Es fällt schwer, zu sagen, welche Nachricht aufwühlender und empörender ist. Dass zwei Paketboten aus Bulgarien im beschaulichen Frei-Laubersheim in Rheinland-Pfalz eine 13-Jährige in dem Laderaum ihres Lieferwagens brutal vergewaltigt, zu Anal- und Oralverkehr gezwungen und die Tat gefilmt haben. Oder die Tatsache, dass die örtlichen Behörden die Tat vom Oktober 2023 der Öffentlichkeit gegenüber verschwiegen. Oder die Tatsache, dass genau dieses damalige Verschweigen in Presseberichten heute einfach als völlig unwichtig ganz gegen Ende erwähnt wird. Quasi im Kleingedruckten.

Bekannt wurde der Vorfall erst, weil jetzt vor dem Landgericht Bad Kreuznach der Prozess gegen die beiden Männer im Alter von 20 und 21 Jahren eröffnet wurde. Im Zuschauerzahl saß die Großfamilie der beiden Angeklagten, Mirko A. und Angel S. Einer ist wegen eines verbotenen Autorennens vorbestraft.

 

Die beiden hatten als Praktikanten eines Paketdiensts im Oktober 2023 der Mutter und dem späteren Opfer ein Päckchen ausgeliefert. Schon an der Haustür habe der 21-Jährige dem Mädchen flirtende Blicke zugeworfen, so die Anklage laut „Bild“.

Wenig später begegneten sie sich wieder, als das Mädchen mit seinem Hund Gassi ging. Der Paketbote fuhr ihr hinterher und fragte sie, wie alt sie sei und ob sie schon mal Sex gehabt habe. Das Kind sagte, sie sei 13 und für Sex sei sie noch zu jung, wie es in dem Bericht heißt: „Trotzdem stieg sie laut Anklage noch zu dem Angeklagten ins Auto, glaubte, er wolle sie nach Hause bringen. Doch die Fahrt endete auf einem Schotterweg. Eingeschüchtert kletterte die Schülerin in den Laderaum. Der Fahrer rief seinen Cousin per Handy herbei.“

Laut Anklageschrift versuchte zunächst der Ältere, das Kind zu vergewaltigen. Als sein Cousin dazu kam, ließ er von ihr ab. Der Jüngere zwang das Mädchen dann zum Anal- und Oralverkehr, was sein Cousin mit dem Handy filmte.

Das Kind vertraute sich später einer Bekannten und seiner Mutter an. Dazu schreibt die „Bild“ – in deren Bericht das Kind abwechselnd 12 und 13 Jahre alt ist: „So kamen die Ermittlungen ins Rollen. Eine öffentliche Fahndung nach den Tätern oder eine Bekanntgabe der Tat durch die Polizei gab es damals nicht. Eine Sprecherin der Polizeidirektion: ‚Dazu gab es keinen Grund. Die Tatverdächtigen waren schnell ermittelt und die Persönlichkeitsrechte des Opfers galt es zu wahren.’“

In meinen Augen eine eklatante Dreistigkeit, weil das öffentliche Interesse hier überwiegt, allein schon aus Gründen der Prävention. Leider thematisiert die Zeitung das erst gar nicht.

Stattdessen nennt die Zeitung sogar das Mädchen beim Vornamen – eine Ungeheuerlichkeit. An was denken die Kollegen bei so etwas?

Wie groß das Martyrium für die 13-Jährige bis heute ist, lässt eine Aussage des Stiefvaters erahnen: „Das Kind ist ein verschlossener Mensch, die Familie will alles verdrängen. Gerade wenn die Post kommt, kommt alles wieder hoch bei ihr.“

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Von Veritatis

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