“Seit 2017 sehen wir, dass Frauen im Schnitt linkere Parteien wählen als Männer. Und 2021 hat sich das noch mal verschärft, vor allem bei den Jungen. In der jüngsten Gruppe sehen wir, dass Frauen häufiger, deutlich häufiger die Grünen wählen, aber auch häufiger die SPD und die Linke. Bei der Union ist es halbwegs ausgeglichen. Männer wählen deutlich häufiger die AfD und die FDP”, sagt Hudde. Und dieser Trend scheint sich, so Hudde, weiter zu verstärken.
Quelle. ARD-Panorama

Ansgar Hudde, angeblich Soziologe an der Universität, wie die ARD schreibt, hat eine unglaubliche Fähigkeit. Nicht nur, kann er im Vergleich zweier Bundestagswahlen von 2017 und 2021 sehen, dass Frauen seit 2017 im “Schnitt linkere Parteien” wählen, er ist auch in der Lage, eine Verstärkung dieses Trends zu erkennenm, auf Basis von zwei Zeitpunkten.

Wir haben die Datengrundlage für dieses unglaubliche Vermögen einmal zusammengestellt:

  • 2017: Anteil der Grünen/Linken unter 18-24jährigen Männern: 21,9% unter gleichaltrigen Frauen: 28,2%
  • 2021: Anteil der Grünen/Linken unter 18-24jährigen Männern: 26,4% unter gleichaltrigen Frauen: 37,2%

Aus diesen vier Zahlen liest Hudde, dass Frauen seit 2017 linkere Parteien wählen als Männer und dass sich dieser Trend (der seit 2017) zu verstärken scheint.

Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, indes angesichts der Tatsache, dass der mittlerweile zersetzte Leichnam des Genderismus im ARD-Format “Panorama” wiederbelebt werden sollte, ist uns eher nach weinen zumute. Manche erinnern sich vielleicht noch an die Genderista, im Wesentlichen deprivierte Frauen, die ihren Ärger darüber, keinen Mann abbekommen zu haben, zu ihrem Lebensinhalt gemacht und als Gender-Ideologie verkauft haben. Mit gehirnzersetzenden Folgen bis heute, denn heute, aktuell, 2024, ist es Ansgar Hudde aufgestoßen, dass es einen “Political Gender Gap” gibt, dass Frauen, besonders junge Frauen linkere Parteien wählen als junge Männer.

Psst.
Kommen Sie näher.
Wir verraten ihnen ein Geheimnis.
Frauen haben zu allen Zeiten in der Bundesrepublik linkere Parteien gewählt als Männer. Das hat damit zu tun, dass linke Parteien Frauen eine Vollkaskoversicherung für ihr Leben versprechen, verbunden mit der Zusage lebenslang garantierter finanzieller Abhängigkeit von staatlicher Alimentierung. Dieser Köder einer vermeintlichen Sicherheit, der viele Frauen bei Wahlen zu linken Parteien zieht, hat schon Max Horkheimer fasziniert und er hat ihn ausführlich beschrieben:

In seinem Beitrag zu den 1936 erschienenen Studien über Autorität und Familie schreibt Max Horkheimer:

„In doppelter Weise stärkt die familiale Rolle der Frau die Autorität des Bestehenden. Als abhängig von der Stellung und vom Verdienst des Mannes ist sie darauf angewiesen, dass der Hausvater sich den Verhältnissen fügt, unter keinen Umständen sich gegen die herrschende Gewalt auflehnt, sondern alles aufbietet, um in der Gegenwart vorwärts zu kommen. Ein tiefes ökonomisches, ja physiologisches Interesse verbindet die Frau mit dem Ehrgeiz des Mannes, vor allem ist es ihr jedoch um die eigene ökonomische Sicherheit und die ihrer Kinder zu tun. Die Einführung des Wahlrechts der Frau hat auch in den Staaten, wo eine Stärkung der Arbeitergruppen erwartet wurde, den konservativen Mächten Gewinn gebracht“ (Horkheimer, 1987, S.59).

Horkheimer, Max (1987 [1936]). Theoretische Entwürfe über Autorität und Familie. Allgemeiner Teil. In: Horkheimer, Max, Fromm, Erich & Marcuse, Herbert (Hrsg.): Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung. Lüneburg: Dietrich zu Klampen Verlag, S. 3-76.

