Von reitschuster.de

Der Islam gehöre zu Deutschland und Europa. Diese Meinung brachten in den letzten beiden Jahrzehnten unter anderem Wolfgang Schäuble, Christian Wulff und Angela Merkel immer wieder zum Ausdruck. Auffällig dabei: In den genauen Formulierungen gab es leichte Unterschiede, doch stets handelte es sich dabei um prominente und ranghohe CDU-Politiker, zumindest bei den hier genannten Beispielen.

Diese Verallgemeinerung wollten die Christdemokraten jetzt präzisieren und folgenden Satz in ihr neues Grundsatzprogramm aufnehmen: „Muslime, die unsere Werte teilen, gehören zu Deutschland.“ Prompt regte sich Widerstand sowohl im Merkel-Flügel als auch in den linken Medien.

Die CDU gab schließlich nach und sagt jetzt: „Muslime sind Teil der religiösen Vielfalt Deutschlands und unserer Gesellschaft.“ Und weiter: „Ein Islam, der unsere Werte nicht teilt und unsere freiheitliche Gesellschaft ablehnt, gehört nicht zu Deutschland.“

Damit macht es die Union zwar wieder einmal allen recht – oder sie versucht es auf jeden Fall – wäre aber gut beraten gewesen, sich auf ihr konservatives Profil zu berufen, dass sie einst ausgezeichnet hat. Wie es der Zufall will, wird die gesamte Diskussion um des Kaisers Bart bzw. die strittige „Islam-Passage“ schneller von der Realität eingeholt, als den meisten im Konrad-Adenauer-Haus lieb sein kann.

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat sich in Sachen steigender Jugendkriminalität auf Spurensuche begeben – und dabei für manche Augen sehr unbequeme Wahrheiten ans Licht gebracht. Wirklich überraschen können die Ergebnisse freilich nur jene, die es bei diesem Thema bisher mit den Schäubles, Merkels und Wulffs dieser Republik hielten.

Für den sogenannten „Niedersachsensurvey 2022“ stellte das KFN insgesamt 8.539 Schüler aus 9. Klassen, darunter rund 300 Muslime, Fragen, die im engeren oder auch weiteren Sinne mit Jugendkriminalität zu tun haben. Unter dem hier betrachteten Aspekt von besonderem Interesse sind dabei die Erkenntnisse, die der Punkt 6.3 ans Licht brachte, in dem es um „Islamismus“ geht.

Mehr als zwei Drittel der befragten Muslime (67,8 Prozent) stimmten dem Satz zu: „Die Regeln des Korans sind mir wichtiger als die Gesetze in Deutschland.“ Dass es sich hier nicht nur um bloße Wunschvorstellungen handelt, zeigt unter anderem dieses Beispiel. Und in eben diesem Duktus wurden auch zahlreiche weitere Fragen aus dem vorgelegten Katalog beantwortet:

Alleine der Islam sei in der Lage, „die Probleme unserer Zeit zu lösen“, glaubt gut die Hälfte der muslimischen Schüler in Niedersachsen (51,5 Prozent). Etwas weniger (45,8 Prozent) wünscht sich Deutschland als islamischen Gottesstaat. Mehr als ein Drittel (35,3 Prozent) äußerten „Verständnis für Gewalt gegen Menschen, die Allah oder den Propheten Mohammed beleidigen“, und 21,2 Prozent glauben, dass die „Bedrohung des Islam durch die westliche Welt rechtfertigt, dass Muslime sich mit Gewalt verteidigen“.

Worin genau diese vermeintliche Bedrohung bestehen soll, blieb leider offen. Zumindest in der subjektiven Wahrnehmung ist eher das Gegenteil der Fall und der Islam und dessen Anhänger werden regelrecht hofiert (siehe hier, hier und hier).

Und auch sonst machen die Autoren der Umfrage den Eindruck, dass sie das Problem zwar erkannt haben, sich die Lösung desselbigen aber allzu einfach vorstellen. Carl Philipp Schröder vom KFN lässt sich von der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ wie folgt zitieren: „Die Daten im neuesten Niedersachsensurvey geben Anlass zur Sorge und zeigen, wie wichtig politische Bildung in den Schulen im Unterricht ist.“

Wohlgemerkt, mehr als zwei Drittel der muslimischen Schüler gibt ganz offen zu, im Zweifel auf deutsche Gesetze zu pfeifen. Oder, um es etwas konkreter auszudrücken: Scharia vor Grundgesetz! Wer nun glaubt, man könne dieses Gedankengut durch „politische Bildung in den Schulen“ umpolen, der muss die Augen vor der Realität wohl ganz bewusst verschließen.

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