Tobias Riegel kommentiert hier einen aktuellen Focus-Beitrag des CDU-Abgeordneten Roderich Kiesewetter und der Wissenschaftlerin Susann Worschech. Indirekt würden Parallelen zwischen dem heutigen Russland und Nazi-Deutschland gezogen. Gefordert werde u.a. die bedingungslose Kapitulation Russlands. Relevanz werde dem CDU-„Sicherheitsexperten“ Kiesewetter immer wieder durch große Medien und ihre Reichweite verliehen. Er wirke „wie ein Eisbrecher, der als Vorhut störende Tabus aus dem Weg“ räume, damit die geschichtslose Kriegspropaganda noch freiere Bahn habe. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante Leserbriefe bekommen und danken dafür. Es folgt nun eine Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Vielen Dank, Herr Riegel, dass Sie in der Brandung der entfesselten Berliner Kriegsgeilheit stehen bleiben.

Russland hat uns noch nie angegriffen, stets pünktlich geliefert, gezahlt und gehört nicht zur Corona unserer Verbündeten, die uns über die Brüssel-EU und den Euro schlicht und einfach ausplündern.

Warum ein B. Kiesewetter seit Jahren unwidersprochen “den Krieg nach Russland zu tragen” aufrufen kann und von den öffentlich-rechtlichen und den Regierungs-mitbezahlten Hauptmedien intensiv promoviert wird, erschließt sich nur für sog. Verschwörungstheoretiker, die am Ende Recht zu behalten pflegen. Bei aller Sorge um manchen eingekreisten Kleinstaat und dessen Ausweichmöglichkeiten kann es keine Billigung für den deutschen Suizid als Kiesewetterschen Königsweg aus der selbsterklärten Zuständigkeit für den Ukrainekrieg geben.

Wer uns gegen Russlands Tausende Atomwaffen treiben will, denen wir nichts entgegenzusetzen haben und denen die USA nichts entgegensetzen werden, muss weg. Seine ihn unterstützenden Parteigenossen gleich mit.

Freundliche Grüße
Alexander G. Roklum


2. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich danke Ihnen für Ihren Artikel zum Agieren von Roderich Kiesewetter.

Das wirkt nach, und ich stelle mir die Frage, ob diese Form von Kriegstreiberei nicht strafbar ist, da sie gegen mehrere Artikel des Grundgesetzes verstößt.

Vielleicht ist es für die Nachdenkseiten interessant, dieser Frage nach zu gehen!

Danke für Ihre Arbeit und freundliche Grüße
Ralf Brester


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

Der Beitrag ruft eine ganze Reihe Fragen auf:

Wie ist es möglich, dass Menschen wie Herr Kiesewetter ungehindert von der Parteibasis bis zu einer Spitzenposition aufsteigen können? Herr Kiesewetter ist ja kein Einzelfall, national wie international gibt es eine Fülle von gleichartigen Personen, in der Jetztzeit und in der Vergangenheit: Merz, Pistorius, Habeck, Baerbock, Strack Zimmermann, Von der Leyen,Trump, Hegseth, Bush, Meloni, Berlusconi, Netanyahu, Ben-Gvir, Katz, Smotrich, Farage, Thatcher, Blair, Boris Johnson, Liz Truss und viele andere.

Was fehlt ist also ein Mechanismus der Menschen wie die oben Genannten von der Macht hält.

Auch der Wähler trägt Mitschuld: was verleitet ihn seine Stimme zu geben an Menschen die ihm grossen Schaden zufügen ? Ist er das hilflose Opfer von Irreführung oder hat er durchaus die Möglichkeit Schaden von sich selbst, seiner Familie und Mitmenschen abzuwenden?

So schwierig ist das nicht, an ihren Worten sind sie zu erkennen, die nicht an die Macht gehören. Ihre Worte sind der Spiegel ihrer Persönlichkeit, ihre Persönlichkeit ist Herz und Sehle ihrer geführten Politik.

