Pläne für Übernahme von 47 Galeria-Filialen vorerst aufgegeben

Nach einer ursprünglichen Interessenbekundung für die Übernahme von 47 Filialen des insolventen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof GmbH will der Interessent buero.de Handel AG diese nun doch nicht übernehmen. Dies berichtete am Donnerstag das Westfalen-Blatt unter Verweis auf den Vorstandsvorsitzenden von buero.de, Markus Schön.

Zuvor hatte Schön bereits konkrete Standorte benannt, die er übernehmen möchte, unter anderem jene in Bad Homburg, Fulda, Gießen, Limburg und Sulzbach. Inzwischen befürchte der Chef von buero.de, dass sich Mitarbeiter von Galeria nach jüngst angekündigten weiteren Schließungen von mindestens einem Drittel von 131 Warenhäusern der Kette massenweise anderswo bewerben. Ohne qualifiziertes Personal wäre die Übernahme indessen wertlos.

Horst Gobrecht, der Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich Handel in Südhessen, zeigte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Schöns Erklärungen entrüstet:

“Jetzt schiebt er die Menschen in den Vordergrund, aber es ging immer nur um ein Geschäftsmodell.”

Gobrecht fügte hinzu, dass die Mitarbeiter von Galeria aufgrund hoher Belastung zunehmend keine Kraft mehr haben, um den Erhalt des Unternehmens zu kämpfen. Diese Aufgabe liege nunmehr bei der Geschäftsleitung, die in Galeria-Kaufhäuser etwa eine Milliarde Euro statt der bisher angekündigten 400 Millionen investieren müsse, so Gobrecht. Galeria Kaufhof beschäftigte allein in Hessen 1.500 Personen in insgesamt 14 Warenhäusern.





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Von Veritatis

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