Ein Gastbeitrag von Klaus Kelle

„Protest ist, wenn ich sage, das und das passt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, dass das, was mir nicht passt, nicht länger geschieht.“ Diese Sätze von Ulrike Meinhof 1968 wird von Historikern als ihr persönlicher Wendepunkt beschrieben, der Moment, in dem sie für sich entschieden hat, von einer scharf formulierenden linksbürgerlichen intellektuellen Kritik an den bestehenden Verhältnissen in den gewaltsamen Kampf zu wechseln.

Wann ist der Punkt erreicht, an dem jemand die letzte rote Linie zu überschreiten bereit ist?