Vergessen wir nicht die Medien, sie wählen nicht die Seite der einfachen Bürger, sondern massiv die Seite der schädlichen Macht.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


4. Leserbrief

Guten Tag,

scheinbar sind bei dem hetzerisch und kriegstreibend agierenden Mann die Sicherungen nun vollends durchgebrannt. Mit weiterhin unbewiesenen Behauptungen, haarsträubenden Vergleichen und der Forderung nach einer Stunde Null für Russland, sowie es nach dem 2 Weltkrieg eine Stunde Null für Deutschland gegeben habe. Auch die Behauptung, Russland sei ein Terrorstaat mit imperialem Vernichtungswillen ist bodenlos und hat mit den jetzigen Realitäten nichts gemein.

Kiesewetter sollte sich einmal wieder bewusst machen von wem und was er spricht. Es sei ihm dringend empfohlen und anzuraten, aus seinem Narrativ heraus die Sicherheitsinteressen des Gegenüber zu beachten. Sein vom Stapel gelassenes Gerede und rumpoltern, wird mit Sicherheit nicht zum Vorteil für die weitere Entwicklung in der Sache sein. Wie von Tobias Riegel genannt, gibt es Ansichten, wie etwa von dem Kremelberater Professor Karganov, dass Russland den europäischen Kriegstreibern als bald eine militärische Botschaft senden müsse, um ernst genommen zu werden.

Es bleibt festzustellen, dass solche Proklamationen hetzerisch, kriegstreibend und unausgewogen, an den Realitäten vorbei, eine weitere verbale Eskalation gegenüber Russland darstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


5. Leserbrief

Guten Tag Herr Riegel,

wenn dieser Kriegsertüchtigungsminister nach Kiew reist und gemeinsame Waffenkooperation zwecks Kriegsführung weit in das russische Hinterland hinein beschließt, und das auch mit noch mit meinem Steuergeld bezahlt, wird das erstens als über jeden Zweifel erhabene deutsche Kriegsbeteiligung gegen Rußland und zweitens als ein ungefragtes und nicht legitimiertes Russisch Roulette mit mir und all den anderen hier wahrgenommen! Nun hat die Russische Föderation bekanntlich ihre Nuklear-Strategie aus nachvollziehbaren Gründen für den einschlägigen Verteidigungsfall geändert, weil sie nämlich einen Angriff der NATO oder der EU oder von Deutschland – z. B. auch aufgrund von Äußerungen dieses Kiesewetters und Ko (Kaja Kallas nicht zu vergessen) – befürchten müssen. D. h. es wird mit auf uns gerichtete nuklear bestückte Raketen früher oder später zu rechnen sein. Haben die ganzen skrupel- und verantwortungslosen kriegsgeilen Spinner hier eigentlich irgendein Konzept für diesen Fall ??? Glauben sie solche Raketen abfangen und und vor dem Ziel unschädlich machen zu können, oder wie oder was? Mal gesetzt den Fall das sei möglich. Aber was passiert eigentlich wenn eine solche nuklear bestückte Rakete im Anflug abgeschossen wird? Fällt sie dann schadlos einfach nur herunter? Oder wird dann dort die nukleare Explosion ausgelöst? Und was passiert, wenn so eine Explosion hoch oben am Himmel und nicht auf Erden geschieht?

Zu einer Klärung solcher Fragen schweigen sich offensichtlich so fleißig alltäglich Kriegspropaganda betreibende Politik und Medien tot. Man selbst will so etwas aber unbedíngt endlich mal wissen wollen. Könnten die NDS etwas zur Klärung dazu beitragen oder weiß jemand sogar darüber Bescheid? Vielleicht mal bei der Bundespresse Konferenz oder direkt beim Kriegsertüchtigungsminister nachfragen.

