Viele Menschen sind voller Angst und kommentieren jeden Kondensstreifen und jede Wolke am Himmel. Report24 ist darum bemüht, Fakten zu sichern und nicht die nächste Panik zu unterstützen. Es gilt als gesichertes Wissen, dass Kondensstreifen aus normalen Düsentriebwerken zur Wolkenbildung beitragen können. Dazu reicht der Normalbetrieb aus – so genannte „Chemtrail“-Zusatzstoffe sind nicht notwendig. Viel Flugbetrieb kann also tatsächlich zu starker Wolkenbildung führen.

Ein Kommentar von Willi Huber

Erinnern Sie sich an das Flugverbot im Rahmen der großen NATO-Übung im Vorjahr? Erinnern Sie sich im Gegenzug an die ukrainische Bodenoffensive gegen Russland, als zeitgleich Europa unter einer Wolken- und Nebelsuppe verschwand? Sie haben beides nicht geträumt. Für Report24 ist es aber wichtig, dass die Menschen eben nicht in Angst und Panik versinken – gesicherte Informationen sind notwendig. Dass Panik-Propheten wie im Asterix-Heft herumlaufen und die Menschen quasi damit verängstigen, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, ist nicht sachdienlich. Sich gegenseitig Tag für Tag in diese Angst hochzuschaukeln, auch nicht. Angst macht krank, lassen Sie uns gesund bleiben:

Gesichertes Wissen: Kondensstreifen führen zu Wolkenbildung

Die größte Gefahr für viele von uns ist Halbwissen. Und so genannter Aberglaube hat der Menschheit nie etwas Gutes gebracht, man denke an die Hexenverfolgungen. Lassen Sie uns die Fakten betrachten: Der Himmel ist an vielen Tagen mit zahlreichen Kondensstreifen bedeckt. Das liegt an einem hohen Aufkommen von Flugverkehr mittels Flugzeugen, die mit Düsentriebwerken angetrieben werden. Vereinfacht erklärt:

In einem Strahltriebwerk wird Luft von außen angesaugt und verdichtet. Flüssiger Kraftstoff wird im Inneren eingespritzt und in der Brennkammer verbrannt. Das Produkt dieser Verbrennung dehnt sich stark aus und wird dann durch eine Austrittsdüse („Schubdüse“) ausgestoßen.

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Es handelt sich also um ein Verbrennungstriebwerk, durch die Verbrennung entstehen Rückstände. Flugzeugtriebwerke haben keine Filter oder Katalysatoren. Die Verbrennungsrückstände werden in die Luft geblasen. Was man hinter einem Flugzeug am Himmel sieht, sind aber in der Regel nicht die Verbrennungsrückstände.

Wolkenbildung infolge von Mikropartikeln aus der Verbrennung des Flugzeugtreibstoffes

Kondensstreifen entstehen, wenn der heiße Wasserdampf, der von einem Düsentriebwerk nach der Verbrennung ausgestoßen wird, in der Erdatmosphäre abkühlt und kondensiert. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre müssen genau richtig sein, damit es zur Kondensation kommt – die Luft muss kalt und etwas feucht sein.

Kondensstreifen bilden sich am häufigsten in der Reiseflughöhe eines Flugzeugs, zwischen etwa 10.000 bis 13.000 Meter in der oberen Troposphäre, weil dort diese Bedingungen herrschen. Da sich die Atmosphäre ständig verändert, sind die Bedingungen für die Bildung von Kondensstreifen in dieser Höhe möglicherweise nicht günstig, weshalb nicht alle Flugzeuge bei jedem Flug Kondensstreifen erzeugen.

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Was bei dieser häufigen Erklärung von Kondensstreifen fehlt, aber dennoch gesichertes Wissen ist: Neben dem heißen Wasserdampf bleiben auch andere Verbrennungsrückstände in der Luft zurück. Um zu verstehen, was dann passiert, muss man verstehen, wie sich Wolken bilden. Zudem könnte man sich in das Thema einarbeiten, welche Wolkenarten es gibt und welche Bedingungen sie benötigen, um zu entstehen. Das führt hier aber etwas zu weit. Kurz zusammengefasst für eine häufige Wolkenart:

Es zeigte sich, dass Cirruswolken über einen großen Temperaturbereich entstehen können. So fördern einerseits hohe Sulfatkonzentrationen, andererseits organische und metallische Staubpartikel die Wolkenbildung. Beides gelangt vor allem durch industrielle Abgase in die Atmosphäre, die damit nicht nur unsere Luft zum Atmen belasten, sondern auch indirekt die Atmosphäre der Erde aufheizen.

