Das politische System des Vereinigten Königreichs ist, soweit es die „etablierten Parteien“ betrifft, ebenso kaputt wie das deutsche: Selbstgefällige politische Kasper schwelgen in politischer Korruption und gefallen sich darin, inhaltsleere Reden zu Problemen zu halten, die sie ohnehin nicht lösen wollen.

Jahrzehnte, in denen Bürger mit Polit-Darstellern konfrontiert waren, die mehr Solidarität mit supra-nationalen Organisationen und den dort versammelten Figuren fühlen und deren Hauptziel darin besteht, ihnen vorgegebene „Politiken“, die allesamt gemeinsam haben, dass sie die eigene Bevölkerung schädigen, umzusetzen, gehen wohl einem Ende zu. Denn: Eine neue Massenbewegung, eine grass root Bewegung, die immer mehr Zulauf hat, ist im Vereinigten Königreich entstanden und Partei geworden.

Und wer heute von 12.00 Uhr GST bis kurz von 02.00 Uhr GST den Live Stream einer Wahlkampfveranstaltung von Reform UK im Vereinigten Königreich aus den National Exhibition Center in Birmingham verfolgt hat, eine ausverkaufte Veranstaltung, an der rund 5.500 Bürger teilgenommen haben, denen ihre Teilnahme 5 GBP wert war, denn so viel kostete eine Karte, der weiß, wovon wir schreiben.

Stellen Sie sich vor, eine deutsche Partei würde vor die Aufgabe gestellt, 5.500 Bürger, die allesamt 6,25 Euro bezahlen, anlässlich einer Wahlkampfveranstaltung am selben Ort zu versammeln, um ein Gefühl für die Leistung von Reform UK und die Größenordnung dessen, was sich derzeit im Vereinigten Königreich verändert, zu bekommen.

Und natürlich verpassen die Systemmedien in Deutschland wieder alles. Und am 5. Juli 2024 werden sie denen, die noch immer Systemmedien konsumieren, in breiten spationierten Lettern berichten, dass im Vereinigten Königreich eine den meisten unbekannte Partei mit dem Namen Reform UK zwar nicht die meisten Sitze erreicht hat, aber dennoch als der große Gewinner aus der Wahl hervorgegangen ist.

Denn in der britischen Bevölkerung brodelt es, und wie so oft in der britischen Geschichte wird das Ausmaß des Brodelns erst dann sichtbar, wenn die Wahllokale geschlossen sind und ausgezählt wurde.

Noch am Tag der Abstimmung über den Verbleib des UK in der EU, am 23. Juni 2016 veröffentlichte die Financial Times die folgende Poll of Polls, in der die unterschiedlichen Ergebnisse unterschiedlicher Meinungsforschungsinstitute aggregiert wurden:

In der Tat stimmten 48% der Briten für einen Verbleib in der EU, aber 52% stimmten für den BREXIT. Kein Pollster hat dieses Ergebnis vorhergesehen, obschon die Aufgabe lediglich darin bestanden hat, das Ergebnis einer Wahl mit zwei Alternativen vorherzusagen, etwas, das mit einer fifty-fifty-Chance verbunden ist, richtig zu liegen.

Die meisten lagen dennoch falsch.

Die Aufgabe zur Wahl am 4. Juli 2024 ist um ein Vielfaches komplexer. Letztlich müssen die Pollster das Abschneiden von sieben Parteien in 651 Wahlkreisen des Vereinigten Königreichs richtig vorhersagen, um die Sitzverteilung im House of Commons und die Partei, die die Wahlen gewinnen wird, richtig zu bestimmen. Eine Aufgabe, an der sie bereits in der Vergangenheit deutlich gescheitert sind. Wer erinnert sich nicht an die Snap Election, die Theresa May im Juni 2017 angesetzt hat, fest davon überzeugt, ihre Mehrheit von 50 Sitzen erhöhen zu können. Die Pollster hatten es vorhergesagt. Das Ergebnis war ein anderes: Die Tories verloren ihre bisherige Mehrheit und mussten mit der Democratic Unionist Party von Northern Ireland koalieren, um überhaupt eine Mehrheit zustande zu bringen.