Schöne Grüße und vorsichtshalber nur von
Anonymus


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel & Nachdenkseiten-Team,

ich bin schlichtweg schockiert! Daß Kiesewetter ein Hetzer vor dem Herrn ist, dürfte schon lange bekannt sein, aber seine Äußerungen driften immer weiter in Richtung Faschismus. Übrigens, um ein derartiger Profaschist zu sein, muß man kein Parteibuch einer ultrarechten Partei besitzen. Ein wesentliches Merkmal des Faschismus ist der Wille zur Vernichtung und aus jedem Satz dieses Artikels trieft dieser Wille zur Vernichtung Russlands, das weder Deutschland noch Kiesewetter persönlich etwas getan hat.

Niemand fragt nach den Folgen dieses abgesonderten Irrsinns.

Der große Fehler ist, daß wir Kräfte in der Regierung zugelassen haben, die unverhohlen den Ungeist des Nationalsozialismus wieder aufleben lassen. Obwohl sie um das Wort selbst einen großen Bogen machen, feiern sie seine Wiederauferstehung. Noch vor zehn, fünfzehn Jahren hätte ein Verbreiter derartiger Haßtiraden ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Gesetz wegen Kriegshetze bekommen. Heute darf er ganz offen seinen faschistoiden Fanatismus, selbst im Bundestag, zum Besten geben. Gefolgt von diversen “wissenschaftlichen Koordinatorinnen des KIU Kompetenznetzwerks Interdisziplinärer Ukrainischer Studien”, oder sonstigen in irgendeiner Form mit der Ukraine verbundenen Personen, die wie ihr Präsident immer bestimmender auftreten. Merkt das denn niemand? Es steht doch ganz deutlich da, die Zerstückelung Russlands ist geplant um das Land endlich ausbeuten zu können, wie es die Helsinki-Kommission in “Decolonizing Russia. A Moral and Strategic Imperative” ausführte. Aber – diese angeblich “kolonisierten Völker” sind völlig frei, sie können tun und lassen was sie wollen, ihren Glauben ausüben und werden vom russischen Staat dabei noch unterstützt. Also auch noch Lügen! Warum bekommt dieser Profaschist immer eine so große Bühne?

“Warum machen wir so weiter wie bisher und ertragen sogar ein „Russisches Haus“ im Herzen Berlins, statt diese Diktatur- und Terrorfiliale zu enteignen und zu schließen?” Ich fasse es nicht! Das geschätzte Kulturzentrum “Russisches Haus” als “Diktatur- und Terrorfiliale” zu bezeichnen. Wie groß kann die Schande noch werden. Da kamen mir die Tränen.

Ich schäme mich dessen nicht.

Beste Grüße
Ann-Ripley Hess


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

„Kalte Krieger“ haben in der CDU/CSU stets Konjunktur gehabt und werden sie auch weiterhin haben.

Ich habe immer gesagt „Lieber Knut als Roderich Kiesewetter“!

Diese Figur des STALINGRAD 2.0 Komplexes ist ein Produkt, das viele junge Männer seit ihrer damaligen Wehrpflicht erlebt haben.

Langeweile und Alkoholismus … !

Kiesewetter hat dies auch erlebt und scheint sich davon nicht wirklich erholt zu haben.

„Schlimmer als KZ-Wächter“: CDU-Mann Kiesewetter sorgt betrunken für Eklat bei Volksfest.

Demnach soll Kiesewetter in berauschtem Zustand zu den Securitys gesagt haben, sie seien „schlimmer als KZ-Wächter“, als diese ihn aufforderten, nach Hause zu gehen !

Was war passiert? Roderich Kiesewetter war gegen 1:30 Uhr in der Nacht dazu aufgefordert worden, einen Weinkeller zu verlassen, weil der Ausschank geschlossen worden war. Kiesewetter habe dann besagte Äußerungen getan, wurde daraufhin zunächst in der Weinstube sitzen gelassen, die er später selbstständig verlassen haben soll.!“

Aber auch der Sohn Lutz Kiesewetter ist ein unbeschriebenes Blatt.

„Die „Schwäbische Zeitung“ berichtete damals über Lutz Kiesewetter, den Sohn von Roderich Kiesewetter.

