wien, Russland und in Griechenland erwerben konnte. Wie kann das sein? Ein Sozialhilfe-Empfänger mit großem Immobilienbesitz? Haben da die Behörden wieder einmal geschlafen?

Ausspioniert, was ohnehin in der Zeitung steht?

Laut der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) ist der Verdächtige der Sohn eines ehemaligen russischen Nachrichtendienstmitarbeiters, der in seiner aktiven Dienstzeit als Diplomat in Deutschland und Österreich stationiert war. Dem 39-Jährigen wird nun vorgeworfen, für den russischen Geheimdienst spioniert zu haben. Er soll in Russland dafür eine militärische Spezialausbildung erhalten haben.

Vermutet wird dem Vernehmen nach, dass der Kreml mit den Informationen des „Agenten“ offenbar einschätzen wollte, wie Österreichs Regierung auf die – wie Russland sagt – „militärische Spezialoperation“ reagieren würde. Ob man dafür einen Spion benötigt, ist fraglich. Das kann man ja auch in jeder Zeitung lesen.



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Von Veritatis

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