In den Weihnachtsferien 2001/02 hatte Dr. habil. Heike Diefenbach die Idee, einmal gegen die öffentliche Propaganda zu bürsten und die Nachteile, die Jungen im deutschen Bildungssystem haben, zu untersuchen. Ausgehend von der Hypothese, dass man nicht Angehörige einer bestimmten sozialen Klasse, damals vornehmlich Mädchen, heute sind weitere Merkmale hinzugekommen, die ihren Träger zum „Bevorteilten“ machen, systematische bevorzugen kann, ohne die verbleibenden, in diesem Fall Jungen zu benachteiligen, zu diskriminieren wie es heute heißt, haben wir uns ans Werk gemacht.
Wir haben die Idee in wochenlanger Kleinarbeit umgesetzt, beim Statistischen Bundesamt einen Verbündeten gefunden, der uns mit Daten versorgt hat, die wir ansonsten hätten mühsam zusammensuchen müssen und unsere Auswertung nach mehreren Wochen Daten- und Rechenarbeit mit Ergebnissen beendet, die selbst uns erschreckt haben, denn das Ausmaß der BENACHTEILIGUNG von Jungen im Deutschen Bildungssystem war exorbitant. Der Beitrag, in dem wir unsere Ergebnisse berichten, wurde von der Zeitschrift für Pädagogik und unter einem persönlichen Opfer des damaligen Sekretärs der Zeitschrift, der einen eigenen Beitrag zurückgezogen hat, um unseren schneller veröffentlichen zu können, in der Ausgabe 6/2002 der Zeitschrift für Pädagogik veröffentlicht:
“ data-medium-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2011/07/bringing-boys-back-in.jpg?fit=300%2C225&ssl=1″ data-large-file=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2011/07/bringing-boys-back-in.jpg?fit=640%2C480&ssl=1″ class=“wp-image-527 “ src=“https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2011/07/bringing-boys-back-in.jpg?resize=640%2C480&ssl=1″ alt=““ width=“640″ height=“480″/>Bringing Boys Back In
Mit diesem Beitrag haben wir den Hühnerhaufen, der damals bis heute „Feministen“ umfasst hat, in helle Aufregung versetzt, nicht nur zeigen wir in diesem Beitrag, dass im deutschen Schulsystem NICHT Mädchen, sondern Jungen erhebliche Nachteile haben, deutlich häufiger ohne Schulabschluss bleiben, deutlich seltener eine Hochschulreife erreichen, wir zeigen auch, dass die Nachteile von Jungen mit dem Anteil weiblicher Grundschullehrer steigen.
Ein Supergau für die Genderista, deren Reaktion wir an dieser Stelle nicht zum Gegenstand machen, zum einen, weil sich jeder vorstellen kann, wie sie ausgefallen ist, zum anderen, weil Interessierte auf ScienceFiles nachlesen können.
Nein, heute, fast ein viertel Jahrhundert später, ein viertel Jahrhundert, in dem sich in Deutschland und in anderen Ländern, die dieselbe ideologische Seuche teilen, die Deutschland seit Jahrzehnten heimsucht und die mittlerweile vom Genderismus in den Wokismus mutiert ist, geht es um einen Bericht, den die Britische Commission on Race and Ethnic Disparities veröffentlicht hat, ein Bericht, der mit dem Ergebnis endet, weiße Jungen, vor allem weiße Jungen aus Arbeiterfamilien oder mit depriviertem Hintergrund (Vater arbeitslos, Mutter alkoholabhängig, alleinerziehen, auf Stütze, …) bleiben in der Bildungs- und nachfolgenden Erwerbshierarchie WEIT hinter anderen Ethnien und Mädchen zurück. Jahrzehnte der Bevorteilung aller außer (weißen) Jungen sind nicht ohne Folgen geblieben.
Vorhersehbare Folgen einer Politik, bei der es NIE darum ging, Ungleichheit zu beseitigen, denn das einzige, was man dadurch, dass man bestimmte Merkmalsträger diskriminiert, hier weiße Jungen oder Jungen allgemein schaffen kann, ist Ungleichheit und Zweifel am Verstand derjenigen, die auf diese Weise GRUPPENGLEICHSTELLUNG betreiben wollen.
Das ist der Kern der modernen ideologischen Verblödung, die (a) Ansicht, Gruppen hätten eine Existenz und würden diejenigen, die über ein Merkmal vergruppt wurden quasi homogenisieren, und (b) man könne Gruppen auf gesellschaftlicher Ebene gleichstellen.
Derartiger Mist kann nur im Gehirn ideologischer Linksausleger wachsen, denn (a) es gibt keine Gruppen. Es gibt nur INDIVIDUEN die aufgrund eines willkürlich gewählten Merkmals zu Gruppen zusammengepfercht werden, Gruppen, in denen die Unterschiede ZWISCHEN den Gruppenmitgliedern gemeinhin, wenn nicht immer, größer sind als die Unterschiede zwischen Gruppen unterschiedlicher Merkmalsträger. Will man nun (b) Gruppen, die über EIN Merkmal gebildet wurden, gleichschalten, dann geht dies nur, in dem KONKRETE Individuen aus unterschiedlichen Gruppen entweder bevorteilt oder benachteiligt werden. Die Irren, die seit Jahren Gleichstellungspolitik betreiben, wollen also dadurch, dass sie KONKRETE Indivdiuen bevorteilen oder benachteiligen errechnete, ohne jede Erklärung als sakrosankt erklärte Unterschiede ZWISCHEN Gruppen, die keinrlei reale Existenz haben, beseitigen.
