In einem hochaktuellen Interview aus dem verschneiten Moskau hat der international renommierte Geopolitik-Experte Pepe Escobar am 19. Februar 2026 in der Sendung „Judging Freedom“ von Judge Andrew Napolitano Klartext gesprochen. Während die Welt auf eine mögliche Eskalation im Nahen Osten blickt, warnte Escobar eindringlich: Sollten Israel und die USA den Iran angreifen, werden China und Russland nicht abseits stehen – sie handeln bereits im Stillen und sind bereit, massive Konsequenzen auszulösen.

Die „regelbasierte Weltordnung“ als blanker Hohn

Escobar zerpflückt die westliche Rhetorik gnadenlos. Die sogenannte „regelbasierte internationale Ordnung“ sei endgültig als Farce entlarvt worden – spätestens durch die Rede des US-Außenministers Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Rubio habe dort offen zur „Rekolonisierung des Globalen Südens“ aufgerufen und die Europäer eingeladen, sich als Juniorpartner anzuschließen, um ihre einstige koloniale „Glamour“ zurückzugewinnen. Der US-Außenminister habe die USA als „Kind der europäischen Zivilisation“ bezeichnet – von der Antike über Athen bis heute – und dabei die amerikanische Unabhängigkeit 1776 einfach ignoriert.

Die Reaktion im Saal? Stehende Ovationen. Escobar kommentiert trocken: „Das kann man sich nicht ausdenken.“

Scharfe Kritik an der EU-Führung

Besonders beißend fällt seine Kritik an der europäischen Außenpolitik aus. Die „ghastly Estonian“ – die hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas – bezeichnet er als „blutige Idiotin“ mit dem IQ eines „zerlegten Wurms“. Sie spreche ausschließlich „russophob“ und habe zu Afrika, Lateinamerika oder anderen Regionen nichts Substanzielles zu sagen.

Escobar zitiert einen europäischen Philosophie-Professor, der Kallas aus Studienzeiten als „dümmste Person im Raum“ kenne. Solche Figuren würden bewusst in Brüssel platziert, weil sie als nützliche Idioten leicht zu lenken seien. Die gesamte EU-Kommission sei von ähnlichem Kaliber – mit Ausnahme vielleicht von Pascal Lamy vor 25 Jahren.

Die Ukraine-Verhandlungen: Ein tragikomischer Kabuki-Tanz

Zu den laufenden Gesprächen in Genf zwischen USA und Ukraine mit russischer Beteiligung zeigt sich Escobar zutiefst skeptisch. Selbst die Hinzunahme hochrangiger Russen wie Wladimir Medinski, rechte Hand Putins und Historiker, und Michail Galusin habe nichts gebracht.

Die Verhandlungen dauerten ganze zwei Stunden – und das war’s. Medinski habe lediglich von „Fortschritten“ gesprochen, die jedoch „nichts“ bedeuteten.

Escobar berichtet von Gesprächen mit russischen Militärs und Diplomaten: Man sitze einem „Kriegsverbrecher“ wie Budanow gegenüber, es gebe nichts zu verhandeln. Der ukrainische Unterhändler habe selbst einen russischen General ermordet und einen weiteren versucht zu töten.

Ein Witz kursiere in Moskau: Drei amerikanische Immobilienmakler – Trump, Kushner und Witkow – wollten den Ukraine-Krieg „lösen“. Escobar spricht von einem „zwei-gleisigen Prozess“ und einem geleakten „Kirill-Dimitri-Plan“ mit sieben absurden Punkten, den weder Putin noch die russische Führung ernst nehme.

Die Behauptung, Putin würde alles tun, um Sanktionen zu lockern und US-Investitionen zu ermöglichen, sei pure westliche Desinformation von Reuters, AP, Wall Street Journal und CNN.

Iran: Die stille Unterstützung Moskaus und Pekings

Der Kern des Interviews dreht sich um die drohende Eskalation gegen den Iran. Escobar betont: Russland und China handeln nach ihrer bewährten Strategie – sie reden nicht darüber, was sie tun.

Der russische Militärexperte Guruljow habe klargemacht: Es gebe feste Protokolle der strategischen Partnerschaft mit Iran. Russland helfe bei Counter-Intelligence, die chinesischen Satelliten überwachten bereits das iranische Stromnetz, das nach dem 12-Tage-Krieg modernisiert und abgesichert worden sei.

Iranische Delegationen in Moskau bestätigten: Alles, was wir brauchen, liefern sie – und umgekehrt.

Bei einem Angriff würden die Chinesen sofort handeln: Die PLA-Navy würde iranische Tanker eskortieren. Wollt ihr uns angreifen? Dann tragt die Konsequenzen.

China beziehe täglich 1,4 Millionen Barrel iranisches Öl. Sollten die USA eskalieren, könnten die Chinesen zwei Wochen abwarten – sie hätten ausreichend Reserven.

Die Iraner selbst würden bei einem „Shock-and-Awe“-Angriff sofort die Straße von Hormus blockieren – mit allen verfügbaren Mitteln, einschließlich Seeminen. Jeff Sachs habe errechnet: Der Benzinpreis in den USA würde auf mindestens 10 Dollar pro Gallone steigen. Das wäre für Trump politisch tödlich und würde die globale Wirtschaft durch eine Explosion der Derivate in Billiardenhöhe kollabieren lassen.

Angriff auf drei BRICS-Mächte – ein fataler Fehler

Escobar sieht in einem US-Angriff auf Iran nicht nur einen Konflikt mit einem Land, sondern einen direkten Angriff auf drei BRICS-Staaten: Russland, China und den Iran.

Genau das sei der Plan von „Trump 2.0“: Rekolonisierung des Globalen Südens, wie Rubio in München offen propagiert habe – nur in höflicher europäischer Champagner-Atmosphäre.

Er zitiert sinngemäß die bekannte Strategie: Man solle den Gegner nicht unterbrechen, wenn er dabei sei, einen fatalen Fehler zu begehen. Wenn Trump zuschlage, begehe er genau diesen Fehler.

Fazit: Die Weltordnung verschiebt sich radikal

Der Philosophie des Krieges widmete sich Escobar am Rande durch das Gespräch mit einem russischen Kommandeur: Jeder Krieg solle eigentlich vermieden werden – aber wenn er geführt werde, dann mit voller Konsequenz. Genau das habe Russland in der Ukraine getan.

Die aktuelle Lage beschreibt er als tragikomisch: Kriminelle Elemente verkleideten sich als seriöse Verhandlungspartner, während die Ukraine um sich herum zusammenbreche.

Pepe Escobar beendete das Gespräch mit einem Augenzwinkern – er wolle nun einen Spaziergang durch den Moskauer Schnee machen. Sein Fazit jedoch bleibt düster und unmissverständlich: Die Weltordnung verändert sich radikal. Wer den Globalen Süden und die BRICS-Mächte unterschätzt, werde die Rechnung teuer bezahlen. China und Russland sitzen nicht tatenlos herum – sie sind bereits positioniert, um jeden Fehler des Westens mit voller Wucht zu beantworten.



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