„Die wollen den Menschen einreden, dass sie kein Fleisch mehr essen, weil der letzte Sozialismus-Versuch daran gescheitert ist, dass die Menschen nicht genügend Fleisch zu essen hatten“, schrieb mir dieser Tage ein guter Freund aus einem osteuropäischen Land, der seit vielen Jahren in Deutschland wohnt und jetzt den Sozialismus, den er gut kennt, aus allen Ritzen kriechen sieht.

Zum Sozialismus gehört auch, dass Autos nur eine Ware für Auserwählte sind und für den Normalsterblichen kaum erschwinglich. So eine Tendenz gibt es auch in der Bundesrepublik, die sich seit Angela Merkel im Stadium der „Transformation“ befindet, also des Umbaus. „Inflation: 42.790 Euro für einen Mittelklasse-Pkw – Wenn das Auto unbezahlbar wird“ – so titelt dieser Tage die „Welt“. Und schreibt weiter: „Nach den starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre sind Neuwagen in Deutschland für Normalverdiener kaum noch bezahlbar. Das zeigt der jährliche ‘DAT-Report‘, der in Berlin vorgestellt wurde. Demnach ist der durchschnittliche Preis für einen neuen Pkw im vergangenen Jahr über den durchschnittlichen Jahres-Bruttolohn eines Arbeitnehmers gestiegen.“

Mit durchschnittlich 42.790 Euro kostete ein Neuwagen 2022 rund 5000 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Das ist eine sehr sportliche Steigerung um sage und schreibe 13 Prozent. Ähnliche Anstiege bei Löhnen und Gehältern sind nicht verbrieft. „Auch die Gebrauchtwagenpreise haben den Marktbeobachtern zufolge mit durchschnittlich 18.800 Euro pro Pkw ein neues Allzeithoch erreicht“, schreibt die „Welt“: „Die Auto-Inflation sorgt bei den Deutschen für eine enorme Verunsicherung.“

Kaum machbar für Durchschnitts-Verdiener

„Hohe Anschaffungspreise, Kraftstoffpreise und die Inflation führten bei den Pkw-Haltern dazu, dass 50 Prozent von ihnen angaben, sie hätten Angst sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihr Auto bald nicht mehr leisten zu können“, stellen die Experten der DAT laut der Zeitung fest. Neuwagen sind heute schon für viele Bundesbürger unerschwinglich – kein Wunder, wenn man den Durchschnittspreis von 42.790 dem Durchschnittslohn eines Arbeitnehmers von 3319 Euro brutto und 2239 Euro netto pro Monat gegenüberstellt – mit 26.868 Euro im Jahr sind das weniger als zwei Drittel eines Durchschnitts-Neuwagens. Selbst ein Durchschnitts-Gebrauchter frisst rund zwei Drittel des Jahreseinkommens.

Auch längere Wartezeiten sind ein Element in Sachen Auto, das man aus dem Sozialismus kennt. Wenn sie auch noch nicht an die vielen Jahre heranreichen, die man etwa in der DDR auf einen Trabant oder einen Wartburg warten musste. Doch die Automobilbranche kann seit einiger Zeit nicht mehr so viele Autos liefern, wie gefragt sind. Selbst wenn man jetzt im Januar ein Auto bestellt, ist bei einigen Modellen nicht sicher, dass man sie noch 2023 bekommt.

Bevorzugt teure Modelle

Hintergrund der Wartezeiten ebenso wie der stark gestiegenen Preise „ist der globale Engpass an Neuwagen“, schreibt die „Welt“: „Die Automobilhersteller können aufgrund von Halbleitermangel, Corona-Einschränkungen und Lieferkettenproblemen seit zwei Jahren deutlich weniger Pkw produzieren als nachgefragt werden. Diese Knappheit hat zu steigenden Preisen geführt. Zusätzlich haben die Konzerne die Situation aber weiter verschärft, indem sie günstigere Fahrzeugvarianten ausgemustert und die knappen Chips bevorzugt in teure Modelle eingebaut haben.“

Die höheren Preise zeigen auch bei den Neuzulassungen ihre Folgen. Nach einer Auswertung von Dataforce wurden 2022 nur rund 36 Prozent der neuen Autos auf Privatleute zugelassen. „Der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland ist also ein Firmenwagen und kein Privatfahrzeug“, wie die „Welt“ schreibt.

Einziger Hoffnungsschimmer – die Inflationsspirale scheint gestoppt. „Die ersten Wochen von 2023 haben schon gezeigt, dass der Preiswettbewerb zurück ist“, heißt es bei der Investmentbank Bernstein laut „Welt“: „In China sei der ‘Preiszyklus‘ bereits beendet und in den USA endet er gerade. In Europa bleiben den Autoherstellern demnach noch ein paar Monate, in denen die Preise hochhalten können – weil die Bestellbücher immer noch sehr voll sind.“

Kleiner Hoffnungsschimmer

Die deutlichen Preissenkungen von Tesla in allen drei großen Autoregionen zeigten aber deutlich, dass die Industrie an einem Wendepunkt ist, so die Bank laut „Welt“: „Für dieses Jahr wird außerdem ein Wachstum chinesischer Auto-Importe nach Europa erwartet. Auch diese Fahrzeuge könnten dazu beitragen, dass das durchschnittliche Preisniveau nicht mehr weiter steigt.“

Dass Autos so teuer und für immer mehr Menschen schwer erschwinglich geworden sind, dürfte rotgrüne Politiker und Journalisten mit Freude erfüllen. Sie wollen möglichst wenig Individualverkehr. Ob ihr Traum Zustände wie im Steinzeit-Sozialismus von Enver Hoxha in Albanien sind? Da waren Privatautos verboten, nur die Bonzen konnten sich auf vier Rädern bewegen bzw. bewegen lassen – staufrei und vorbei am gemeinen Pöbel.

Doppelmoral bei Dienstwagen

Merkwürdigerweise haben gerade die rotgrünen Vorkämpfer der „Transformation“ selbst in der Regel große und protzige Dienstwagen – Freifahrten ins Ausland etwa für die Senatoren des rot-rot-grünen Berliner Senats inklusive (siehe hier).

Das Beispiel Albanien zeigt aber auch, wie die sozialistischen Träume platzen – und sich irgendwann ins Gegenteil verkehren. Heute ist der Balkan-Staat das Land mit der höchsten Mercedes-Dichte auf der ganzen Welt.

PS: Dienstautos der Berliner Senatoren laut „BZ“, Stand Juli 2022:

  • Innensenatorin Iris Spranger (SPD) einen Audi A8 L
  • Sozial- und Arbeitssenatorin Katja Kipping (Linke), Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) und Gesundheitssenatorin Ulrike Goteeinen (Grüne) einen Audi e-tron
  • Umwelt-Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) einen Tesla Model 3 (mit maximaler Reichweite)
  • Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) und Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne) einen BMW 530e Touring
  • Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) einen Audi A6 sport 55 TFSI e.

Klima? Emissionen? Alles auf einmal kein Thema. Wenn es um die eigene Bequemlichkeit geht. Bei den Elektroautos kommt der Strom ja eh aus der Steckdose!

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Von Veritatis

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