Die steirische Landesregierung treibt ihre Internationalisierungsstrategie weiter voran: Seit Donnerstag hält sich eine hochrangige Delegation in China auf, um wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationen zu vertiefen. Angeführt wird die Mission vom freiheitlichen Landeshauptmann Mario Kunasek sowie seiner ÖVP-Stellvertreterin Manuela Khom. Ziel der Reise ist es, bestehende Partnerschaften zu stärken und neue Impulse für Handel und Forschung zu setzen.

Exportrückgang erhöht Handlungsdruck

Der Zeitpunkt der Reise ist kein Zufall. China zählt traditionell zu den wichtigsten Handelspartnern der Steiermark, zuletzt jedoch mit deutlich rückläufiger Tendenz. Im ersten Halbjahr 2025 brachen die Exporte um rund die Hälfte ein und beliefen sich nur noch auf etwa 450 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund unterstrich Kunasek die Bedeutung stabiler internationaler Beziehungen. Gerade in einem von Unsicherheiten geprägten globalen Umfeld sei es entscheidend, bestehende Netzwerke aktiv zu pflegen und auszubauen.

Shanghai als Zentrum für Innovation und Kooperation

Erste Station der Delegation war Shanghai, wo insbesondere Zukunftsthemen wie Robotik und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt standen. Ein zentraler Punkt war die Verlängerung eines seit 2017 bestehenden Partnerschaftsabkommens. Khom betonte in diesem Zusammenhang die Rolle solcher Vereinbarungen als Grundlage für verlässliche Zusammenarbeit. Sie würden Unternehmen Planungssicherheit geben und den Zugang zum chinesischen Markt erleichtern.

Weitere Schritte zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen

Neben der Vertiefung bestehender Kontakte plant die Steiermark auch neue Kooperationen mit weiteren Regionen Chinas. Die wirtschaftliche Bedeutung der Reise spiegelt sich in der Größe der Delegation wider: Mehr als 20 Vertreter aus der Wirtschaft begleiten die politischen Spitzen. Trotz aktueller Herausforderungen bleibt China ein Schlüsselmarkt. Die Mission soll dazu beitragen, die internationale Vernetzung auszubauen und langfristig stabile Rahmenbedingungen für die steirische Exportwirtschaft zu sichern.



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