Von der Dokumentation zum Theater: In „Sturm auf Berlin“ am Berliner Ensemble deckt Marie Schwesinger die grotesken Facetten eines Antiterrorprozesses auf. Sie sorgt dafür, dass Bedrohungen von rechts nicht in Vergessenheit geraten

Was passiert, wenn Demokratie von innen heraus angegriffen wird? Diese Frage stellt die Regisseurin Marie Schwesinger in ihrem dokumentarischen Theaterstück Sturm auf Berlin, das am Berliner Ensemble aufgeführt wird. Schwesinger verhandelt darin die noch laufenden Prozesse gegen die sogenannte Gruppe Reuß, die einen Umsturz und einen Angriff auf den Bundestag geplant haben soll.
Zur Gruppe gehörten ehemalige Mitglieder des Militärs, Polizisten, ehemalige Juristen und eine AfD-Abgeordnete. Seit 2024 stehen 26 Angeklagte vor Gericht. Schwesinger begleitete einen der Prozesse und fertigte 1.200 Seiten Protokollnotizen an, die als Grundlage des Stückes dienten. Bereits in anderen Fällen arbeitete sie eng an der Schnittstelle von Journalismus und Theater. Im I
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