Wir leben in Zeiten, in denen die Halbwertszeit von Verschwörungstheorien oft kürzer ist als die Abstände zwischen zwei Versprechern und Aussetzern von US-Präsident Joe Biden.

Der 81-Jährige redete sich in der TV-Debatte mit seinem Herausforderer und Vorgänger Donald Trump in der Nacht auf Freitag regelrecht um Kopf und Kragen.

Biden wirkte wie ein Tattergreis, der nicht mehr ganz Herr seiner Sinne ist und gegen die Demenz ankämpfte.

Selbst im eigenen Lager herrschte nach dem Auftritt Bidens helle Aufregung.

Und sofort wurden Vermutungen der Art laut, die heute schnell als Verschwörungstheorie diffamiert werden – aber deswegen noch lange keine sein müssen.

Die große Frage: Warum haben die Demokraten diesmal auf ein TV-Duell so lange vor der Wahl gedrängt? Dass die erste Debatte noch vor dem Nominierungsparteitag stattfindet, ist absolut ungewöhnlich.

 

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Hätte die Entlarvung danach stattgefunden, wäre Bidens katastrophaler Zustand erst später für eine breite Öffentlichkeit sichtbar geworden, hätten die Demokraten ihn nicht mehr gegen einen anderen Kandidaten auswechseln können.

Daher wird nun im Internet viel spekuliert, die eigene Partei habe den offenbar verwirrten alten Mann, den Kritiker seit langem für eine Marionette von Ex-Präsident Barack Obama halten, absichtlich ins offene Messer der TV-Debatte laufen lassen – um dann noch schnell das Pferd zu wechseln im Präsidentschaftsrennen.

Diese Spekulationen haben nun zusätzliche Nahrung erhalten durch einen Leitartikel in der „New York Times“, dem Zentralorgan der Linken und „Woken“ in den USA. In dem Beitrag des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Nicholas Kristof wird Biden zum Ausstieg aus dem Präsidentschaftsrennen aufgefordert.

So weit, so gut. Doch es gibt Indizien, die darauf hindeuten, dass der Leitartikel mit dem Titel „Präsident Biden, ich habe genug gesehen“ offenbar schon vorgefertigt war, bevor die Debatte startete: „Die URL“, also die Internet-Adresse, „weist darauf hin, dass er zumindest teilweise vorgefertigt und am 25. Juni hochgeladen wurde“, schreibt das Portal SCNR (siehe hier).

SCNR hat Autor Kristof kontaktiert und ihn gefragt, ob er den Artikel vor der Debatte geschrieben hat. Bislang erhielt es keine Antwort.

Weiter heißt es in dem Artikel dort: „Dass die Graue Lady“ – wie die New York Times genannt wird – „einen Artikel fertig hat, in dem sie den Rücktritt des Präsidenten fordert, könnte Theorien Glaubwürdigkeit verleihen, dass es konzertierte Bemühungen gibt, Biden als Kandidaten zu ersetzen.“

Der Artikel Kristofs begann mit den Worten: „Präsident Biden ist ein guter Mann, der eine lange Karriere im öffentlichen Dienst mit einer erfolgreichen Amtszeit als Präsident krönte. Aber ich hoffe, dass er seine Leistung bei der Debatte am Donnerstagabend noch einmal Revue passieren lässt und aus dem Rennen aussteigt, sodass die Wahl eines demokratischen Kandidaten auf den Parteitag im August verschoben wird.“

Kristof fuhr fort: „Nach der Debatte ist es schwer, das Gefühl zu vermeiden, dass Bidens Verbleib im Rennen die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Trump im Januar ins Weiße Haus einzieht.“

Der Autor räumte ein, es möge unfair sein, so etwas zu sagen – doch Bidens Alter und sein Verhalten würden sein hohes Alter in den Vordergrund stellen und Wähler abschrecken.

„Biden kann dies lösen, indem er aus dem Rennen aussteigt“, schrieb Kristof. „Es bleibt keine Zeit, neue Vorwahlen abzuhalten, aber er könnte die Wahl eines Nachfolgers auf den Parteitag der Demokraten in Chicago verschieben. Die Demokratische Partei hat einige prominente Persönlichkeiten, die meiner Meinung nach in einer guten Position wären, um Trump im November zu besiegen, darunter Gouverneurin Gretchen Whitmer aus Michigan, Senator Sherrod Brown aus Ohio und Gina Raimondo, die Handelsministerin. Und es gibt noch viele andere.“

Der Artikel endete mit den Worten: „Mein Telefon ist vollgestopft mit Textnachrichten von Leuten, die, wie einer es ausdrückte, sagten: ‚Lieber Gott. Was sollen wir tun?‘ Ein anderer, ebenfalls ein Fan von Biden, schrieb: ‚Wir müssen unbedingt die Pferde wechseln.‘ Aber die Demokraten haben gezögert, dies laut auszusprechen und Biden zu untergraben. Also wird es an Joe und Jill Biden liegen, diese Entscheidung selbst zu treffen.“

Es werde „eine schmerzhafte Entscheidung“ sein, so der Autor an Biden gerichtet: „Aber, Herr Präsident, eine Möglichkeit, Ihrem Land im Jahr 2024 zu dienen, besteht darin, Ihren Rücktritt anzukündigen und die Delegierten aufzufordern, Sie zu ersetzen, denn das ist der sicherste Weg für unsere Nation.“

Einer der beliebtesten Namen, die als möglicher Ersatz genannt werden, sei der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, so das Portal SCNR. Newsom gilt als besonders radikaler Verfechter eines linken, „woken“ Kurses.

Ansehen können Sie sich die ganze Debatte hier. Eine Auswahl von wichtigen Szenen, die allerdings in meinen Augen beschönigend ist für Biden, finden Sie hier.

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Von Veritatis

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