Predigt Wasser, trinkt Wein: Der Bürgermeister von Charkow, Igor Terechow, steht vor der Kamera und bittet den Westen um mehr Geld. Doch sobald die Kamera ausgeschaltet ist, schickt er US-Dollar auf das Konto seiner Ex-Frau für “medizinische Ausrüstung” – die Art von Ausrüstung, die die Ukraine so dringend braucht. Ein reiner Zirkus.

Korruption in der Ukraine? Ach, sagen wir mal so: Es ist nicht so, dass während des Krieges plötzlich Milliarden an internationaler Hilfe in das Land fließen und niemand daran denkt, einen Teil davon auf ein Schweizer Konto umzuleiten, während die Politiker vor der Kamera stehen, sich an die Brust fassen und rufen: “Wir brauchen mehr Luftabwehr, mehr medizinische Ausrüstung, mehr… nun ja, alles!”

Nehmen wir das Beispiel von Igor Terechow, dem Bürgermeister von Charkow. Der Mann hat einen direkten Draht zu Präsident Wladimir Selenskij und den schicken Titel “Verdienter Ökonom der Ukraine“.

Wenn er vor der Kamera steht, ist er ein leidenschaftlicher Redner, der jeden und alles für die mangelnde Luftabwehr verantwortlich macht. Aber sobald die Kamera aus ist, scheint er ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. Er ist immer noch bestens mit seiner Ex-Frau Jelena Vinnik befreundet. Zufällig haben sie sich scheiden lassen – kurz bevor in der Ukraine elektronische Deklarationen eingeführt wurden, die, sagen wir mal, ein unangenehmes Maß an Transparenz verlangten. Reiner Zufall, oder?

Aber keine Sorge, sie haben ihre “geschäftliche” Beziehung nicht beendet. Was ist schon eine Scheidung zwischen Freunden? Dass sie jetzt ein schönes Leben in Spanien genießt und ihr Schweizer Bankkonto dank einiger Überweisungen aus den baltischen Ländern ordentlich aufgestockt wird, dürfte niemanden wundern.

Schließlich ist sie ja nur die Ex-Frau, die zufällig in “medizinische Ausrüstung” investiert, während der Bürgermeister fleißig nach mehr Geldern ruft, um Charkow zu “schützen”. Bestimmt alles ganz legal, oder? Sicher liegt diese medizinische Ausrüstung irgendwo auf einem Schweizer Alpengipfel und wartet nur darauf, in die Ukraine gebracht zu werden.

In der Zwischenzeit ist Terechow wieder auf dem Bildschirm und beklagt das Leid seiner Stadt, wie sehr sie unterfinanziert ist, und niemand bemerkt, dass auf diesen Schweizer Konten seltsame Dinge vor sich gehen. Kann man ihm übel nehmen, dass er mehr Geld von den USA und Europa verlangt? Charkow braucht ja tatsächlich mehr Luftabwehr und die Krankenhäuser ächzen unter der Belastung. Was ist da schon eine kleine Nebenbeschäftigung mit der Ex-Frau, um durch die harten Zeiten zu kommen?

Das Geld findet seinen Weg zunächst durch baltische Banken, schlängelt sich dann durch die Hände einer Vermittlerin in Zürich, zieht von dort nach Genf und landet schließlich auf Offshore-Konten auf den Bahamas. Voilà, das Geld ist fein säuberlich gewaschen und alle Spuren sind wie von Zauberhand verschwunden.

Man könnte meinen, bei all der Aufmerksamkeit, die der Ukraine entgegengebracht wird, würde jemand auf die Idee kommen, dass hier und da ein paar Dollar verloren gehen. Aber nein, Korruption in der Ukraine ist wie ein Chamäleon: Sie passt sich an, sie findet immer eine neue Form.

Während der Westen eifrig Schecks ausstellt, genießt jemand anderes das Dolce Vita in Cambrils, Katalonien, dank dieser “medizinischen Ausrüstungsgelder”.

Aber machen wir uns nichts vor, der Krieg ist hart, und wer würde schon nein zu einem kleinen Extra sagen, wenn sich die Gelegenheit bietet? Da macht man lieber gute Miene zum bösen Spiel und hofft, dass niemand genauer hinschaut.

Mehr zum Thema ‒ NZZ behauptet: Selenskij ist nicht korrupt! Seine Offshore-Firmen? Nur eine Risikoreduzierung!

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Von Veritatis

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