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Diesen Ausschnitt habe ich gewählt, um zu verdeutlichen: Es ist nicht nur Luftfeuchtigkeit, die zur Wolkenbildung führt – sehr wesentlich sind auch Kristallisationskeime – vor allem, wenn eine Wolke in Richtung Regenwolke tendieren soll. An winzigen Partikeln in der Luft sammeln sich Wassertröpfchen oder Eiskristalle. Ein durchfliegendes Flugzeug hinterlässt durch die Verbrennung sehr viele solcher Partikel – die Wolkenbildung infolge ist also nicht mysteriös oder ein Geheimnis – sie ist bekannt und eine logische Folge des Flugverkehrs.

Der Verkehr von Düsenflugzeugen führt zu Wolkenbildung

Damit die Abgase von Düsenflugzeugen nicht zu Wolkenbildung führen, wäre eine besonders trockene Luft nötig. Diese ist über saftigen Wiesen und Weiden und weiten Waldgebieten aber nicht zu erwarten. Dementsprechend ist über den meisten Gebieten in geeigneten Klimazonen völlig normal und logisch, dass Flugzeuge zunächst Kondensstreifen hinter sich bilden – und aus diesen breit gefächerte Wolkenformationen entstehen. Die Beobachtung, dass ein strahlend blauer Himmel mit fortschreitender Tageszeit und immer mehr Flugzeugverkehr sich in eine milchige Suppe und dann in eine Wolkendecke verwandelt, ist also völlig korrekt. Man muss sich deshalb nicht als verrückt erklären lassen – und das Wissen darüber ist nicht geheim.

Klimaalarmisten haben Angst vor Kondensstreifen

Die Wolkenbildung aus Kondensstreifen wird sogar in der linkstendenziösen Wikipedia erklärt. Was uns zu einem weiteren Punkt bringt, dem Klimanarrativ. Die Personenkreise, welche Angst vor einer menschengemachten Erderhitzung haben, freuen sich nicht über Kondensstreifen oder daraus entstehende Wolken. Sie behaupten, dass diese viel mehr Treibhauseffekte generieren als an der Oberseite der Wolken an Sonnenstrahlung reflektiert wird. Besonders glaubwürdig bewiesen ist dies natürlich nicht – aber die Behauptung trägt dazu bei, die Menschen in Klimapanik zu versetzen. Spannend ist hingegen, dass das Lobbying gegen den Flugverkehr noch sehr gering ausfällt, während man den Individualverkehr mittels Automobilen massiv attackiert. Dahinter dürfte also eher der Plan stehen, die Bewegungsfähigkeit der Menschen durch das Verbot des Individualverkehrs abzustellen.

Flugzeuge erzeugen ihre faszinierenden Kondensstreifen, wenn sie hoch in der dünnen, kalten Luft fliegen. Wasserdampf kondensiert schnell um den Ruß aus den Abgasen des Flugzeugs und gefriert zu Zirruswolken, die Minuten oder Stunden anhalten können. Diese hochfliegenden Wolken sind zu dünn, um viel Sonnenlicht zu reflektieren, aber Eiskristalle in ihrem Inneren können Wärme speichern. Im Gegensatz zu tiefliegenden Wolken, die insgesamt einen kühlenden Effekt haben, erwärmen diese kondensstreifenförmigen Wolken das Klima.

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Eiskristalle, die Wärme speichern, lassen wir besser einmal im Reich der Mythen und Märchen. Aber das Prinzip, dass Flugzeugtriebwerke Wolken erzeugen, wird auch in diesem Textabschnitt deutlich.

Was lernen wir daraus?

Jedes moderne Flugzeug kann zur Wolkenbildung beitragen und trägt zur Wolkenbildung bei. Dazu ist keine Weltverschwörung nötig und keine Zusatzstoffe, die in die Luft gesprüht werden. Diese Theorie ist ohnehin sehr holprig, denn dazu bräuchte man Millionen Mitwisser – die sich und ihre Lieben selbst „vergiften“ müssten.

Wolkenbildung infolge von Kondensstreifen ist keine Verschwörungstheorie, sondern ein bekannter und billigend in Kauf genommener Nebeneffekt des modernen Luftverkehrs.

