Es sei eine Schande, dass der Antrag auf Doppelstaatsbürgerschaft für die 105-jährige Südtiroler Freiheitskämpferin erneut abgelehnt wurde, ärgerte sich Nationalratsabgeordneter Peter Wurm (FPÖ). Die Republik Österreich versage wieder einmal als Schutzmacht von Südtirol.

Nur FPÖ stimmte für Staatsbürgerschaft

Kaum zu glauben: Nur die FPÖ stimmte gestern, Mittwoch, im Parlament dafür, der letzten Katakombenlehrerin Südtirols und Tiroler Freiheitskämpferin Hermine Orian ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und ihr die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen. ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos zeigten hingegen kein Herz für die Alt-Österreicherin.

Als Österreicherin geboren

Wie berichtet, ist Hermine Orian eine verdiente Tirolerin und Österreicherin, die dem Faschismus getrotzt und unter großem persönlichem Risiko dazu beigetragen hat, die deutsche Sprache und Kultur im südlichen Tirol zu erhalten. Ihr ganzes Leben hat Frau Orian – als Österreicherin geboren und mittlerweile 105 Jahre alt – dem Kampf für die Rechte der Südtiroler sowie dem Erhalt der kulturellen Identität Südtirols gewidmet. Als einer der letzten Überlebenden und Zeugin des Südtiroler Freiheitskampfes ist ihr Engagement und ihre Entschlossenheit für die Sache bemerkenswert.

Will als Österreicherin sterben”

Ihr Antrag auf die österreichische Staatsbürgerschaft erfolgte aus tief verwurzelter Verbundenheit zu Österreich und hätte als Anerkennung für ihre jahrzehntelange Unterstützung der Südtiroler Autonomiebewegung gewährt werden sollen. Denn die letzte Katakombenlehrerin Südtirols hat nur noch einen frommen Wunsch:

Ich wurde als Österreicherin geboren und will als Österreicherin sterben.

FPÖ-Abgeordneter “emotional erschüttert”

Über die Entscheidung, Hermine Orian die Staatsbürgerschaft zu verwehren, zeigte sich Antragsteller Wurm „emotional erschüttert“. In einer Aussendung meinte der FPÖ-Abgeordnete:

Das ist beschämend. Der österreichische Pass für eine 105-jährige Katakombenlehrerin rückt immer mehr in die Ferne, da der schwarz-grünen Bundesregierung der Wille fehlt, denn rechtlich wäre es schnell und einfach möglich, diesen Herzenswunsch unkompliziert zu erfüllen. Immerhin hat sie eine außerordentliche Leistung im besonderen Interesse der Republik Österreich erbracht. Während andere Personen, wie beispielsweise ein 35-jähriger Fußballer, unter diesen Voraussetzungen kinderleicht die Staatsbürgerschaft erworben haben, blockiert die schwarz-grüne Bundesregierung den sehnlichsten Wunsch einer gebürtigen Österreicherin und Tiroler Freiheitskämpfer.

Kreisky würde sich im Grab umdrehen

Heute sei von einer Politik wie damals von Bruno Kreisky, der als Sozialdemokrat noch Verständnis für Südtirol und die Geschichte Österreichs hatte, nur leider nicht mehr viel übrig, bedauerte Wurm. Bruno Kreisky würde sich im Grab umdrehen.

Hier finden Sie den Entschließungsantrag des FPÖ-Abgeordneten Peter Wurm auf Verleihung der österreischen Staatsbürgerschaft an Hermine Orian:



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Von Veritatis

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