Die Berichterstattung zahlreicher Medien erinnert an die Propaganda der Corona-Zeit. „Feinde des Geoengineerings“ würden das wichtige Projekt bekämpfen, mit dem man vielleicht das angeblich gefährliche CO2 in der Atmosphäre im Meer binden könne. Es ist geplant, über 60.000 Gallonen Natronlauge ins Meer zu schütten, um einen Effekt auf den CO2-Gehalt in der Luft festzustellen. Gegner, die man früher noch Umweltschützer genannt hätte, fordern die Behörden dazu auf, das Projekt zu stoppen.

Federführend bei dem Projekt LOC-NESS ist die Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). Diese möchte ca. 227.000 Liter Natriumhydroxid ins Meer schütten, um dann zu beobachten, ob sich damit die Alkalinität des Ozeans verändern ließe. Dies habe einen Einfluss auf die Regulierung des atmosphärischen Kohlenstoffs.

Die WHOI wiederum behauptet, dass man „nur einen ungiftigen, fluoreszierenden Rhodamin-WT-Farbstoff ausbringen möchte, um dessen Bewegung 72 Stunden lang zu verfolgen und somit Rückschlüsse auf die Verteilung von Stoffen im Meer ziehen zu können.“

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Lauge, eine Substanz, von der bekannt ist, dass sie chemische Verbrennungen verursacht und die mit großer Vorsicht gehandhabt werden muss (…) Es ist erstaunlich, dass die EPA überhaupt in Erwägung zieht, gefährliche, ätzende Chemikalien in Meeresgewässer zu leiten, die von mindestens acht gefährdeten Arten, darunter Glattwale und Lederschildkröten, frequentiert werden.

Tom Goldtooth, Mitbegründer der Climate Justice Alliance

Federal Newswire bestätigt, dass bei zwei Anlässen, einmal im Sommer 2024, dann nochmals im Sommer 2025, Natriumhydroxid ins Wasser ausgebracht werden soll. Die Behörden nehmen seit Anfang Juni Kommentare durch die Bevölkerung zu diesen geplanten Versuchen entgegen. Interessant an den Versuchen ist, dass sie in der Nähe der absoluten Top-Luxusgegend der USA, „Martha’s Vineyard“ stattfinden sollen.

Die Produktion von alkalischen Materialien ist extrem energieintensiv und setzt ähnliche oder sogar höhere Mengen an Treibhausgasen frei, als sie beim Ablassen ins Meer entfernen. Die Forscher haben es abgelehnt zu analysieren, wie viel Kohlendioxid bei der Produktion, dem Transport und der Entsorgung des Natriumhydroxids freigesetzt wurde. Daher ist es unmöglich zu wissen, ob die Technologie die Treibhausgasemissionen überhaupt reduziert.

Tom Goldtooth, Mitbegründer der Climate Justice Alliance

Die Gruppe Friends of Earth warnt, dass die ätzende Natriumhydroxid-Lösung „bei Kontakt mit Haut oder Meerestieren chemische Verbrennungen verursacht und damit möglicherweise schwere Schäden an den lokalen Ökosystemen verursachen kann.“

Marine-Geoengineering trägt nichts dazu bei, die Ursachen der Klimakrise zu lösen, sondern gefährdet vielmehr die natürliche Fähigkeit der Ozeane, Kohlenstoff aufzunehmen, und ihre Rolle bei der Erhaltung des Lebens auf der Erde. Experimente im Freien könnten nicht nur dem Leben im Meer unmittelbar schaden, sondern sind auch ein gefährlicher Weg zu potenziell katastrophalen Auswirkungen bei großflächigem Einsatz.

Mary Church, Geoengineering-Kampagnenmanagerin beim Center for International Environmental Law



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Von Veritatis

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