Die Steiermark macht Schluss mit der unverständlichen Gendersprache: Die blau-schwarze Landesregierung hat neue sprachliche Vorgaben für ihre Verwaltung beschlossen. „Gender-Sternchen“, „Binnen-I“ und ähnliche Formen dürfen künftig in Gesetzestexten und offiziellen Dokumenten nicht mehr verwendet werden. Der entsprechende Erlass gilt seit dem gestrigen Freitag für alle Landesbehörden und Abteilungen.
Gesetze werden besser lesbar
Die Initiative geht auf die Landesregierung unter dem freiheitlichen Landeshauptmann Mario Kunasek zurück. Ziel der Maßnahme ist es, die Lesbarkeit von Gesetzestexten zu verbessern und zu einer sprachlichen Normalität im Amtsdeutsch zurückzukehren. Genderformen führen dagegen häufig zu schwer verständlichen Formulierungen.
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Ab November keine Genderformen mehr
Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Zunächst müssen Novellen von Landesgesetzen mit weniger als 20 Paragrafen sofort angepasst und von Genderformen befreit werden. Ab November 2026 sollen dann sämtliche Gesetze und Verordnungen des Landes vollständig ohne Gender-Schreibweisen formuliert sein.
Einfache Regeln statt Gender-Chaos
Stattdessen sieht die neue Sprachregelung vor, nach Möglichkeit geschlechtsneutrale Begriffe zu verwenden, etwa „die Partei“ oder „die Fachkraft“. Wenn eine neutrale Form nicht praktikabel ist, soll aus Gründen der Lesbarkeit die maskuline Form – etwa „der Antragsteller“ – verwendet werden.
Rechtliche Grundlage der Änderung ist eine Überarbeitung des legistischen Handbuchs des Landes sowie ein Erlass des Verfassungsdienstes. Bereits 2025 hatte das Land eine sogenannte „Gender-Generalklausel“ beschlossen, nach der Personenbezeichnungen in Gesetzen grundsätzlich für alle Geschlechter gelten.