Ausgerechnet Christian Drosten, der ganz maßgeblich für die strikte Corona-Politik in Deutschland verantwortlich ist, hat jetzt die Pandemie für beendet erklärt. Somit ist das Ende quasi amtlich. Oder, mit anderen Worten: Die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, und andere Maßnahmen, die bis heute noch bestehen, sind damit noch offensichtlicher als zuvor absurd und widerrechtlich.

In einem Rechtsstaat und einer Demokratie, die funktionieren, müsste dies umgehend zur Beendigung der noch bestehenden „Maßnahmen“ führen. Nicht so im Deutschland des Jahres 2022. In dem sowohl Rechtsstaat und Demokratie massiv beschädigt sind – was durch ein in Dauerschleife vorgetragenes Beteuern des Gegenteils vor einem großen Teil der Bevölkerung immer noch erfolgreich verschleiert wird. Dank einer Opposition, die entweder keine ist oder totgeschwiegen und schikaniert wird. Und dank einer Medienlandschaft, die sich als verlängerter Arm der Regierung bei der Kontrolle ihrer Untertanen (ich sage bewußt nicht: Bürger) versteht, statt umgekehrt.

Die „Deutschen verkauften ihre Freiheit für Geld“, schrieb gerade erst der Chefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung, Eric Gujer. Er diagnostizierte ein Vollversagen von Politik und Medien in Deutschland (sich selbst sparte er dabei natürlich aus, obwohl er stramm auf Linie war und mitmachte beim Diffamieren von Andersdenkenden – aber sei´s drum!). Nur mit dieser unterschwelligen Korruption ist es zu erklären, dass nach Drostens Verdikt nicht gleich ein Sturm der Empörung durch das Land rollte und – buchstäblich – die Masken als modernen Gessler-Hut hinwegfegten.

Statt eines Sturms gab es eine eher müde Erklärung von Justizminister Marco Buschmann von der FDP. Ja, von dem! Der schon vor einem Jahr das Ende der Corona-Maßnahmen im März 2021 versprach, aber sich bei dem Versprechen offenbar versprochen hatte. Insofern hat es etwas von Realsatire und bringt die Absurdität des deutschen Corona-Sonderwegs wunderbar auf die Spitze, dass Buschmann nun die Umsetzung dessen fordert, was er selbst längst versprochen, dann aber gebrochen hat.

Ebenso absurd: Die deutschen Medien gaben Drostens Aussage eher beiläufig ohne einen Hauch von Kritik wieder – zumindest diejenigen, die ich gelesen habe. Unter anderem zitiert etwa die „Welt“ die Rechtfertigung des Virologen für die Maßnahmen, die er wesentlich mitprägte, wie folgt: „Aber hätte man gar nichts gemacht, dann wäre man in Deutschland in den Wellen bis zu Delta auf eine Million Tote oder mehr gekommen. Also musste man Kontakte reduzieren.“ Dass Schweden darauf verzichtete, seine Bürger einzusperren und ihnen die Grundrechte zu nehmen, und dass es in Schweden eben keine solche Katastrophe gegeben hat – das wird nicht erwähnt. Vielleicht, weil es die Bevölkerung beunruhigen könnte.

Deutschland hat nicht nur beim Umgang mit dem Virus kläglich versagt – es versagt auch bei der Aufarbeitung eben dieses kläglichen Umgangs. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, besagt eine alte Redensart. Ich kann ihr nur zustimmen. Und mit den Millionen mitfühlen, die wie ich diesen Irrsinn als solchen sehen, aber quasi in Geiselhaft der trägen, apathischen oder – laut NZZ – vom Staat gekauften Mehrheit und des polit-medialen Komplexes sind.

david

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Bild: Shutterstock

 

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Von Veritatis

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