In den 38 Mitgliedsländer der Organisation für Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), ein Relikt des Kalten Krieges, werden immer weniger Kinder geboren. Dazu zählen die meisten weißen Länder und noch einige Staaten im Fernen Osten und in Südamerika.

Halbierung der Bevölkerung

In den OECD-Staaten werden nur noch halb so viele Kinder geboren wie vor 60 Jahren. Im Schnitt bringt eine Frau nur noch 1,5 Kinder zur Welt, was bedeutet, dass sich die Bevölkerung des betroffenen Gebietes jeweils in weniger als 45 Jahren halbiert.

Das hat enorme wirtschaftliche und soziale Folgen, die schon jetzt am Arbeitsmarkt spürbar werden: Immer mehr Unternehmen mangelt es an Mitarbeitern; was an Ausländern ins Land kommt, ist meist für den Arbeitsmarkt nicht tauglich. Sie gilt es durchzufüttern.

Österreich unter OECD-Schnitt

Während Frauen 1960 im Schnitt 3,3 Kinder zur Welt brachten, waren es 2022 nur noch etwa 1,5. In Österreich sogar noch weniger, nämlich 1,41 Kinder pro Frau. Um den Bevölkerungsstand zu halten, wären zumindest 2,05 Kinder pro Frau nötig. Das Schlusslicht in der Geburtenziffer der OECD belegt Südkorea. Dort bekommt eine Frau Jahr im Schnitt nur noch 0,7 Kinder.

Hinzu kommt, dass die Generationenfolge immer länger dauert. Waren Mütter im Jahr 2000 bei der Geburt im Schnitt 28,6 Jahre alt, waren sie 2022 durchschnittlich 30,9 Jahre alt. In Österreich stieg das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt von 28,2. Jahren im Jahr 2000 auf 31,2 Jahre im Jahr 2022 und liegt damit knapp über dem OECD-Schnitt.

Aktive Familienpolitik

Um die traurigen Aussichten zu stoppen und ihnen entgegenzuwirken, empfiehlt die OECD eine verlässliche Familienpolitik. „Dazu gehört bezahlbares Wohnen, Familienpolitik, die dabei hilft, Arbeit und Familie zu vereinen, und eine Kohärenz mit anderen politischen Maßnahmen, die Zugang zu guten Jobs und Karrieremöglichkeiten für Frauen fördern.“



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Von Veritatis

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