Die Statistik Austria hat neue Zahlen zu den öffentlichen Finanzen 2025 und die Schnellschätzung zur Inflation im März 2026 vorgelegt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Das Budgetdefizit liegt bei 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – das sind 21,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig schnellt die Inflationsrate auf 3,1 Prozent hoch, nach nur 2,2 Prozent im Februar. Österreich steckt tief im wirtschaftlichen Abstieg, und die neuesten Zahlen machen klar: Die Hochphase dieses Niedergangs hat gerade erst begonnen.

Inflation explodiert wieder – Energie und Dienstleistungen als Dauerbrenner

Die Teuerung hat sich innerhalb eines Monats um 0,9 Prozentpunkte nach oben geschraubt. Laut Statistik Austria geht der Sprung fast vollständig auf Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück: Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 6,1 Prozent, nachdem sie im Februar noch um 4,1 Prozent günstiger war. Dienstleistungen bleiben der stärkste Treiber und legten von 4,0 auf 4,5 Prozent zu.

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Defizit bleibt trotz Koalitions-Selbstlob dramatisch hoch

Auch bei den Staatsfinanzen sieht es nicht besser aus. Das Defizit sank zwar leicht von 4,6 Prozent im Jahr 2024, liegt aber weiter klar über der Maastricht-Grenze von drei Prozent. Die Staatsausgaben stiegen auf 283 Milliarden Euro, die Einnahmen auf 261,5 Milliarden. Die Schuldenquote kletterte von 80 auf 81,5 Prozent des BIP, der absolute Schuldenstand liegt bei 418,1 Milliarden Euro. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) versuchte bei der Präsentation heute, Dienstag, dennoch Optimismus zu verbreiten und sprach von einem „sehr erfolgreichen ersten Schritt der Budgetkonsolidierung“.

Der langsame, aber stetige Abstieg Österreichs

Wer die Zahlenreihen der letzten Jahre betrachtet, erkennt das Muster. Seit 2022 pendelt das Defizit hartnäckig über der Drei-Prozent-Marke, die Schuldenquote liegt dauerhaft über 80 Prozent. 2025 war kein Neuanfang, sondern nur die Fortsetzung eines Trends: Einnahmen wachsen, Ausgaben wachsen fast genauso schnell, und die reale Wirtschaftsleistung hinkt hinterher. Die Inflation, die gerade wieder auf 2025-Niveau zurückspringt, trifft genau die Leistungsträger, die ohnehin schon mit höheren Steuern und Abgaben kämpfen. Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS unter Kanzler Christian Stocker verspricht seit ihrem Amtsantritt im März 2025 Konsolidierung – doch die Realität ist eine Hochphase des wirtschaftlichen Abstiegs, die die Bürger mit steigenden Preisen und einer immer schwereren Schuldenlast bezahlen.



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