Die Expertendiktatur

Experten kommen für die meisten Bundesbürger gleich nach dem lieben Gott. Wenn sie sich in Zeitungsspalten oder Talkshows die Ehre geben, sind Demutsgesten vorprogrammiert. Die Politik bezieht die Legitimation für ihre Entscheidungen fast nur noch aus Expertenkonsultationen. Warum sollte man solchen Fachleuten auch weniger trauen als sich selbst? Schließlich genießen sie den Ruf, die entscheidende Instanz der Vernunft zu sein. Welche Art von Vernunft damit gemeint ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Vielfach geht es nur darum, das eigene Blickfeld so weit zu verengen, dass man deswegen als „Spezialist“ verehrt wird, und gleichzeitig smart genug zu sein, sich mit den derzeit herrschenden Mächten zu verbinden.



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Von Veritatis

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