Die Zeiten haben sich natürlich geändert. An die Stelle des Ehemannes als Versorger ist bei vielen Frauen der Staat getreten, in welcher Kapazität auch immer. Sie haben quasi nur den Versorger gewechselt: Nunmehr gilt das Interesse vieler Frauen nicht der Sicherstellung der Arbeitskraft und Gewährleistung der Fügsamkeit des Familienernährers zu den gesellschaftlichen Vorgaben, der Konservatismus, der dazu führt, dass viele Frauen zu den besten Verbündeten des politischen Zeitgeistes werden, hat nunmehr einen neuen Adressaten: Den Staat.

Die ökonomische Sicherheit vieler Frauen basiert auf Transferzahlungen des Staates oder des Einkommenstransfers von Männern zu Frauen, der durch den Staat sichergesestellt wird. Eine neue Allianz hat sich gebildet, eine, die Dr. habil. Heike Diefenbach schon vor Jahrzehnten thematisiert hat: Die vermeintlich emanzipierten Frauen haben ihr Wohl und Wehe zwar immer noch an den “Pater Familias”, der das ökonomische Auskommen sicherstellt, gekoppelt, aber der “Pater Familias” ist nicht mehr der Ehemann, es sind nunmehr die Steuerzahler über den Staat, der Ausgangspunkt der regelmäßigen Geldzahlungen in Transfer oder Einkommen für Beschäftigung beim Staat ist. Die Abhängigkeit wurde getauscht. Galt das Interesse früher der Sicherung der Einkommensquelle “Ehemann”, ohne den die Mittelschichtsfamilie vor dem Nichts steht, so gilt es nun dem Staat, ohne den viele Mittelschichtsfrauen vor dem Nichts stehen.

Davon weiß Ansgar Hudde natürlich nichts. Erstens ist es politisch nicht korrekt, ein paar Fakten einzubringen. Deshalb will Hudde davon gar nichts wissen. Zweitens ist es Soziologie, davon hat er nachweislich keine Ahnung.

Doch zurück zur divergierenden Wahlentscheidung, die im ARD-Oeuvre von Panorama zum politischen Gender Gap hochstilisiert wird. Man könnte über die Ahnungslosigkeit in manchen Redaktionen kotzen, wenn man sich nicht schon über die Ahnungslosigkeit bei denen, die angeblich Wissenschaftler sein wollen und Dinge erforscht haben wollen, aufregen würde.

Bleiben wir doch zunächst bei der grundlegenden Frage: Warum sollte es jemanden interessieren, dass das Wahlverhalten von jungen Männern ein anderes ist als das von jungen Frauen? Sie ahnen vermutlich schon, warum. Die jungen Männer wählen die falsche Partei. Sie wählen häufiger AfD und FDP als junge Frauen, die richtig, mehr Grün und Linke wählen. Zuweilen wird man müde angesichts der jämmerlichen Versuche heftig ideologisch geschlagseiteter Redaktionen, ihre eigene Objektivität zu heucheln:

“An einer Berufsschule in Buxtehude sprechen wir mit jungen Männern über den “Political Gender Gap”. Woran liegt es ihrer Ansicht nach, dass junge Männer und junge Frauen in ihren politischen Einstellungen weiter auseinanderdriften?”

Warum mit jungen Männern, nicht mit jungen Frauen sprechen? Nun, die jungen Frauen wählen Grün oder LINKE, wie die Redaktionsmitglieder von Panorama sicher auch. Deshalb sprechen sie mit jungen Männern, denn die jungen Männer sind anfällig für die Parolen rechter Parteien, wie die Panorama-Ideologen festgestellt haben. Wären sie es nicht, sie würden genau im selben Anteil linke Parteien wählen wie junge Frauen. Und wir alle wissen, die Gleichverteilung aller Verteilungen ist der Fetisch moderner Gesellschaften. Egal, um was es geht: Es muss Gleichheit herrschen. Gleicher Anteil von Frauen in Vorständen. Gleicher Anteil von Schwulen in Parlamenten. Gleicher Anteil von Stimmen für Linke Parteien bei Frauen und Männern. Der Irrsinn der surrealen Welt, in der diese Leute leben, ist nicht mehr zu greifen. Er entzieht sich der Quantifizierung.

