Sam Bankman-Fried wird am 19. Dezember von der bahamaischen Polizei aus dem Gerichtsgebäude abgeführt.Foto: KRIS INGRAHAM/AFP via Getty Images

Laut Medienberichten hat der gescheiterte FTX-Unternehmer Sam Bankman-Fried einer Auslieferung an die USA zugestimmt. Bis dahin befindet er sich in Polizeigewahrsam in Nassau.

Der Ex-Chef der insolventen Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, ist mit seiner Auslieferung von den Bahamas an die USA angeblich einverstanden. Dort erwartet ihn ein Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch seiner Kryptowährungsfirma.

Laut einer veröffentlichten Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft Bankman-Fried unter anderem Betrug und Geldwäsche vor. Bei einer Verurteilung in allen acht Anklagepunkten drohen ihm bis zu 115 Jahre Haft.

Rechtsanwalt Jerone Roberts, der Bankman-Fried am Montag vor einem Gericht auf den Bahamas vertrat, sagte, dass die Anwälte seine Auslieferungspapiere vorbereiten würden. „Herr Bankman-Fried möchte die Schuld gegenüber seinen Kunden wiedergutmachen. Das ist der Grund für seine Entscheidung“, sagte Roberts gegenüber Reportern der „New York Times“.

Bis zum 8. Februar in Polizeigewahrsam auf den Bahamas

Der Gerichtstermin auf den Bahamas fand eine Woche nach der Festnahme des 30-Jährigen statt. Bis zu einer für den 8. Februar 2023 angesetzten Auslieferungsanhörung wird er in Polizeigewahrsam genommen. Zuvor hatten Bankman-Frieds Anwälte erklärt, dass sie die Auslieferung anfechten wollen.

Die Behörden hatten Bankman-Fried am 12. Dezember auf Antrag des US-Staatsanwalts für den südlichen Bezirk von New York verhaftet. Eine Freilassung gegen Kaution wurde ihm verweigert.

Bankman-Frieds mutmaßliche Straftaten gehen auf das Jahr 2019 zurück, als er angeblich FTX-Kundengelder veruntreut hat, um die Ausgaben und Schulden von „Alameda Research“, dem Krypto-Hedgefonds von FTX, zu bezahlen, so die Anklageschrift.

Amerikanische Börsenaufsicht: Ein Kartenhaus der Täuschung

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC wirft Sam Bankman-Fried vor, Anleger mit falschen Versprechungen geködert zu haben. „Wir behaupten, dass Sam Bankman-Fried ein Kartenhaus auf einem Fundament der Täuschung gebaut hat, während er den Anlegern erzählte, dass es eines der sichersten Unternehmen in der Kryptowelt sei“, sagte der SEC-Vorsitzende Gary Gensler in einer Erklärung.

Der SEC zufolge soll Bankman-Fried die Verlagerung von FTX-Kundengeldern zur Schwesterfirma „Alameda Research“ verheimlicht haben, während er mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar von Aktienanlegern gesammelt hatte. Davon stammten 1,1 Milliarden von rund 90 in den Vereinigten Staaten ansässigen Investoren.

Zudem wird er beschuldigt, die Gelder von FTX-Kunden bei Alameda „vermischt“ zu haben, um „nicht offengelegte Risikoinvestitionen, verschwenderische Immobilienkäufe und große politische Spenden“ zu tätigen.

SEC-Enforcement-Chef Gurbir Grewal sagte in einer Erklärung, dass „FTX hinter einer Fassade der Legitimität operierte, die Herr Bankman-Fried geschaffen hat.“

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „FTX Founder Sam Bankman-Fried Agrees to Extradition to US: Attorney“ (redaktionelle Bearbeitung il)



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Von Veritatis

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