Von Daniel Weinmann

Weißer Rassismus wird in der Woke-Society ähnlich behandelt wie Linksextremismus: Er wird wahlweise übersehen, verschwiegen oder mit fadenscheinigen Argumenten heruntergespielt – weil, frei nach Morgenstern, „nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung stellte vor fast genau einem Jahr auf ihrer Website klar: „Respekt! – und wieso es keinen Rassismus gegen Weiße geben kann.“ Auch die „Süddeutsche Zeitung“ als treues Sprachrohr von Rot-Grün darf nicht fehlen. Hier durfte eine schwarze Kolumnistin erklären, „warum dieser Ansicht ein Denkfehler zugrunde liegt und was wohl wirklich dahintersteckt“.

Für die Öffentlich-Rechtlichen wiederum sprang „Quarks“ in die Bresche. Das WDR-Wissenschaftsmagazin kommt zu dem Schluss: „Natürlich können ‚weiße‘ Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft diskriminiert werden. Aber sie werden sich nicht fragen müssen: Bin ich in dieser Situation, weil ich ‚weiß‘ bin?“

Zu wenige schwarze und hispanische Schüler

Der in linken Kreisen gern als „rechtslibertär“ charakterisierte Tesla-Gründer Elon Musk hingegen nannte das Kind Ende Dezember vergangenen Jahres beim Namen. „Wir sollten den Rassismus in Amerika beenden und nicht eine Form durch eine andere ersetzen“, schrieb der Exzentriker auf seiner eigenen Kurznachrichten-Plattform X. Dabei bezog er sich auf einen Fernsehbeitrag von Tucker Carlson, in dem der als Rechtsaußen verschriene US-Moderator warnte: „Die Regierung Biden importiert Millionen von Einwanderern aus der Dritten Welt, die illegal hier leben, und erzählt ihnen gleichzeitig, dass die Weißen die Ursache ihrer Probleme sind. Wie soll das am Ende funktionieren?“

Interessant zu wissen wäre, wie die linksgrünen Gesinnungswächter verharmlosen würden, was aktuell in Seattle passiert. Dort soll ein Programm für begabte Kinder (Highly Capable Cohort) eingestellt werden – weil „zu viele weiße Schüler“ daran teilnehmen.

Wie die „New York Post“ berichtet, sollen bis zum Schuljahr 2027/2028 insgesamt elf Schulen geschlossen werden. Dazu gehören drei Grundschulen, fünf Mittelschulen und drei Oberschulen. Betroffen sind Hunderte von Schülern. Der Schulbezirk begann bereits im Schuljahr 2021/2022 damit, seine Hochbegabten-Schulen und -Klassen für fortgeschrittene Schüler auslaufen zu lassen, um eine „historische Ungerechtigkeit“ zu beseitigen. Die Begründung: Diese Schulen hätten zu viele weiße und asiatische Schüler und nicht genug schwarze sowie hispanische Schüler.

Seattle ist nicht die einzige US-Stadt, die ihr Angebot im Namen der Diversität einschränkt

Der Hintergrund: Während weiße und asiatische Schüler überwiegen, sind Schwarze und Latinos während andere Ethnien unterrepräsentiert. Im Schuljahr 2022/23 waren laut einer Analyse der „Seattle Times“ 52 Prozent der hochbegabten Schüler im Bezirk Seattle Weiße, 16 Prozent Asiaten und 3,4 Prozent Schwarze. Die Schulklassen seien nicht „divers“ genug, heißt es entsprechend auf der Website des Schulbezirks.

Nun sollen die Schüler nicht mehr in Hochbegabten-Gruppen eingeteilt werden, sondern in Nachbarschaftsklassen gehen. Der Schulbezirk Seattle erklärte, das neue Programm werde „integrativer, gerechter und kulturell sensibler“ sein. „Schülerinnen und Schüler, die in der Vergangenheit ausgegrenzt wurden, haben nun die gleichen Chancen auf Dienstleistungen wie alle anderen Schülerinnen und Schüler und erhalten die Unterstützung und Bereicherung, die sie für ihre Entwicklung benötigen.“

Das „Highly Capable Neighborhood School Model“ soll bis zum Schuljahr 2024/25 in jeder Schule verfügbar sein. Anstelle von separaten Klassenräumen und Schulen für begabte Schüler werden sämtliche Eleven gemeinsam in einem Klassenzimmer unterrichtet. Für die Lehrer bedeutet dies, individuelle Lernpläne für jeden Schüler erstellen zu müssen.

Seattle ist nicht die einzige Stadt, die ihr Angebot für hochbegabte Schüler im Namen der Diversität ändert oder gleich ganz abschafft. Schon in den vergangenen Jahren haben Schulbezirke in Virginia, Rhode Island, New York und Kalifornien Schlagzeilen gemacht, weil sie im Namen der ethnischen Gleichheit Förderklassen und Stipendien abgeschafft hatten.

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Daniel Weinmann arbeitete viele Jahre als Redakteur bei einem der bekanntesten deutschen Medien. Er schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock

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