Österreich hat im Jahr 2025 insgesamt 25.095 Personen die Staatsbürgerschaft verliehen.
Mehr Ausländer, weniger Inländer
Das ist ein Anstieg um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Trend steigender Einbürgerungszahlen fort bei gleichzeitig sinkender autochthoner Einwohnerzahl.
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Von den neu Eingebürgerten lebten 15.512 Personen im Inland, während 9.583 nicht einmal in Österreich wohnhaft waren. Dabei handelt es sich um Nachkommen von politisch Verfolgten des seit 80 Jahren nicht mehr existierenden NS-Regimes, also vor allem Juden. Die meisten Einbürgerungen nach diesem Rechtstitel entfielen auf Personen aus Israel, den USA und dem Vereinigten Königreich.
Einbürgerungen um 19 Prozent gestiegen
Bei den Ausländern mit Wohnsitz in Österreich stiegen die Einbürgerungen um 19 Prozent. In Wien etwa wurden 5.078 Personen eingebürgert. Das ist ein Plus von 38,6 Prozent.
Die vorläufige Einbürgerungsrate – also der Anteil der Eingebürgerten im Verhältnis zu den in Österreich lebenden Nicht-Staatsbürgern – lag bei 0,8 Prozent.
Einbürgerung von Landtagsmandaten
Rechnet man diese Zahl auf Landtagswahlen um und auf die Wahlperiode hoch, wurde damit das Abstimmungsergebnis von zweieinhalb Landtagsmandaten eingebürgert. Mutmaßlich für die SPÖ, die die neuen „Österreicher“ mit Sozialleistungen, Wohnraum und guten Tipps versorgt.
Syrer und Afghanen an der Spitze
Bedenklich ist die Zusammensetzung nach bisheriger Staatsangehörigkeit: vor allem Moslems.
Unter den im Inland Eingebürgerten stellen Syrer mit 3.189 Personen die größte Gruppe dar, gefolgt von Türken (1.632) und Afghanen (1.301). Insgesamt entfielen fast die Hälfte der Einbürgerungen im Inland auf nur fünf Herkunftsstaaten.
FPÖ spricht von „Entwertung des Passes“
Scharfe Kritik kommt von der FPÖ. Sicherheitssprecher Gernot Darmann bezeichnete die Entwicklung als „sicherheitspolitisches Fiasko“. Besonders der starke Anstieg bei Syrern und Afghanen sei ein Beweis dafür, dass das Asylsystem „völlig aus dem Ruder gelaufen“ sei.
Darmann fordert einen sofortigen Einbürgerungsstopp für Asylberechtigte. Asyl sei „Schutz auf Zeit“ und dürfe nicht zu einem „Dauerrecht auf einen Pass“ führen. Die Staatsbürgerschaft dürfe kein „Souvenir“ sein, das am Ende einer Europareise einfach mitgenommen werde.
Fehlender Schutz der nationalen Identität
Der freiheitliche Sicherheitssprecher wirft Innenminister Gerhard Karner und der Bundesregierung vor, beim Schutz der nationalen Identität zu versagen. Anträge der FPÖ auf einen Einbürgerungsstopp für Asylberechtigte seien im Parlament von SPÖ, Grünen, Neos und ÖVP abgelehnt worden.