In einer Umfrage (ZDF-Politbarometer) liegen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg die Grünen und die Union nun gleichauf. Beide Parteien kämen auf 28 %, wobei die Grünen in den Umfragen anderer Institute vor wenigen Tagen noch knapp hinter der Union lagen. Die Union hatte noch vor enigen Monaten in den Umfragen einen Vorsprung, der wesentlich größer war und teils bis auf 14%-Punkte angewachsen war. Die Dynamik zeigt, dass die Grünen tatsächlich stärkste Kraft werden könnten und damit die Kretschmann-Regierung „grün-schwarz“ sich ggf. noch fortsetzt.

Dies wäre ein Schlag ins Gesicht der konservativen Kräfte in der CDU, die in Baden-Württemberg über Jahrzehnte eine fast uneinnehmbare aufgebaut hatten. Den Grünen wiederum wird an sich vorgeworfen, mit der Ampel-Regierung und u.a. den Beschlüssen zum Verbrenner-Aus den Standort Baden-Württemberg und vor allem dessen Industrie rund um Mercedes-Benz wie auch Bosch und Co. geschadet zu haben. Die Erklärung wäre mit einiger Wahrscheinlichkeit so zu eindimensional, es ist jedoch offensichtlich, dass die Industrie in Baden-Württemberg nach und nach den Standort verkleinert.

Leidtragende sind nicht nur die Arbeitnehmer vor Ort oder diejenigen, die auch von der Wirtschaftskraft profitiert haben (u.a. der Einzelhandel), sondern auch die Kommunen. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist in höchster wirtschaftlicher Not, weil die Gewerbesteuereinnahmen zusammengebrochen sind. Andere Metropolen beklagen gleichfalls das Wegbrechen ihrer Einnahmen.

Nun wählen die Bürgerinnen und Bürger erneut „grün“ und die Union unter dem Spitzenkandidaten Hagel an die Landesregierung. Die SPD sinkt derweil in der oben genannten Umfrage auf nur noch 8 %. An einem Industriestandort wie Baden-Württemberg höchst erstaunlich, zeigt allerdings auch den Stellenwert der Sozialdemokraten in der neuen Welt an.





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