Erinnern Sie sich noch? Wer 2015 angesichts der unkontrollierten Massenzuwanderung aus Kriegs- und Krisengebieten vor späteren Problemen mit wachsender Kriminalität warnte, wurde sofort als rechts und als „Nazi“ abgestempelt. Inzwischen ist genau das eingetreten, was damals als „rechte Verschwörungstheorie“ abgetan wurde.

Während die stramm rot-grüne Mehrheit der großen Medien weiter nach dem Tucholsky-Zitat agiert, dass derjenige, der auf den Schmutz hinweist, viel gefährlicher ist als derjenige, der ihn verursacht, gibt es bei einigen früher konservativen Medien erste Anknüpfungspunkte an die Realität. Wohl, weil die einfach nur noch zu übersehen ist, wenn man eine allzu rot-grüne Brille trägt. Kurz als Alibi ganz oben, dann diskret ins Untergeschoss der Seite verbannt, titelt „Focus Online“ heute: „Uns droht katastrophale Lage – Clan-Forscher warnt vor neuer Gewaltwelle durch Zuwanderer“. Dabei ist das „uns droht“ noch eine beschönigende Umschreibung – denn wir haben bereits eine katastrophale Lage, zumindest außerhalb der rot-grünen Wohlfühlblasen wie Berlin-Mitte.

„Der renommierte Clan-Forscher Mahmoud Jaraba warnt vor einer Ausbreitung krimineller Clans in Deutschland. Besonders unter Flüchtlingen aus Syrien hätten sich gefährliche Netzwerke gebildet – auch außerhalb von Großstädten wie Berlin“, heißt es dann im Text. Jaraba schildert ausführlich, was alles schief läuft – ich erspare Ihnen die Details, denn die meisten von Ihnen kennen sie, viele auch aus eigenen bitteren Erfahrungen. Wenn Sie sich das antun wollen, können Sie das hier nachlesen. Das wohl bitterste Fazit: Der deutsche Staat begehe ähnliche Fehler wie bei der Entstehung der „klassischen Clankriminalität“ in den 1980er- und 1990er-Jahren.

Ganz ehrlich – wer hätte von diesem Staat etwas anderes erwartet? Wegsehen und Schönreden sowie die Stigmatisierung derjenigen, die auf die Gefahren hinweisen, haben im angeblich „besten Deutschland aller Zeiten“ eine finstere Tradition. Die Folgen laut Jaraba: „Die klassische Clankriminalität war zunächst auf wenige Städte und Milieus konzentriert – etwa Berlin, das Ruhrgebiet, Bremen oder Teile Niedersachsens. Die aktuelle Entwicklung ist breiter. Wir sehen solche Strukturen heute in deutlich mehr Städten, im Westen wie im Osten Deutschlands.“

Der Mann gibt sich dann noch konziliant – wie zu erwarten war: „Von einem vollständigen Staatsversagen würde ich nicht sprechen, aber die vorhandenen Ressourcen reichen vielerorts nicht mehr aus.“