Eine aktuelle Umfrage der Gratiszeitung Heute zeigt, wie unzufrieden die Österreicher mit der Verlierer-Ampel sind. Die Bevölkerung ist in der Frage vorgezogener Neuwahlen exakt gespalten: 43 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, ebenso viele dagegen.

FPÖ-Anhänger haben klare Meinung

Besonders deutlich fällt der Neuwahlwunsch – wenig überraschend – unter FPÖ-Wählern aus. 92 Prozent von ihnen befürworten vorgezogene Neuwahlen, lediglich fünf Prozent sprechen sich für ein Fortsetzen der bisher erfolglosen Regierungsarbeit bis 2029 aus. Bei den Anhängern anderer Parteien zeigt sich ein völlig anderes Bild. Unter SPÖ-Wählern sind nur 25 Prozent für Neuwahlen, bei ÖVP- und Grün-Wählern jeweils 19 Prozent, bei Neos -Anhängern lediglich 14 Prozent.

Hälfte der 30- bis 59-Jährigen wollen neu wählen

Auch die Jugend hat genug vom endlosen Politik-Versagen: In der Gruppe der 16- bis 29-Jährigen sprechen sich 41 Prozent für Neuwahlen aus. Am höchsten ist der Wunsch nach einem vorgezogenen Urnengang aber bei den 30- bis 59-Jährigen, wo 50 Prozent dafür und 38 Prozent dagegen sind. Deutlich zurückhaltender zeigen sich hingegen die über 60-Jährigen: Nur 34 Prozent von ihnen befürworten Neuwahlen, 58 Prozent lehnen sie ab.

Ampel muss liefern – aber keine Personalrochaden

Laut Peter Hajek, Geschäftsführer von Unique Research, gibt es derzeit keine stabile Mehrheit für Neuwahlen, aber ebenso wenig einen klaren Rückhalt für ein Weiterregieren bis zum regulären Ende der Legislaturperiode. Die politische Stimmung sei beweglich und könne sich rasch verändern. Entscheidend sei, dass die Bundesregierung inhaltlich liefere; personelle Veränderungen an der Spitze der Parteien hätten laut Hajek nur begrenzten Einfluss auf die Stimmungslage.



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