Sohn Lutz war 2014 Thema in der genannten Zeitung, weil er Nazi-Parolen und Beleidigungen geäußert haben soll. Die Schwäbische schrieb dazu unter anderem:

„Von der Homepage der Jungen Union (JU) Nordwürttemberg hat er noch am Freitagmorgen als Bezirksvorsitzender gegrüßt, doch zu diesem Zeitpunkt ist Lutz Kiesewetter gar nicht mehr Chef der 3800 Mitglieder starken CDU-Nachwuchsorganisation.“

Alkohol soll im Spiel gewesen sein. Lutz Kiesewetter war damals 22 Jahre alt. Zwei Jahre nach dem Vorfall ist der damals gerade mal 24-Jährige bereits Leiter der Kommunikation bei der Deutschen Familienversicherung.

Unklar bleibt, was Tim Kellner dazu bewogen haben mag, den Vater über eine zehn Jahre alte Verfehlung des Sohnes anzugreifen. Lutz Kiesewetter hatte sich übrigens zeitnah nach dem Vorfall entschuldigt und ist sofort von seinen JU-Ämtern zurückgetreten.

Wenn es um Ausfälle und Entgleisungen unter Alkoholeinfluss geht, hat Roderich Kiesewetter selbst einiges zu bieten.“( Quelle : Alexander Wallasch 17.04.25 /Kontrafunk )

Zu Kontrapunktnur noch, es ist ein rechtskonservativer Radiosender aus der Schweiz.

Wir sehen, die BUNDESWEHR hat nicht unbedingt das Image, dass sie vorgibt zu haben … !
Dasselbe gilt für Roderich Kiesewetter … !

M f G
B. Schroeder


8. Leserbrief
Moin,
wenn ich den Kiesewetter so höre, dann bleibt mir nur ein Schluß: er ist ein Imperialist. Auch beweist er ein bedrohliches Defizit an Geschichts- & Politik-Kenntnissen in Bezug auf Rußland. Vielleicht sollte er sich einmal von Herrn Putin die Unterschiede erklären lassen, wie man einen Vielvölkerstaat im Gegensatz zu einem Einvölkerstaat erfolgreich zusammen hält? Vor dem Hintergrund, daß ein Politiker aus einem Land, das Rußland schon einmal vernichten wollte, dieses gerne geteilt sähe, kann es einem nur gruseln.

Daß der “Focus” Kiesewetter eine Bühne gibt, verwundert nicht, werden doch so gut wie alle großen Blätter von zweifelhaften Patronen gesponsort, und dieses bildet gewiß keine Ausnahme. Anders herum wird natürlich ein Schuh daraus: eine konzertierte Aktion zwischen Journalisten und Politikern, etwa auf einer Atlantikbrücke vorher so abgesprochen, soll genau die Reichweite bringen. Dabei geht es in erster Linie nicht um russische Politiker, sondern um eine Scharfmachung der Bevölkerung gegen Rußland. Was schwingt hier nicht alles mit: “Rußland ist unzivilisiert” (also: Barbaren?), “Rußland ist nicht selbstbestimmt” (so ein Blödsinn, das genaue Gegenteil ist der Fall), “den Russen geht es aktuell schlecht”: auch hier gibt es gegenteilige Berichte, daß insbesondere nach dem Schluckspecht Jelzin, der das Land beinahe an “den Westen” verkloppt hätte und viele russische Bürger in bittere Armut stürzte, es gerade Wladimir Putin war, der einigen Wohlstand in das Land brachte und damit tatsächlich das Leiden vieler Bürger minderte. Daß auch dort nicht alles Gold ist: geschenkt; man zeige mir ein Land, wo das so ist, und ich ziehe da sofort hin. Dann müßte ich mir wenigstens nicht die deutsche Elendspolitik antun.