Wir lernen aber auch daraus, dass es nichts helfen wird, findigen Geschäftemachern irgendwelche Gerätschaften um zigtausend Euro abzukaufen, um diese „Chemtrails“ wegzumachen. Um Wolkenbildung aufgrund des Flugverkehrs zu minimieren, müsste man den Flugverkehr minimieren – oder neuartige Antriebe entwickeln und auch einsetzen, welche die Luft nicht mit Abermilliarden mikroskopischer Rußpartikel durchsetzen. Haben Sie also keine Angst vor Chemtrails. Das Problem liegt offen am Tisch – wenn es Sie stört, müssen Sie die moderne Luftfahrt an sich kritisieren. Das ist ja auch legitim.

Das bedeutet nicht, dass nicht das Militär aktiv an Wettermanipulation arbeitet oder diese ständig durchführt. Lesen Sie dazu:

Lieber genau prüfen, als in Angst zu verfallen

Ich möchte zur aktuellen Wolkenangst, die momentan um sich greift, ein paar grundlegende Fragen vorschlagen, die dazu geeignet sind, ein wenig ruhiger mit dem Sachverhalt umzugehen. Es ist nur ein Vorschlag. Natürlich kann jeder gerne auch weiterhin bei jedem Blick in den Himmel in Panik verfallen und sich vorstellen, dass er gerade vergiftet wird. Aber was bedeutet das für Ihre Lebensqualität? Vielleicht kann man sich den aktuellen Fragen zum Thema Luftverschmutzung, Kondensstreifen und „Chemtrails“ auch mit Ruhe und Sachlichkeit nähern.

  1. Wenn Ihnen jemand über „unmögliche Wolkenformationen“ erzählt, haben Sie schon einmal überlegt, was Sie selbst über mögliche Wolkenformationen wissen? Haben Sie früher schon so genau auf den Himmel geachtet? Oder ist das erst ein Thema der letzten Jahre, seit Sie von „Chemtrails“ wissen? Und die Person, die Ihnen darüber berichtet – welche Erfahrung hat sie mit Wolken? Haben Sie vielleicht schon einmal alte Fotos in eigenen Sammlungen betrachtet? Wissen Sie eigentlich, wie Wolken entstehen?
  2. Wenn Ihnen jemand etwas über Saharastaub erzählt, weil er irgendwo im Internet irgendetwas gelesen hat, fragen Sie zunächst genau nach der Quelle und prüfen Sie, ob Sie dieser vertrauen wollen. Es lassen sich mit etwas Zeitaufwand dutzende Analysen von Saharastaub finden. Hat sich die Zusammensetzung wirklich so stark geändert oder ist diese über die Jahrzehnte doch eher gleichbleibend? Speziell die Aluminium-Panik ist nicht nachvollziehbar, wenn man ruhig bleibt. Denn Aluminium, aber auch Eisen waren immer Bestandteil des Wüstenstaubes. Wie bei Punkt eins wäre anzuraten zu prüfen: Was wussten Sie selbst bisher über Sahrastaub? Was wusste die Person bisher darüber, welche Ihnen davon berichtet? Und will man mehr darüber wissen, sollte man die Panik beiseitelegen und selbst nachforschen. Vor ein paar Jahrzehnten war die Wissenschaft noch nicht so stark politisch und ideologisch belastet. Saharastaub wird schon sehr, sehr lange untersucht und analysiert, daran ist nichts neu oder überraschend.
  3. Informieren Sie sich über die Funktionsweise von modernen Flugzeugtriebwerken, so wie wir es oben zusammengefasst haben. Überlegen Sie, ob es möglich wäre, dass Millionen Flugzeuge, Piloten und Techniker weltweit in einer Verschwörung zusammenarbeiten, um Sie zu vergiften – wo doch gleichzeitig auch die Lieben und Familien dieser Menschen auf der Erde leben. Es ist eine Sache, ob die USA und die NATO ihren Militärfliegern befehlen, zum Zweck des Angriffs oder der Verteidigung das Wetter zu manipulieren. Speziell US-Piloten wird es herzlich egal sein, was sie über Europa ausbringen. Aber trennen Sie zwischen plausibler Wettermanipulation – und völlig wirren Theorien, die von Sonderlingen stammen, welche sich wichtig machen wollen.



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Von Veritatis