Auf das Russische Haus in Prag wurde am 26. März 2026 ein Brandanschlag verübt. Dass kein größerer Schaden entstand, war ein glücklicher Zufall: Die an der Fassade aufschlagenden Molotowcocktails zerbarsten, während die durch die Fenster ins Gebäude geworfenen Flaschen unversehrt blieben und keinen Brand im Inneren auslösten.

Unbekannte Brandstifter haben am späten Abend des 26. März 2026 einen Anschlag auf das Russische Haus in Prag verübt. Dies meldet Igor Girenko, Leiter des Hauses, gegenüber RT.

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Russische Häuser nennt man halboffiziell Auslandsvertretungen von Rossotrudnitschestwo – der russischen Behörde, die sich mit humanitärer Zusammenarbeit mit dem Ausland und der Förderung der russischen Sprache und Kultur dort befasst. Sprich, wie alle Russischen Häuser ist auch dieses vor allem eine Kultureinrichtung.

Igor Girenko erklärt, warum es nicht zu einem Brand im Kulturhaus gekommen ist:

„Unbekannte haben das Gebäude des Kulturzentrums mit Brandsatzflaschen beworfen. Nur durch glücklichen Zufall sind drei von sechs Molotowcocktails nicht geplatzt – und dies waren gerade die Flaschen, die unmittelbar ins Gebäudeinnere geworfen wurden.“

Girenko betont die schiere Perfidie der Brandstifter:

„Man kann sich die Folgen schwer vorstellen, wäre diesen Unmenschen ihr Unterfangen gelungen: Die Fenster, die von den Terroristen anvisiert wurden, waren Fenster der einrichtungseigenen Bibliothek; offensichtlich wurde auch die Zeit für dieses Verbrechen nicht zufällig gewählt – für heute ist die Abschlussveranstaltung der Russischen Kulturtage geplant.“

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Wer die besagten Terroristen in etwa sein könnten, deutet der Leiter des Kulturhauses recht transparent an:

„Gegen die Kultur zielen können nur schier unmenschliche Kreaturen! Ihre Handschrift und ihre Verhaltensweisen sind uns gut bekannt.“

Girenko sprach besonderen Dank an die Feuerwehr und Polizei der Hauptstadt Tschechiens aus, die innerhalb von Minuten am Ort des Verbrechens waren.

Dennoch, so vermelden die tschechischen Ordnungshüter, habe der Ausführende vom Ort des Verbrechens fliehen können – nun werde nach ihm gefahndet.

Pawel Schewzow, ein stellvertretender Leiter von Rossotrudnitschestwo, erklärt sich mit Girenkos Einschätzung des Verbrechens einverstanden:

„Wir werten dies als einen Terrorangriff gegen ein Kulturzentrum von Rossotrudnitschestwo, gegen Russlands Staatsbesitz. Es war ein wohlgeplanter, gezielter Angriff:

Das Gebäude des Kulturzentrums wurde gezielt so mit Brandsätzen beworfen, dass ein maximaler Schaden entsteht – man visierte die Gebäudemitte an, die Bibliothek, wo eine große Menge brennbares Material lagert.“

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, klassifizierte den Anschlag als Akt der Barbarei.

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