Geht es Ihnen wie mir? Fragen Sie sich auch oft, wie stark die Dauer-Propaganda in den Medien wirklich noch wirkt? Immer wieder bekomme ich Leserbriefe und Kommentare, in denen es heißt, man solle sie gar nicht mehr beachten, sie sei nicht mehr relevant. Mein Bauchgefühl, dass diese Einschätzung grundlegend falsch ist, bestätigt jetzt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA. Das in meinen Augen unabhängigste Institut seiner Art in Deutschland stellte 2.087 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern via Telefon und Online folgende Frage: „In den vergangenen Tagen bzw. Wochen wurden vermehrt Politiker körperlich angegriffen. Welche Politiker sind Ihrer Einschätzung nach derzeit besonders gefährdet?“

Die Antworten auf diese Frage erlauben eine sehr genaue Einschätzung der Propaganda-Wirksamkeit, weil es eine völlig objektive Statistik gibt, welche klar auf die Frage antwortet, welche Politiker am meisten gefährdet sind:

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache. Sie stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage und sind hier nachzulesen. Viele große Medien haben diese Zahlen manipuliert – weil sie statt Gewaltdelikten sämtliche Delikte gegen Politiker mit aufzählen, also auch Äußerungsdelikte (siehe meinen Beitrag „Angriffe auf Politiker – gute Opfer und böse Opfer“ sowie meinen Text „ARD, ZDF & Co manipulieren dreist mit der Gewaltstatistik„)

Der Trick: Äußerungsdelikte werden einfach mitgezählt. Und dazu gehört es dann auch, wenn etwa Grünen-Politiker wegen harmloser Satire Anzeige erstatten. Da sie dabei besonders dünnhäutig sind – in Kürze hier ein eigener Beitrag dazu – gibt es natürlich auch entsprechend mehr Anzeigen als bei Politikern von Parteien, die härter im Nehmen sind.

Die Umfrage von INSA zeigt nun erschreckend, wie erfolgreich die Propaganda von ARD, ZDF & Co ist – und dass sie mehr Einfluss auf die Meinungsbildung hat als die harten Zahlen, also Fakten und Realität.

Die Mehrzahl der Befragten glaubt, entgegen den Fakten, aber brav dem Lügen-Narrativ der Medien folgend, dass die Grünen-Politiker derzeit besonders gefährdet sind in Sachen Angriffen auf ihre Person: 43 Prozent geben dies an. Fast ein Drittel (32  Prozent) nennt hier die SPD, und nicht einmal jeder Dritte (29 Prozent) die Partei, deren Politiker wirklich am meisten gefährdet sind – die AfD. Politiker von CDU/CSU halten 15 Prozent für besonders gefährdet, FDP-Politiker 14 Prozent und Politiker der Linken 13 Prozent. Zehn Prozent sind der Meinung, dass keine Politiker besonders gefährdet sind. 15 Prozent können und vier Prozent wollen diese Frage nicht beantworten.

Während sowohl bei Befragten der Mitte (44 Prozent) als auch links davon (51  Prozent) jeweils der Anteil derer überwiegt, welche Grünen-Politiker als besonders gefährdet ansehen, nennen Rechts-Verortete AfD-Politiker am häufigsten (48  Prozent).

Das zeigt: Die Propaganda wirkt auch über die Parteigrenzen hinweg. Denn selbst von denjenigen, die sich rechts von der Mitte verorten, schätzen nur 48 Prozent die Situation so ein, wie sie laut Statistik wirklich aussieht. Selbst bei den „Rechten“ richtet sich eine Mehrheit von 52 Prozent offenbar nach der Propaganda und nicht nach den belastbaren Zahlen.

So traurig diese Erkenntnis ist – so wichtig ist es, zu verstehen, dass man mit Dauerberieselung und Propaganda die Fakten auf den Kopf stellen kann. Und dass es gelingt, einer Mehrheit der Bevölkerung regelrecht den Kopf zu waschen. So dass sie die Schein-Realität von der Mattscheibe und von anderen Medien als real wahrnimmt – und den Fakten gegenüber resistent bleibt oder die Augen vor diesen verschließt.

Schuld der Medien

Nur diese Mechanismen können erklären, warum immer noch eine Mehrheit der Menschen in diesem Land entweder nicht zur Wahl geht und damit die aktuellen Zustände passiv unterstützt, oder sie aktiv dadurch zementiert, dass sie eine der Parteien wählt, die für diese Zustände verantwortlich sind. Nicht nur die Politik, auch ein großer Teil der Menschen in diesem Land leiden an massivem Realitätsverlust. Der nicht möglich wäre, wenn die Medien ihre ursprüngliche Aufgabe – zu sagen, was ist – wahrnehmen würden und nicht zu einer Propaganda-Abteilung der Politik verkommen wären.

PS: Eines von unzähligen Beispielen für die genannten Mechanismen schildert Vera Lengsfeld eindrücklich in ihrem gerade hier auf meiner Seite erschienen Artikel „Gewalt auf der Süd-Thüringen-Bahn – „Wir reden weder von Ausnahmen noch von ‚Einzelfallen’“. Ihre These: „Unter dem Deckmantel des Schweigens hat die Gewalt inzwischen unvorstellbare Ausmaße erreicht. Doch es besteht das Schweigegebot, weil die Verbindung zwischen unkontrollierter Masseneinwanderung und vermehrt auftretender Gewalttaten nicht thematisiert werden darf.“ Den überaus empfehlenswerten Text finden Sie hier.

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Von Veritatis

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