SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler rettet das Klima – und zwar beim Hahnenkamm-Rennen: Mit dem ehemaligen Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, präsentierte Babler sich sichtlich stolz in Kitzbühel. Im Rahmen des dortigen Hahnenkamm-Rennens veranstalte dieser jährlich eine Charity-Auktion, erklärte Babler auf Facebook. 1,3 Millionen Euro würden heuer an Schwarzeneggers Klimaschutz-Initiative gehen, so der umstrittene SPÖ-Chef.
Sozialdemokrat schwärmt von Republikaner
Für seinen Gast – dessen Republikaner ja eigentlich nicht gerade Freunde der Sozialdemokratie sind – hatte er nur lobende Worte. Der „Terminator“ sei „ein Österreicher, der in die Geschichte eingegangen“ sei – „immer noch einen drauf gesetzt und uns immer wieder gezeigt habe, was alles möglich ist“. Gerade in den letzten Jahren sei Schwarzenegger „nicht davor zurückgeschreckt, auch politische Position zu beziehen – ob mahnende Worte an Donald Trump oder als laute Stimme beim Kampf gegen die Erderhitzung“.
„Riesenevent“ bringt „die ganze Welt zusammen“
Auch die Veranstaltung in Kitzbühel verkauft Babler in holprigem Deutsch als spektakuläres „Riesenevent“: Dieses bringe „die ganze Welt zusammen – ob vor den Fernseher oder internationale Größen direkt nach Österreich“. Außerdem stärke es den Wirtschaftsstandort, zeigte er sich überzeugt, denn schließlich stünden dahinter Arbeitsplätze.
Unverständnis und Spott unter SPÖ-Anhängern
In der Kommentarspalte kommt Bablers „Riesenevent“ mit dem prominenten Republikaner allerdings weniger gut an: „Der Arnold ist sicher ein roter Sozi, oder warum schwärmt der Babler so?“, spottet ein Nutzer. „Ein Befürworter der Todesstrafe, der selbst Todesurteile unterzeichnet hat. Auf den seid ihr stolz?“, fragt ein anderer. „Wann wurde die ‚Erderwärmung‘ zur ‚Erderhitzung‘ upgegradet? Bin da nicht auf dem Laufenden“, merkte wiederum ein anderer zu Bablers eigenwilliger Wortwahl an.