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Aber: junge Männer sind das Problem.
Manche von ihnen, so teilt die Panorama-Redaktion entsetzt mit, kennten gar junge Männer, die an traditionellen Rollenbildern festhalten würden und nichts ist im Faschismus schlimmer als Abweichung vom verordneten gleichgemachten Heil einer vorgegebenen Existenz:

“Aus ihrem Umfeld kennen die Berufsschüler außerdem einige junge Männer, die nach wie vor an alten Rollenbildern und traditionellen Familienbildern festhalten und möglicherweise deshalb eher rechtskonservativ wählen”

Indes, junge Männer die nicht links wählen, wählen natürlich nicht links, weil sie zurückgeblieben sind, von der Gesellschaft vergessen wurden. Und hier wird es dann so ärgerlich, dass man die Vorzüge nicht personaler Kommunikation plötzlich zu schätzen weiß …

“Für den Soziologen Ansgar Hudde gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg von Frauen auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt und dem politischen Gender Gap. Ein Trend, den er in einer Datenauswertung feststellen konnte, sei zum Beispiel, dass Männer mit einer niedrigen formalen Bildung immer häufiger Single bleiben. „Das heißt, da ist eine Gruppe von jungen Männern, die dadurch natürlich empfänglicher sind für eine Politik, die die generelle Unzufriedenheit versucht abzugreifen und die vielleicht auch ein Zurück, eine Nostalgie zurück in die Vergangenheit propagiert.“”

So einfach, wie die Welt für Hudde gestrickt ist, kann man wohl davon ausgehen, dass er zu denen gehört, die als Minnesänger durch die Lande ziehen, um nicht “Single” zu bleiben. Indes, kann man durchaus verstehen, dass junge Männer mit einer Ausbildung und einem Zweck und Sinn im Leben, die ein Handwerk erlernt haben und auf eigenen Füßen stehen, mit dem, was von Hochschulen kommt, nichts zu tun haben wollen.

Bringing Boys Back In

Was indes in einer Weise ärgerlich ist, die kaum mehr beherrschbar ist, ist die Ahnungslosigkeit, in der ein Ansgar Hudde diejenigen, die seit Jahrzehnten im schulischen Kontext aktiv und absichtlich benachteiligt werden, die eher von der Einschulung zurückgestellt werden, eher sitzen bleiben, eher auf Sonderschulen abgeschoben werden, weil überforderte Lehrerinnen ihren Halbtagsjob nicht mit Pädagogik anfüllen wollen und können, die in allen Belangen schulischer Bildung benachteiligt sind, nachweislich bessere Leistungen für gleiche Schulnoten erbringen müssen und dennoch bei Grundschulempfehlungen den kürzeren ziehen, in der Hudde JUNGEN als andere Seite der Medaille des “Bildungserfolgs” von Frauen darstellt. Wie viel Bildungserfolg ist denn tatsächlich Erfolg und wie viel das Ergebnis von direkter Diskriminierung von Jungen und Männern durch “Frauenförderung”? Wenn man den Niedergang vor allem der Sozialwissenschaften, mittlerweile eine Domäne weiblicher Studenten und Dozenten betrachtet, dann kommt man schnell zu der Überzeugung, dass der vermeintliche Bildungserfolg staatlich arangiert und Ergebnis der Beseitigung von Leistung und Wettbewerb an Hochschulen ist.

Wir haben schon 2002 in einem Beitrag in der Zeitschrift für Pädagogik darauf hingewiesen, dass im deutschen Bildungssystem nicht Mädchen, sondern JUNGEN Nachteile haben und je weniger männliche Grundschullehrer vorhanden sind, desto größer die Nachteile von JUNGEN. Dass Mädchen, die in Schulen bevorteilt, an Hochschulen von Mentorenprogrammen zum Abschluss getragen und durch unzählige Diskriminierungsmaßnahmen von der Konkurrenz von Jungen freigehalten werden besser abschneiden, als diejenigen, die man aktiv am guten Abschneiden gehindert hat, ist keine Überraschung, nur für Leute wie Hudde, der offenkundig keinerlei Ahnung hat.

