Autonom und verbunden

Wir hielten uns für weiße Ritter im Kampf gegen eine dunkle Macht, die sich speziell in der Corona-Zeit in ihrer ganzen Scheußlichkeit entblößt hat. Im Laufe dieser Auseinandersetzung lernten wir jedoch: So einfach liegen die Dinge nicht. Die Trennlinie von Gut und Böse verläuft nicht zwischen „denen“ und „uns“, sondern mitten durch uns alle hindurch. Dieselben destruktiven Mechanismen, die sich gesamtgesellschaftlich zeigen, finden sich sehr oft auch im Aktivistenmilieu. Müssten sich, damit soziale Veränderungen möglich sind, nicht zuerst die Verändernden selbst verändern? Und wenn ja, wie könnte das gelingen? Die Autoren sind zunächst aus Deutschland ausgewandert, um sich den bedrückenden Zwängen hier zu entziehen. Das funktionierte ganz gut, große gesellschaftliche Fragen bleiben jedoch ungelöst. Denn wohin wir auch fliehen — uns selbst mit unseren mitunter nicht hilfreichen Prägungen nehmen wir überall hin mit. Ruben Schattevoy und Stephanie Lambertz haben sich schließlich dazu entschlossen, eine Gemeinschaft zu gründen, in der Autonomie und Eigenverantwortung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen sollen zu Zusammenhalt und Gemeinsamkeit. Hier skizzieren sie die wesentlichen Elemente ihrer Vision und laden Leserinnen und Leser zum Mitmachen ein.



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Von Veritatis

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