Kiesewetter sollte erstmal vor seiner eigenen bundesdeutschen Haustür kehren, gerade, was Inflation, Armut, Wohnungs- sowie Arbeitsplatzmangel angeht; von der Altersarmut und einem katastrophalen Zustandes der Bahn sowie ÖPNV noch gar nicht angefangen. Hier gibt es mehr als genug Baustellen. Anstatt zu krakeelen, sollte er das tun, wofür er ein politisches Amt bekleidet: den deutschen Wohlstand zu mehren. Die Umstellung auf Kriegswirtschaft ist das glatte Gegenteil davon, was auch sein Parteigenosse und Bundeskanzler bestätigte [1].

Würde ein Herr Kiesewetter das Völkerrecht korrekt auslegen, so würde er sich nicht in die inneren Angelegenheiten gleich mehrerer souveräner Staaten einmischen. Wie war das doch gleich mit dem Straftbestand, einen Angriffskrieg vorzubereiten? Allein: Seit “Corona” sind die letzten Reste demokratischer Gewaltenteilung zusammengebrochen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger

Verweise:

[1] anti-spiegel.ru/2026/merz-sagt-offen-dass-die-deutschen-aermer-werden-und-dass-er-nichts-dagegen-tun-will/


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Tobias Riegel, sehr geehrte Redaktion,

ja, und hinter diesen Medienhäusern stehen die Eigentümer der Pressehäuser mit ihren Chefredaktionen, wobei man annehmen darf, dass diese widerum gut vernetzt sind, mit führenden Persönlichkeiten der bürgerlich-kapitalistischen Klasse Deutschlands. Denn diese stehen voll hinter dem Programm von Kiesewetter, Wadephul, Stracke und wie sonst noch alle heißen, die über die von ihnen finanzierten Think-Tanks wohl auch deren Stichwortgeber sind.

Aus diesem Personenkreis habe ich nie etwas gehört, dass sie sich an prominenter Stelle eindeutig gegen den Kriegskurs der Bundesregierung stellen. Sie sind mit der kriegslüsternen Politik der Bundesregierung genau so einverstanden, wie die Vorstände aus den Gewerkschaften, den Kirchen und den großen Unternehmungen. Dazu gesellen sich auch all jene Personen, vom Künstler über die Tagesschausprecher bis hin zum Manager, deren Einkommen oft genug über 10.000 Euro im Monat liegt. Sie alle machen wieder mit, viele davon dadurch, dass sie einfach nur schweigen. Lieber weiterhin “gut” und hemmungslos Kohle kassieren, als “unangenehm” mit seiner Meinung im elitären Kreis aufzufallen, die sich vehement gegen den Kriegskurs der Bundesregierung und ihre bellizistischen Einpeitscher stemmt. Könnte ja vielleicht für sie bedeuten, dass ihnen die monatlichen Einnahmen gekürzt oder ganz gestrichen werden. Dieses Risiko will natürlich niemand eingehen, von diesen Herrschaften. Denn die viele Kohle sitzt ihnen “einfach” näher, als der Frieden und das Leben.

Wie die letzten beiden Weltkriege gezeigt haben, hat nicht Russland bedingungslos kapituliert sondern Deutschland. So wird es auch dieses Mal wieder so sein. Da mag Deutschland noch so sehr beteuern, dass man ja nun all die anderen europäischen Länder an seiner Seite habe, um endlich eine bedingungslose Kapitulation Russlands herbeizuführen, von der man offensichtlich seit der Niederlage von 1945 träumt. Der erneute, verhängnisvolle Weg Deutschlands in den Untergang, dürfte wohl dann der letzte in der Menschheitsgeschichte sein. Stellt sich nur das Problem für jene, die diesen Weg nicht mitgehen wollen. Wohin kann man flüchten, wenn Demonstrationen gegen den Kriegskurs überhaupt nichts bringen und große Teile der Bevölkerung von der Gnade der Unwissenheit betroffen sind, nicht zu wissen, was auf sie in den kommenden Jahren tatsächlich zukommen wird?