Der ganze Unfug dient natürlich dazu, die Wahl der AfD durch junge Männer, die so viel häufiger sein soll als durch junge Frauen als Problem traditioneller Geschlechtsrollen darzustellen, wie sie bei jungen, “zurückgebliebenen” Männern zu finden sind. Diesen BS bringt ein Politikberater, das sind Leute, die keinen ordentlichen Job gefunden haben und sich nun bei Parteien andienen müssen, auf den folgenden Nenner:

Die Reaktion muss der Stärke des Blödsinns entsprechen

“Wenn junge Männer jetzt häufiger rechtspopulistisch wählen, dann geht es auch darum, Kontrolle zurückzugewinnen, Macht und Privilegien zurückzuerhalten. “Wir müssen uns als Gesellschaft wieder darauf verständigen, dass die Gleichstellung von Frauen, die Förderung von Frauen allen zugutekommen, auch den Männern [ist]. Und wenn dieser Konsens da ist, dann wird diese Emanzipationsfrage wieder ein Stück weit weniger relevant werden, auch bei Wahlentscheidungen.”

Das sagt der Politikberater Johannes Hillje, der in seiner ideologisch-durchtränkten Ahnungslosigkeit ein würdiger Partner für Ansgar Hille ist.

Wir erlauben uns an dieser Stelle, die Realität ins Spiel zu bringen. Und weil im Beitrag von Panaorama Fake News über junge Wähler verbreitet wird, konzentrieren wir uns auf das Wahlverhalten von 18-24jährigen seit der Bundestagswahl von 1990.

Um es gleich vorwegzunehmen: Der ganze Zinnober über die traditionellen Rollenvorstellungen, die die AfD für sich instrumentalisieren soll, um die in formaler Bildung zurückgebliebenen Jungs für sich zu gewinnen, ist einfach nur gequirlter Müll, denn bei den drei Bundestagswahlen, an denen die AfD bislang teilgenommen hat, betrug die Differenz zwischen dem Anteil männlicher AfD-Wähler und dem Anteil weiblicher AfD-Wähler schlappe 2,8 (2013), 4 (2017) und 2,7 (2021) Prozentpunkte. Der Trend, um einmal mit Ansgar Hudde hellzusehen, er geht auf eine Verringerung, nicht auf eine Vergrößerung des Unterschieds zwischen den Anteilen männlicher und weiblicher AfD-Wähler.

Der ganze Bullshit-Beitrag von Panorama, in dem thematisiert wird, dass männliche Wähler nach rechts abdriften, während weibliche Jungwähler nach links abdriften, basiert auf der Unkenntnis tatsächlicher Entwicklung und einem Irrtum, was das Wahlverhalten 18-24jähriger betrifft.

Der Reihe nach:

Wenn junge Wähler sich in etwas unterscheiden, dann darin, dass die Abkehr von dem, was man früher Volksparteien genannt hat, in unterschiedliche Richtungen erfolgt. Das bringt uns zurück zum Wahlverhalten, das angeblich ein “Political Gender Gap” hervorrufen soll.

Die folgenden beiden Abbildungen zeigen für die jüngste Wählergruppe der 18-24jährigen und nach Geschlecht unterschieden, die Veränderung der Stimmanteile für die im Bundestag vertretenen Parteien seit 1990.

Wie man diesen Abbildungen leicht entnehmen kann, sind die Parteien, die sich einst Volksparteien genannt haben, in der Gunst der Jungwähler seit 1990 regelrecht abgestürzt. An ihre Stelle sind bei beiden Geschlechtern die FDP und die Grünen getreten. Der Trend, den Ansgar Hudde entdeckt haben will, ist keiner, der in einer Polarisierung Jungen: rechts, Mädchen: links seinen Niederschlag finden. Er findet sich darin, dass junge Wähler CDU/CSU/SPD davonlaufen. Das ist ein seit langem bekannter Trend, bei denen, die sich damit beschäftigen. Aber hier ist es wie mit den Rädern. Wir alle wissen, es gibt sie. Dennoch kommt immer wieder ein Hirni des Wegs und präsentiert seine neue Erfindung: ein Rad oder etwas ähnliches.