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Auf Vorhersagen kann man wenig bauen, wenn es darum geht, das Wahlergebnis einer Wahl zum House of Commons vorherzusagen. Insofern glauben wir, dass keines der Meinungsforschungsinstitute, die Reform UK derzeit bei zwischen 15% und 25% und bei zwei bis 18 Sitzen verorten, das, was am 4. Juli 2024 geschehen wird, auch nur ansatzweise abzubilden im Stande sind. Wir gehören zu denen, die ein weit besseres Abschneiden von Reform UK erwarten, als es bislang prognostiziert wird – schon weil es diese Wahlkampfveranstaltungen gibt, wie sie Reform UK mit 48 Stunden Vorlauf nahezu in jedem Teil des UK aus dem Boden zu stampfen im Stande ist, egal, ob Nigel Farage in Devon redet, in Clacton spricht oder in Sunderland – immer verfolgen große Menschenmengen seine Reden, etwas, das es in der britischen Geschichte seit langem nicht mehr gegeben hat, was – wenn man sich diejenigen ansieht, die derzeit Politiker sein wollen, sicher verständlich wird.

Um unseren Lesern einen Eindruck von der Atmosphäre zu geben, die Reform UK zu schaffen im Stande ist, egal, wo sie ihre Veranstaltungen abhalten, haben wir den Live Stream der heutigen Rally, der größten Wahlkampfveranstaltung in der jüngeren Geschichte des Vereinigten Königreichs von knapp 2 Stunden auf rund 40 Minuten zusammengeschnitten und dabei – wie wir glauben – keines der Highlights ausgelassen.

Tauchen Sie ein in die Atmosphäre, aus der ein politischer Sturm gemacht ist. Auch wenn Sie der englischen Sprache nicht mächtig oder nicht sonderlich mächtig sind, ist es die Gelegenheit, das schon vorab zu sehen, was im Vereinigten Königreich in den nächsten Tagen offenkundig werden wird: ein politischer Sturm, der die Konservativen hinwegfegt und Reform UK zur einzigen ernstzunehmenden Oppositionspartei machen wird.

Bemerkenswert an allen Rednern ist, dass sie ihre Reden frei halten, denn wer Überzeugungen hat, der benötigt keinen Tele-Prompter, um an das, was er sagen wollte erinnert zu werden. In allen Reden geht es um Freiheit, darum, einen überbordenden Staat in seine Schranken zu weisen, die wild-wuchernde Schicht von „Verwaltern“ und „Managern“ auszudünnen, Steuern zu senken, die License Fee für die BBC zu streichen, Net Zero und den damit verbundenen Klimawandel-Wahnsinn zu lassen, die KOntrolle über die eigenen Grenzen wieder zu gewinnen und die Masseneinwanderung zu stoppen, wieder stolz auf das eigene Land zu sein und eine Politik zu betreiben, die auf gesundem Menschenverstand beruht.

Die Redner in Folge:

  • Paul Oakden, Chief Executive von Reform UK
  • Ann Widdecombe, Reform UK Spokesperson for Immigration and Justice
  • Zia Yusuf, Unternehmer und Unterstützer von Reform UK
  • Richard Tice, Chairman of Reform UK
  • Nigel Farage, Leader of Reform UK

Und nun: Viel Spaß!

Und wenn Sie in der Wahlnacht hautnah dabei sein wollen, wenn die Ergebnisse aus den 651 Wahlkreisen Stück für Stück eintröpfeln, dann können Sie das, indem sie unserem Live Stream folgen, den wir ab 22.00 Uhr GST (23.00 Uhr in Deutschland) in einem eigens dazu eingerichteten Telegram-Kanal anbieten. Dort finden Sie bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine Fülle an Informationen, und wenn Sie den Kanal bis zum 4. Juli abonnieren, erhalten Sie von uns eine Einladung in einen Diskussions-Kanal, in dem Sie noch näher an den Geschehnissen und mit uns die Nacht durchleben können.

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Von Veritatis

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