Von Kai Rebmann

„Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so dass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten“ (Mt 24, 24).

„Nehmt euch in Acht vor denen, die in Gottes Namen auftreten und falsche Lehren verbreiten! Sie kommen zu euch, getarnt als Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie reißende Wölfe. Wie man einen Baum an seiner Frucht erkennt, so erkennt ihr sie an dem, was sie tun. Kann man etwa Weintrauben von Dornbüschen oder Feigen von Disteln pflücken? Natürlich nicht“ (Mt 7, 15-16)!

Diese Warnungen aus dem Matthäus-Evangelium erscheinen aktueller denn je. Erst vor wenigen Tagen wurde an dieser Stelle darüber berichtet, wie eine Kirchengemeinde in Berlin ihre Konfirmanden in einen sogenannten „Klima-Gottesdienst“ schickte – anstatt in den parallel stattfindenden (und regulären) Erntedank-Gottesdienst.

Wer noch gehofft hatte, dass es sich dabei um einen verstörenden Einzelfall aus der besonders woken Hauptstadt gehandelt haben möge, wurde jetzt wieder einmal eines Besseren belehrt. Die Christen in Deutschland haben die Irrfahrt „ihrer“ beiden großen Kirchen indes längst erkannt und kehren dem, was davon noch übriggeblieben ist, seit Jahren und in Scharen den Rücken.

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Über den Rest machen sich inzwischen Klima-Radikale jeglicher Couleur her; allen voran die „Letzte Generation“ und „Fridays for Future“, die auf dem besten Wege sind, eine 2.000 Jahre alte Institution vollends zu unterlaufen und für ihre Zwecke umzuwidmen.

Papst räumt die Kanzel im Vatikan – für Luisa Neubauer

Und so nimmt man es bestenfalls nur noch achselzuckend zur Kenntnis, wenn die Katholische Kirche in dieser Woche eine überarbeitete Version ihrer sogenannten „Umwelt-Enzyklika“ veröffentlicht. Während sich manch einer noch fragt, was das mit dem ursprünglichen Auftrag der Kirche zu tun hat, kommt die Antwort postwendend. Das Apostolische Schreiben trägt den Titel „Laudate Deum: Stimmen und Zeugnisse zur Klimakrise“.

Ja, auch die Bewahrung der Schöpfung gehört zum biblischen Auftrag an die Menschheit. Ob es deshalb jedoch im Sinne des Erfinders ist, dass der Papst – im übertragenen Sinne – die Kanzel im Vatikan einer Radikalen, namentlich Luisa Neubauer, überlässt, um dort „Laudate Deum“ zu verkündigen, muss wohl dahingestellt bleiben.

Die „FFF“-Ikone nutzte die ihr am Donnerstag in Rom gebotene Bühne weidlich aus. In einer Pressekonferenz nannte sie die Kirche einen „wahren Verbündeten“ der Klimabewegung. Papst Franziskus habe ihr gesagt, dass „diesen jungen Leuten“ – gemeint sind die Radikalen – die Zukunft gehöre. Es schien schon niemandem mehr aufzufallen, dass Neubauer hier fast wie eine Sprecherin des Pontifex Maximus agierte.

Einmal in Fahrt, legte die „Langstrecken-Luisa“ nach: „Anstatt diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die weiterhin fossile Rohstoffe verbrennen, haben die Regierenden angefangen, diejenigen zu kriminalisieren, die Leben und Land schützen.“

Auch diese dreiste Täter-Opfer-Umkehr ging im Vatikan ohne Widerspruch durch und wurde von Papst Franziskus damit, wenn man so will, stillschweigend abgesegnet. Dieses „eskalierende Klima aus Unterdrückung und Kriminalisierung“ bereite ihr Angst, teilte die Reemtsma-Erbin der Weltöffentlichkeit schließlich noch mit.

Klima-Gottesdienst statt Abendmahl

Aber auch die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat sich ihrem selbst gewählten Schicksal längst ergeben. Wer das Netz nach entsprechenden Beispielen durchforstet, wird dabei inzwischen im Dutzend fündig.

So berichtet etwa die Schriftstellerin Sybille Knauss im „Cicero“ von einem verstörenden Erlebnis vom vergangenen Wochenende. Die Autorin berichtet, sie habe sich spontan dazu entschlossen, den Gottesdienst in der Stadtkirche zu Ludwigsburg zu besuchen. Zu ihrer Überraschung wurde dort anstatt des zuvor angekündigten Abendmahl-Gottesdienstes – der dann kurzerhand abgesagt worden war – jedoch ein „Klima-Gottesdienst“ abgehalten.

Das Verständnis für diese Maßnahme, wofür die Kirchengemeinde auf dem Aushang offenbar geworben hatte, konnte Knauss eigenen Angaben zufolge nicht aufbringen. Vielmehr stellte sie die folgende Überlegung an: „Ein Gottesdienst hat mit Gott zu tun. Und ein Klimagottesdienst? Etwa mit dem ‚Klimagott‘?“

Die sogenannte „Predigt“ wurde demnach von „militanten Aktivisten“ gehalten, die dort mit „orangefarbenen Westen“ und „den üblichen Regenbogen-Umhängen“ zugegen gewesen seien. Die Frohe Botschaft, geschweige denn der Name Jesu Christi, sei während des gesamten „Gottesdienstes“ mit keiner Silbe erwähnt worden.

Ja, so sehen sie aus, die Kirchen anno 2023. Wie wohltuend ist da die Gewissheit, dass die Kirchen zwar einen (wie auch immer gearteten) Gott brauchen, Gott und das Christentum aber keine von radikalen Strömungen unterwanderten Kirchen.

Jesus Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh 14, 6) Von der Kirche ist hier wohlgemerkt keine Rede!

Unter Beschuss – aber umso wichtiger ist Ihre Unterstützung!  

„Verschwörungsideologe“, „Nazi“ oder „rechter Hetzer“: Als kritischer Journalist muss man sich heute ständig mit Schmutz bewerfen lassen. Besonders aktive dabei: die öffentlich-rechtlichen Sender. Der ARD-Chef-Faktenfinder Gensing verklagte mich schon 2019, der Böhmermann-Sender ZDF verleumdete mich erst kürzlich als „Verbreiter von Verschwörungserzählungen“ – ohne einen einzigen Beleg zu benennen, und in einem Beitrag voller Lügen. Springer-Journalist Gabor Steingardt verleumdete mich im „Focus“, für den ich 16 Jahre lang arbeitete, als „Mitglied einer Armee von Zinn­soldaten“ und einer „medialen Kampf­maschine“ der AfD. Auf Initiative des „Westdeutschen Rundfunks“ wurde ich sogar zur Fahndung ausgeschrieben. Wehrt man sich juristisch, bleibt man auf den Kosten in der Regel selbst sitzen. Umso wichtiger ist Ihre Unterstützung. Auch moralisch. Sie spornt an, weiter zu machen, und nicht aufzugeben. Ich danke Ihnen ganz herzlich dafür, dass Sie mir mit Ihrem Beitrag meine Arbeit ermöglichen – ohne Zwangsgebühren und Steuergelder.
Aktuell sind (wieder) Zuwendungen via Kreditkarte, Apple Pay etc. möglich – trotz der Paypal-Sperre: über diesen Link. Alternativ via Banküberweisung, IBAN: DE30 6805 1207 0000 3701 71. Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild:  Shuttertsock

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