Gegen den Akademikerball in der Wiener Hofburg finden regelmäßig linksextreme Proteste statt, auch heuer war es wieder so weit – allerdings werden die Gegenveranstaltungen von Jahr zu Jahr kleiner. Info-Direkt-Chefredakteur Michael Scharfmüller erklärt, warum die „Antifa“-Szene sich vor dem traditionellen Ball immer weniger blicken lässt und kritisiert die Polizeiführung.

„Antifa“ ist sich seit Jahren nicht mehr grün

Anders als bei den massiven Ausschreitungen im Jahr 2014, bei denen letztlich ein Sachschaden in Höhe von einer Million Euro entstand, fielen die Proteste in den vergangenen Jahren kleiner aus. Auch am vergangenen Freitag waren die Demonstrationen überschaubar. Seit der Corona-Zeit und der Israel-Palästina-Frage sei das linksextreme Lager zerstritten, so Scharfmüllers Argumentation.

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Kritik an der Polizeiführung

Trotzdem übt er Kritik – und zwar an der Polizei. Deren Führung habe es nicht geschafft, den Ballbesuchern eine ungestörte Anreise zu ermöglichen. Die mit Taxis angereisten Ballbesucher seien nicht über den Heldenplatz zum Balleingang geleitet, sondern teilweise im Kreis geschickt worden.

Gefährliche Situation für RTV-Team

Ein RTV-Team wurde sogar am Ballhausplatz von der Polizei abgewiesen. In der darauffolgenden „kleinen Irrfahrt“ kam es dann zu einer gefährlichen Szene: Der RTV-Bus wurde am Michaelerplatz von „Antifa“-Extremisten umstellt. Schlimmeres konnte dabei von der Polizei verhindert werden.

Versagen von Polizei und Innenressort – was ist der Grund?

Diese Begebenheit zeige jedoch, dass durch das unkoordinierte Vorgehen der Polizeiführung nicht nur Ballbesucher, sondern auch Polizeikräfte unnötig in Gefahr gebracht worden seien, so Scharfmüller. Dabei stelle sich die Frage, ob die Polizeiführung im Innenministerium und in der Stadt Wien nicht fähig sei, solche Einsätze reibungslos abzuwickeln – oder ob der politische Wille dazu fehle.



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