Mit freundlichen Grüßen
Günter Brinkhoff


10. Leserbrief
Liebe NDS, nur kurz, denn Sie haben sicherlich mehrere Briefe desselben Inhalts im Postfach.

  1. Der Titel: Sunde –> Stunde
  2. In dem Zitat mit der Poker-Anspielung steht:

    „All-in zu gehen, erfordert Mut, Koordination und eheliche Weitsicht, keine Politik nach dem täglichen Stimmungsbarometer.“

    Unter anderen Umständen wäre das ein amüsanter Tippfehler, aber hier ist es leider zu ernst und sollte korrigiert werden:

    eheliche –> ehrliche

Inhaltlich ist der Artikel exzellent, vielen Dank dafür.

Mit hoffnungslosen Grüßen,
David Ploog

Anmerkung Tobias Riegel: Lieber Herr Ploog,

Vielen dank für die Hinweise.

Das Zitat mit der „ehelichen“ Weitsicht hat Kiesewetter selber so in den Fokus-Artikel geschrieben, das kann ich leider nicht verändern. Wir werden da ein „sic“ einfügen.

Viele Grüße, Tobias Riegel


11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte Redaktion der NDS, sehr geehrte Leserschaft,
eigentlich findet man keine Worte mehr zum Vorgehen und Denken von Herrn Kiesewetter und natürlich auch nicht zu demjenigen seiner Koautorin Susann Worschech, ein Mitglied der Grünen. Da sich beide als Russlandkenner präsentieren, habe ich die KI befragt, ob die beiden jemals in Russland waren mit folgendem Ergebnis:

Nach allem, was öffentlich belegt ist: Es gibt keine Hinweise, dass Roderich Kiesewetter jemals offiziell Russland besucht hat.

Was man dazu sagen kann:

  • In seinen öffentlich dokumentierten politischen Tätigkeiten sind Auslandsreisen u. a. nach Osteuropa, Balkan, Nordafrika und Kuba erwähnt, aber kein Russlandbesuch.
  • In Berichten über seine Außenpolitik wird er vor allem als Russland-Kritiker und Ukraine-Unterstützer beschrieben, nicht als jemand mit Russland-Reisen im Lebenslauf.
  • Medienberichte und politische Einordnungen zeigen, dass er sich stark mit Russlandpolitik beschäftigt, aber eher aus deutscher/Europäischer Perspektive und in sicherheitspolitischen Gremien, nicht durch Reisen nach Russland.

Wichtig:

  • Wenn ein Bundestagsabgeordneter Russland offiziell besucht, wird das in der Regel gut dokumentiert (Delegationsreisen, Ausschüsse, Ministerbegleitungen).
  • Für Kiesewetter gibt es solche Einträge zu Russland nicht öffentlich nachvollziehbar.

Kurzfazit:

Nach aktuellem Stand: Kein Russlandbesuch.

Nach den öffentlich verfügbaren Informationen gibt es keinen belegten Hinweis, dass Susann Worschech jemals in Russland war.

Was sich aus ihrer Forschung und Vita ergibt:

  • Sie ist Sozialwissenschaftlerin an der Europa-Universität Viadrina.
  • Ihr Forschungsschwerpunkt liegt klar auf Ukraine, Zivilgesellschaft, Demokratisierung und Osteuropa, nicht auf Russland selbst.
  • In ihren öffentlichen Lebensläufen, Projekten und Publikationen werden Ukraine, Polen und Mittel-/Osteuropa genannt – Russland wird nur im Kontext von Politik oder Krieg thematisiert, nicht als Forschungs- oder Reiseziel.

Wichtig:

  • Akademische Lebensläufe solcher Wissenschaftler:innen enthalten in der Regel relevante Forschungsaufenthalte oder Feldforschung im Ausland.
  • Bei Worschech sind keine Russlandaufenthalte dokumentiert.

Kurzfazit:

Es gibt keine öffentlichen oder biografischen Hinweise auf einen Russlandbesuch von Susann Worschech.

Dr. Petra Braitling


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Von Veritatis