In Malaysia haben die Behörden hunderte geschmuggelte Schildkröten vor dem Verkauf gerettet und einen internationalen Verbrecherring namens „Ninja Turtle Gang“ ausgehoben.

400 für den lukrativen Handel mit exotischen Tieren bestimmte Schildkröten im Wert von umgerechnet rund 750.000 Euro seien von Polizei und Vertretern der Wildtierbehörde beschlagnahmt worden, sagte Abdul Kadir Abu Hashim, Generaldirektor der Behörde für Wildtiere und Nationalparks, am Donnerstag.

Verkauf in Malaysia, Thailand und Indonesien

„Es ist die größte Beschlagnahmung der vergangenen zehn Jahre“, sagte Abdul Kadir der Nachrichtenagentur AFP. Die Tiere hätten in Malaysia, Thailand und Indonesien verkauft werden sollen.

Es werde davon ausgegangen, dass die Schildkröten aus Indien, Pakistan, Bangladesch und Nepal eingeschmuggelt worden seien.

Der stellvertretende Direktor des malaysischen Flughafenzolls, Abdul Wahid Sulong (R), mit beschlagnahmten gefährdeten Schildkröten nach einer Pressekonferenz im Zollkomplex in Sepang am 15. Mai 2017. Foto: Vatsyayana/AFP via Getty Images

Bei dem Einsatz sei ein als „Ninja Turtle Gang“ bekannter Schmugglerring zerschlagen worden, sagte Abdul Kadir. Der Fahrer eines mutmaßlich für den Schmuggel eingesetzten Autos habe die Polizei zu einem Ort geführt, wo seltene Dreikielschildkröten und Indische Sternschildkröten gehalten wurden.

Der kommerzielle Handel mit Indischen Sternschildkröten wurde 2019 verboten.

Glücksbringer

In vielen Ländern Asiens werden Schildkröten als Glücksbringer angesehen. „Die strategische Lage von Malaysia in Südostasien macht das Land zu einer Drehscheibe für den Schmuggel dieser exotischen Arten“, erklärte Abdul Kadir. Die Schildkröten würden über Land oder im Gepäck von Flugpassagieren illegal nach Malaysia eingeführt.

Südostasiatische Länder dienen laut der Tierschutzorganisation Traffic „als Quelle, Konsumenten und Umschlagplätze für Wildtiere“ aus der Region sowie dem Rest der Welt. (afp/red)




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Von Veritatis

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