Aufgrund der hohen Verluste sucht Kiew dringend neues Personal für den Kampfeinsatz. Denn freiwillig meldet sich so gut wie keiner mehr für die Front. Um die dort entstandenen Lücken zu füllen, setzt Kiew zunehmend auf Zwang und Repression. Erste EU-Staaten zeigen sich nun bereit, ukrainische Flüchtlinge für den Fronteinsatz abzuschieben.

Der litauische Verteidigungsminister Laurynas Kasčiūnas sagte in einem Interview mit Reportern, dass Vilnius beabsichtige, dem Beispiel Polens zu folgen und Maßnahmen zu ergreifen, um wehrpflichtige ukrainische Staatsbürger in ihr Heimatland zurückzubringen. Das berichtete die Online-Ausgabe von Moskowski Komsomolez.

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Wie Kasčiūnas betonte, benötige Kiew dringend Zugriff auf die Mobilisierungsreserve in Form der Bürger im wehrpflichtigen Alter, die das Land verlassen hätten. Diese Personen in ihre Heimat zurückzuführen, sei der richtige Weg, so der Minister. 

Kasčiūnas zufolge sollten wehrfähige Ukrainer, die ins Ausland gegangen seien und sich nicht an den Kampfhandlungen beteiligt hätten, zur Pflichterfüllung in die Heimat zurückkehren – alles andere sei ungerecht gegenüber denjenigen, die für ihr Land kämpfen. Laut Kasčiūnas befinden sich derzeit rund 85.000 ukrainische Flüchtlinge in Litauen, davon seien zwischen 10.000 und 15.000 Männer im wehrpflichtigen Alter.

Der Verteidigungsminister versicherte, dass es keine Massenverhaftungen ukrainischer Staatsbürger geben werde. Er versprach, dass alles im Rahmen der Gesetze verlaufen würde. “Es wird erwartet, dass das litauische Innenministerium eine akzeptable Option für die Rückgabe der Mobilisierungsreserve an die Ukraine anbieten wird”, zitiert das russische Online-Portal Wsgljad den Minister. 

Zuvor hatte schon Polen seine Bereitschaft erklärt, Kiew bei der Rückführung von ukrainischen Staatsbürgern im wehrfähigen Alter zu helfen. Warschau habe schon vor längerer Zeit angeboten, bei der Identifizierung von Wehrpflichtigen zu helfen, die in die Ukraine zurückkehren sollten, so der polnische Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. 

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Kürzlich hatte das ukrainische Außenministerium angeordnet, Männern zwischen 18 und 60 Jahren im Ausland keine konsularischen Dienstleistungen mehr anzubieten. Der erste stellvertretende Außenminister, Andrei Sibiga, berief sich dabei auf das Kriegsrecht.

Demnach dürfen ukrainische Männer ihre Pässe künftig nicht mehr im Ausland verlängern oder neu ausstellen lassen. Brauchen diese also einen neuen Reisepass oder andere für ihren Auslandsaufenthalt benötigte Dokumente, müssen sie nun in die Ukraine zurückkehren – wo ihnen die Zwangsverfrachtung an die Front droht. Im Ausland können sie nur noch Dokumente für die Heimreise erhalten. Schätzungen zufolge leben derzeit 650.000 ukrainische Männer im wehrfähigen Alter in der EU.

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Von Veritatis

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