Für die nächste Abbildung haben wir etwas gerechnet, einfache Grundrechenarten, die manchen der sich zum Soziologen erklärt hat, offenkundig überfordern. Zunächst haben wir die Anteile linker Parteien (SPD, B90/G und LINKE) und die rechter Parteien (CDU/CSU und Afd [und FDP]) addiert, und zwar für männliche und weibliche Wähler getrennt, um dann aus den erhaltenen Werten durch einfache Substraktion die Differenz zwischen männlichen und weiblichen Wählern zu errechnen. Das Ergebnis findet sich in der folgenden Abbildung: positive Werte bedeuten, der Anteil männlicher Wähler der jeweiligen Parteien ist höher als der Anteil weiblicher Wähler, negative Werte bedeuten dass, der Anteil weiblicher Wähler höher ist als der männlicher Wähler.

Wir haben die Berechnung, weil man bei der gelben Chamäleon-Partei nicht weiß, in welches Lager sie gehört, einmal mit und einmal ohne die FDP als Teil des rechten Parteienlagers durchgeführt. Und wie man sieht, löst sich der gesamte Gegenstand des widerlichen Beitrags von Panorama, mit dem die AfD als besonders für junge Männer, die bei der Ausbildung und auf dem Partnermarkt zu kurz gekommen sind, attraktiv ausgewiesen werden soll, ein Beitrag, dem Politikberater Johannes Hillje durch seinen vollkommen unfundierten und blödsinnigen Beitrag die Krone aufsetzt, in Luft auf.

Seit 1990 hat sich vornehmlich nichts verändert. Weibliche Jungwähler haben in all der Zeit regelmäßig und aus den oben beschriebenen Gründen in größerem Anteil linke Parteien gewählt als männliche, männliche Jungwähler haben sich, auch durch das Auftauchen der AfD in keiner Weise radikalisiert, denn die Differenz der Anteile männlicher und weiblicher Jungwähler rechter Parteien ist seit 1990 nahezu konstant. Sie verändert sich nur, wenn man die FDP hinzuzieht, eine bekanntermaßen politische Eintagsfliege, der es regelmäßig nicht gelingt, ihre Stimmenanteile von einer Wahl zur nächsten zu halten.

Der ganze Beitrag von Panorama basiert somit auf einer grandiosen Fehlinterpretation von Daten, die leicht erklärt ist: Ideologische Verblödung, wie man sie bei Linken so häufig findet, die eine so einfache Welt bewohnen, in der Unterschiede in der formalen Bildung zwischen den Geschlechtern sich so in Wahlverhalten  niederschlagen, dass die armen zurückgebliebenen Jungen zur leichten Beute für die traditionelle und furchtbare AfD werden. Es gibt, um es noch einmal zu betonen, KEINEN Hinweis in den Daten, dass daran auch nur ein Körnchen Wahrheit ist.

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Indes gibt es deutliche Hinweise darauf, wie die Indoktrination in Schulen die Wählerbasis, die selbst etablierte Parteien wie CDU/CSU und SPD einst bei Wählern im Alter von 18 bis 24jahren hatten, erodiert und vor allem junge weibliche Wähler radikalisiert und zur leichten Beute für die Angebote der Grünen, am besten auf den Nenner: nichts gelernt, keinen Abschluss, keine Berufsausbildung, aber einen Listenplatz, zu bringen, macht.

Das ist bedenklich.
Und was sich heute alles Soziologe nennt, ist auch bedenklich. Es mag hilfreich sein, den Gegenstand der Soziologie in Erinnerung zu rufen:

“Soziologie (im hier verstandenen Sinne dieses sehr vieldeutig gebrauchten Begriffes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich erklären will”, wobei soziales Handeln immer ein sinnhaftes auf andere bezogenes oder gerichtetes Handeln ist.”

Es ist definitiv nicht der Gegenstand von Soziologie, die Wahlentscheidung von jungen Männern zu problematisieren. Das ist vielmehr der Rubikon, der Wissenschaft von politischem Aktivismus trennt.


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Von Veritatis

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