Wahnsinn exponentiell.
Aber natürlich ist all das Gebrabbel über die Gleichheit, die erreicht werden soll, Honig, der den Leichtgläubigen ums Maul geschmiert wird, damit sie die Drecksarbeit für die wenigen, die von „Gleichstellungspolitik“ profitieren, erledigen, denjenigen einen Push geben, die sich über Gleichstellung einen Vorteil gegenüber anderen im Zugang zu Ressourcen, an die sie mit legalen Mitteln nie gelangt wären, verschaffen wollen.
Wir haben 2002 darauf hingewiesen, dass man nicht Mädchen bevorteilen kann, ohne Jungen zu benachteiligen und seither hat sich dieses nicht nur logische Nullsummenspiel mit unterschiedlichen Gruppen wiederholt, deren Lobbyisten eine Gelegenheit gesehen haben, sich in gleicher Weise Vorteile zu verschaffen, wie dies die Mitglieder der angeblichen Frauenbewegung getan haben. Und das Ergebnis holt uns nun in Form von Berichten, wie dem der Commission on Race and Ethnic Disparities, die von Dr. Tony Sewell (ein „e“ an der falschen Stelle, verhindert die Einreihung …) geleitet wurde, ein, Berichten, die den „Erfolg“ jahrzehntelanger Bevorteilung von Personen auf Grundlage willkürlicher Merkmale dokumentieren.
Als Folge sind weiße Jungen, vor allem aus der Arbeiterschicht oder aus deprivierten Haushalten abgehängt. Sie erreichen die geringsten Bildungsabschlüsse, wenn sie überhaupt einen Abschluss erreichen, bleiben hinter den Angehörigen nahezu aller anderen Ethnien, von Asiaten über Schwarze bis zu Sinti zurück. Sie sitzen am Ende der Hierarchie in nahezu jeder Hinsicht schulischer Leistung.
Nicht Diskriminierung, so schreiben die Autoren des Reports, sei Ursache für Unterschiede zwischen Ethnien, sondern kulturelle Faktoren, Aspirationen und das Ausmaß der Integration in die Gesellschaft. Kontrolliere man diese Faktoren, dann gebe es einen eindeutigen Bildungsverlierer: Weiße Jungen.
„Meanwhile, the numerically largest disadvantaged group is low income White boys, especially those from former industrial and coastal towns, who are failing at secondary school and are the people least likely to go to university. Unlike many other reports on race and ethnicity we have included the White group in our deliberations. For a range of outcomes, White working class children trail behind their peers in almost all ethnic minority groups, although the extent of these disparities vary by area.“
Und hier ist der Punkt, an dem wir widersprechen, auf Grundlage der folgenden Tabelle aus dem Report von Sewell et al. (2026) widersprechen:
Was man hier sieht, haben die Autoren in verbrämter Variante wie folgt umschrieben:
„Poor White groups, and especially poor White boys, do badly in the education system everywhere, whereas in some areas at least, especially London, poor ethnic minorities are improving rapidly.
Hier steht im Wesentlichen, dass der Abstand zwischen Weißen, vor allem weißen Jungen aus armen Elternhäusern – wie im Bericht deutlich wird und ethnischen Minoritäten stetig größer wird. Die Tabelle oben zeigt, dass Weiße (also vornehmlich weiße Jungen) IM VERLAUF ihrer Schulzeit zurückbleiben. Sie starten im Hinblick auf die schulischen Leistungen (dargestellt sind pro Spalte die Anteile der Schüler der jeweiligen Ethnie, die bestimmte Anforderungen -in Reihe: Erwartungen an körperliche und geistige Entwicklung bei Einschulung, Mindestleistungen in Lesen, Schreiben und Rechnen, gute Leistungen in Englisch und Mathematik in der „Abiturprüfung“, Spitzenleister – gerecht werden), über dem Durchschnitt aller Schüler und verlieren im Verlauf der Schulzeit an Boden, landen schließlich unter dem Durchschnitt.
Weiße Schüler verlieren im Verlauf ihrer Schulzeit Boden gegenüber Schülern anderer Ethnien, ein Umstand, den man in Teilen über Aspiration und individuelle Präferenzen erklären kann, bei denen sich indes die Frage stellt, warum sie ausgerechnet bei Angehörigen der Mehrheitskultur seltener im Einklang mit schulischem Angebot stehen sollten als bei Angehörigen anderer Ethnien, so dass man, ob man das will oder nicht, zu dem Schluss kommt, dass der Boden, den weiße Schüler im Verlauf ihrer Schulzeit gegenüber anderen Ethnien verlieren, auf ein für sie averses Schulklima zurückzuführen ist, und ein averses Schulklima ist der Anfang von DISKRIMINIERUNG. Es ist somit wahrscheinlich, dass die Tabelle oben die Ergebnisse dauerhafter schulischer Diskriminierung von weißen, im Wesentlichen weißen Jungen, vornehmlich aus der Arbeiterschicht, die noch schlechter in die woke Mittelschichtswelt der Lehrer passen als (w)Weiße (Jungen) insgesamt, zeigt.
Was mich angeht, ich glaube, die angesprochene Diskriminierung weißer Jungen ist nicht wahrscheinlich, sondern gewiss.
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