Die Gerüchteküche auf Sozialen Medien, speziell X (ehem. Twitter) läuft auf vollen Touren. Fest steht, dass der Hubschrauber des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi vor wenigen Stunden abgestürzt ist. Zunächst war von einer „harten Landung“ die Rede. Verschiedene Quellen melden allerdings bereits den Tod des Präsidenten. Hardliner mutmaßen eine Aktion des Mossad, wofür es zum jetzigen Zeitpunkt noch weniger Belege gibt als für den unklaren Verbleib und Gesundheitszustand des Staatschefs.

Der religiöse Führer der mohammedanischen Diktatur Iran, Ayatollah Chamenei, äußerte in einer Rede im staatlichen Fernsehen, dass sich das Volk keine Sorgen machen soll. Es würde keine Unterbrechung im Handeln des Landes geben. Zum Zustand des Präsidenten äußerte sich der Kleriker nicht.

Ebenso das iranische Staatsfernsehen bestätigte, dass der Präsidentenhubschrauber vor wenigen Stunden „einen Unfall“ hatte. Offenbar geriet die Maschine „in schlechtes Wetter“. Es wurden umgehend Suchtruppen in die Gegend entsandt, welche als „abgelegenes Berggebiet“ beschrieben wird. Neben dem Präsidenten soll sich auch der iranische Außenminister Amir-Abdollahian an Bord der Maschine befunden haben.

Vor wenigen Minuten wurde nun gemeldet, man habe Signale von der Absturzstelle empfangen. Die exakte Position der Absturzstelle wäre bekannt.

Verschiedene Hardliner mutmaßen inzwischen, der Absturz könnte auf eine Aktion des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad zurückzuführen sein. Dafür gibt es freilich keinerlei Belege und weder Israel noch der Geheimdienst würden eine solche Aktion jemals bestätigen.

Im Iran hoffen viele Menschen, dass der Horror der Religionsdiktatur irgendwann vorübergehen möge. Die Errichtung der Diktatur in einem zuvor sehr fortschrittlichen Land war nur durch die Unterstützung des Westens möglich. Laut Berichten gibt es vereinzelt Freuden-Feuerwerk.

Ein Analyst namens Gabriel Noronha schildert die Situation auf X so:

Wenn Raisi tatsächlich tot ist, ist die entscheidende Erkenntnis nicht wirklich, wer seine Nachfolge antritt (das ist der 1. Vizepräsident Mohammad Mokhber, aber nur als Verwalter für 50 Tage vor einer Wahl).

Tatsache ist, dass der nächste Oberste Führer höchstwahrscheinlich Ali Khameneis Sohn, Mojtaba Khamenei, sein wird.

Interne Experten hatten geglaubt, dass der Wettbewerb um die Nachfolge Khameneis als Oberster Führer Mojtaba und Raisi zuzuschreiben sei. Wenn Raisi tot ist, wird Mojtaba der Thronfolger.

Der Posten des Präsidenten ist relativ unwichtig – es geht eher um innere Angelegenheiten als um die nationale Sicherheit und die ideologische Ausrichtung.

Die Expertenversammlung, ein 88-köpfiges Gremium, ernennt den nächsten Obersten Führer, wenn der Oberste Führer stirbt oder sein Amt frei wird.

Die Frage ist, ob irgendjemand sonst Mojtaba bei den internen Machenschaften herausfordern würde. Wenn nicht, gehört es ihm.

Und dann sind wir bereit, dass sich die Islamische Republik (zu Recht) dem Vorwurf aussetzt, sie sei faktisch zu einer erblichen Monarchie geworden – nur im radikal-islamischen Gewand.

Dies würde es für das Regime schwieriger machen, sich von seiner Vorgängerregierung Pahlavi abzugrenzen, die von den Iranern heute rückblickend positiver beurteilt wird.

Noronha stellte auch ein Organigramm der Diktatur zur Verfügung.

Die relative Unwichtigkeit von Raisi für internationale Fragen oder Entscheidungen von großer Bedeutung macht es auch unwahrscheinlich, dass er Ziel eines ausländischen Attentates war.

Die mohammedanische Diktatur gilt nicht nur als erklärter Todfeind Israels, es wird auch gegen die eigene Bevölkerung mit brutaler, eiserner Hand regiert. Rund 500 Menschen sollen pro Jahr hingerichtet werden.





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Von Veritatis

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